Theres
Todesfall

Unterfranken: Mann (79) verunglückt bei Bau eines Faschingswagens

Beim Bau eines Faschingswagens ist am vergangenen Donnerstag ein Mann in Obertheres im Kreis Haßberge tödlich verunglückt. Auf ausdrücklichen Wunsch der Familie des Verstorbenen fuhr der Prunkwagen am Faschingszug mit. Als "stummer" Wagen.
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Der Oberthereser Carneval Verein fuhr bei dem Umzug am Samstag mit, die Mitglieder,alle mit Trauerflor, erwiesendem Künstler die letzte Ehre. Er war am Donnerstag offenbar beim Wagenbemalen gestürzt und in der Folge gestorben. Foto: Ulrike Langer
Der Oberthereser Carneval Verein fuhr bei dem Umzug am Samstag mit, die Mitglieder,alle mit Trauerflor, erwiesendem Künstler die letzte Ehre. Er war am Donnerstag offenbar beim Wagenbemalen gestürzt und in der Folge gestorben. Foto: Ulrike Langer

Zu einem tödlichen Unfall ist es im Vorfeld des Oberthereser Faschingszuges gekommen. Bereits am Donnerstag, wie das Polizeipräsidium Unterfranken auf unsere Anfrage hin bestätigte, war es zu dem tragischen Vorfall gekommen, als der Prunkwagen des Oberthereser Carneval Vereins (OCV) für den Umzug am Faschingssamstag fertiggemacht wurde.

Der 79-jährige Schweinfurter Künstler war seit über 20 Jahren beim Verein eine Schlüsselfigur, weil er Jahr für Jahr Bühnenbild und Wagen bemalte. Ihn fanden Vereinsmitglieder offenbar gestürzt und schwer verletzt vor. Beobachtet hatte den Sturz keiner.

Mann starb an den Folgen des schweren Sturzes im Krankenhaus

Der Verunglückte wurde sofort durch einen Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, verstarb aber in der Folge. Wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Andy Laacke bestätigte, ergaben die Ermittlungen, dass kein Fremdverschulden für den Sturz des Mannes vorliegen.

Die Verantwortlichen des Oberthereser Carneval Vereins, tiefbetroffen, stellten mehrere Überlegungen an, angefangen von der Absage des Zuges bis zum Fernbleiben des Prunkwagens. Die Familie des Verunglückten wendete sich aber an die Vereinsverantwortlichen und sprach sich dafür aus, dass der Wagen mitfährt. Das wäre im Sinne des Verstorbenen gewesen, wie es aus gut unterrichteten Quellen hieß.

So fuhren die OCV-Mitglieder mit Trauerflor unter Verzicht auf Musik und Helau mit dem Wagen mit. Auf der Rückseite brachten sie noch die charakteristische Signatur des Künstlers an, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Eine große Vereinsdelegation will dem Verstorbenen bei dessen Beerdigung am morgigen Donnerstag beiwohnen, wie weiter zu erfahren war.

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