Roßstadt
Tempolimit gefordert

B26: Tödlicher Motorradunfall an gefährlicher Stelle bei Roßstadt - Tempolimit gefordert

Ein tödlicher Motorradunfall auf der Bundesstraße 26 könnte nun für weitere Diskussionen sorgen. Seit Jahren wird ein Tempolimit an der Stelle gefordert. Am Samstag ging dort bei Roßstadt ein Motorrad nach einen Zusammenstoß mit einem Auto in Flammen auf. Der Fahrer starb noch am Unfallort.
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Die B26  war am Samstag bei Roßstadt im  unterfränkischen Landkreis  Haßberge für mehrere Stunden komplett gesperrt. Grund war ein tödlicher Motorradunfall. Symbolbild, Foto: NEWS5 / Merzbach
Die B26 war am Samstag bei Roßstadt im unterfränkischen Landkreis Haßberge für mehrere Stunden komplett gesperrt. Grund war ein tödlicher Motorradunfall. Symbolbild, Foto: NEWS5 / Merzbach
Ein tödlicher Unfall auf der Bundesstraße 26 im Landkreis Haßberge vom Samstagvormittag befeuert möglicherweise erneut die Diskussionen um ein Tempolimit auf der Bundesstraße bei Roßstadt. In den zurückliegenden Bürgerversammlungen haben die Roßstadter immer wieder und vehement eine Begrenzung auf 70 Stundenkilometer gefordert, wie es sie schon vor Jahren einmal gegeben hatte.

Ein 46-jähriger Motorradfahrer erlitt am späten Samstagvormittag tödliche Verletzungen, als er bei Roßstadt mit einem Auto kollidierte. Trotz vorbildlicher Erster-Hilfe, unter anderem durch eine zufällig vor Ort anwesende Krankenschwester, kam für den Zweiradfahrer jede Hilfe zu spät.

Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang befuhr ein 27-Jähriger aus dem Landkreis Haßberge mit seinem Mitsubishi gegen 10.50 Uhr die B26 in Fahrtrichtung Eltmann. Bei Roßstadt wollte er dem Sachstand nach vom Linksabbiegerstreifen nach links in die Frankenstraße abbiegen und übersah wohl den entgegenkommenden und in Richtung Bamberg fahrenden Motorradfahrer.

In der Folge kollidierten beide Fahrzeuge frontal. Der 46-jährige Motorradfahrer aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld stürzte schwer, seine Suzuki rutschte in den Straßengraben und fing Feuer. Zeugen leisteten sofort vorbildlich Erste Hilfe. Sie wählten außerdem den Notruf, kümmerten sich um den Schwerverletzten und versuchten das Motorrad mit Feuerlöschern zu löschen.

Rasch waren in der Folge Streifen der Haßfurter Polizeiinspektion, der Rettungsdienst samt Notarzt und die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren aus Eltmann, Trunstadt und Roßstadt vor Ort. Für den 46-Jährigen kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Die Unfallermittlungen führt die Polizeiinspektion Haßfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bamberg. Auf Anordnung dieser kam auch ein Sachverständiger vor Ort.

Für die Dauer der Unfallaufnahme war die B26 für mehrere Stunden voll gesperrt. Straßenmeisterei und Feuerwehr kümmerten sich um die Aufräum- und Bergungsarbeiten.

Ein Tempolimit lehnt die Verkehrsbehörde jedoch ab. Allerdings gibt es aus beiden Richtungen auf der B 26 ein Schild, das auf mögliche Gefahren durch querende Fußgänger hinweist. Denn Hauptargument für ein Tempolimit ist: Viele Personen gehen zu Fuß über die Bundesstraße in Richtung des Sportgeländes.

Ob eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer den Unfall vom Samstag verhindert hätte, lässt sich nicht beantworten. Offensichtlich war die Ursache der Kollision ein Fehler des Autofahrers beim Abbiegen. Gleichwohl dürften die Stimmen in Roßstadt, die das Tempolimit einfordern, nicht leiser, sondern lauter werden.

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