Haßfurt
Vorweihnachtszeit

"Unsere Hoffnung auf die Geburt Jesu wächst"

Das erste Fenster des "Begehbaren Adventskalenders" an der Stadthalle Haßfurt wurde geöffnet. Der ökumenische Verein Bibelwelten hat ihn wieder initiiert.
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Nach der Feier zur Öffnung des ersten Fensters des "Begehbaren Adventskalenders" des ökumenischen Vereins Bibelwelten wurden alle Gäste von der Stadt Haßfurt mit Glühwein, Kinderpunsch und Keksen bewirtet.Ulrike Langer
Nach der Feier zur Öffnung des ersten Fensters des "Begehbaren Adventskalenders" des ökumenischen Vereins Bibelwelten wurden alle Gäste von der Stadt Haßfurt mit Glühwein, Kinderpunsch und Keksen bewirtet.Ulrike Langer
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Viele Kinder, aber auch zunehmend Erwachsene öffnen in der Adventszeit gerne jeden Tag ein Türchen an ihrem Adventskalender. Auch in der Stadt Haßfurt wird seit 1. Dezember täglich ein Türchen beziehungsweise ein Fenster des "Begehbaren Adventskalenders" geöffnet. Möglich macht dies in diesem Jahr zum zwölften Mal der ökumenische Verein Bibelwelten in Zusammenarbeit mit der Stadt Haßfurt und vielen weiteren Beteiligten. Am Freitag, 1. Dezember, wurde das erste Fenster an der Stadthalle bei einer kleinen Feier präsentiert.
Leuchtend grün strahlte das Fenster, das die Stadt Haßfurt zusammen mit dem städtischen Kindergarten gestaltet hatte, als sich viele Bürger zur ersten Feierstunde versammelten. "Grün ist die Farbe des Wachstums und der Hoffnung, und sie steht dafür, dass im Advent unsere Hoffnung auf die Geburt Jesu wächst", sagte eingangs Pfarrerin Doris Otminghaus. "So heißt es im Markus-Evangelium: Der Augenblick ist gekommen, die Zeit erfüllt. Das Reich Gottes ist nahegekommen! Kehrt zum Leben um und glaubt an die Gute Botschaft."
Nachdem die stellvertretende Leiterin des städtischen Kindergartens, Sabrina Hetterich, an der Querflöte den Weihnachtssong "The little drummer boy" angestimmt hatte, durften alle Besucher das Lied "Wir sagen Euch an den lieben Advent" mitsingen. Bürgermeister Günther Werner freute sich darüber, dass auch heuer der "Begehbare Adventskalender" stattfindet. "Es ist eine schöne Tradition, dass sich dabei Jung und Alt treffen, auf die Adventszeit einstimmen lassen, miteinander singen, Geschichten und Bibelworte hören und eine Zeitlang zur Ruhe kommen", sagte er und dankte sowohl den Organisatoren als auch allen Beteiligten, an diesem Abend vor allem dem Kindergarten.
Zusammen mit den Kindergartenkindern ließen die Gäste die Lieder "In der Weihnachtsbäckerei, "Tragt in die Welt nun ein Licht" und "Fröhliche Weihnacht überall" erklingen, wobei sie von dem Erzieher Mario Berger an der Gitarre begleitet wurden. Doris Otminghaus trug auch eine Weihnachtsgeschichte vor, in der drei kleine Sterne auf die Welt kommen, um den Menschen Licht und Wärme zu bringen. Als einer von ihnen sein ganzes Licht verschenkt hatte und nicht mehr an seinen Platz am Himmel zurückkehren konnte, sammelten die anderen Sterne in der ganzen Milchstraße Lichtspenden, und so konnte der schöner und herrlicher als früher leuchtende Stern zurückkehren. "Nun steht er wieder in der Milchstraße. Wer Zeit dazu hat, suche ihn mal vor dem Schlafengehen - oder denke über die Geschichte nach", hatte der Verfasser Ernst Wichert an das Ende gesetzt.
Bevor die Besucher vom Gastgeber, der Stadt Haßfurt, zu Glühwein, Kinderpunsch und Keksen eingeladen wurden, erteilte Pfarrer Stephan Eschenbacher den Segen mit den Worten: "Der Segen des lebendigen und lebensschaffenden Gottes gehe mit uns in dieser Zeit des Dunkels. Licht soll werden, so ist die Verheißung, durch uns, mit uns. Ja, es geschehe!"
Hilde Wolf und Inge Murken, die jedes Jahr ein Stück weit dem "Begehbaren Adventskalender" folgen, hatten sich auch heuer auf das Ereignis gefreut. "Uns interessiert besonders, wenn die Kinder singen und wie sie aufmerksam den Geschichten lauschen, und wir unterhalten uns gerne anschließend ein bisschen. Das ist schön", erklärten sie. Auch Renate Kraus liebt es, zuzuhören, zuzuschauen, einen Punsch zu trinken, Plätzchen zu essen und sich zu unterhalten. "In der Vorweihnachtszeit ist das sehr schön", erzählte sie. Auch sie nutzt die Gelegenheit, an etlichen Tagen im Advent beim "Begehbaren Adventskalender" dabei zu sein. "Jeder Tag, an dem ich da war, bekommt im Programm einen Haken. Ein Tag, an dem ich es nicht geschafft habe, einen Kreis", sagte sie schmunzelnd.
Bis zum 23. Dezember sind täglich ab 17 Uhr, samstags schon ab 16 Uhr, Adventsfeiern vor verschiedenen Fenstern in der Stadt. Beschlossen wird der begehbare Adventskalender am Samstag, 25. Dezember, um 17.45 Uhr mit dem Spiel des evangelischen Posaunenchors unter dem Weihnachtsbaum am Marktplatz.


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