Frickendorf
Arbeitsunfall

Kreis Haßberge: 21-Jähriger beim Holzspalten schwer verletzt - mit Hubschrauber in Spezialklinik

Ein Hubschrauber transportierte den jungen Mann, der in Frickendorf bei Holzspaltarbeiten in das Arbeitsgerät geraten war, in eine Spezialklinik nach Bad Neustadt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten in eine Spezialklinik nach Bad Neustadt.  Foto: Michael WILL/Rotes Kreuz Haßberge
Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten in eine Spezialklinik nach Bad Neustadt. Foto: Michael WILL/Rotes Kreuz Haßberge

Bei einem Arbeitsunfall ist am Montagabend in Frickendorf (Stadt Ebern) ein junger Mann schwer an der Hand verletzt worden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Spezialklinik, berichtet das Bayerische Rote Kreuz (BRK).

Der 21-Jährige war nach den Angaben von Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, gegen 19 Uhr in seiner Freizeit mit Holzspaltarbeiten beschäftigt und geriet mit der Hand in ein Arbeitsgerät. Dabei verletzte er sich schwer. Ein Team der Rettungswache Ebern wurde mit einem Rettungswagen von der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS) zur medizinischen Erstversorgung an den Unglücksort geschickt.

Mit Rettungshubschrauber nach Bad Neustadt

Kurz darauf forderte die Besatzung einen Notarzt aus Ebern an, ebenso einen Rettungshubschrauber für einen zügigen Transport, um den jungen Mann aufgrund seiner Verletzungen in eine Spezialklinik zu fliegen. Mit dem "Christoph 60" der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) aus Suhl wurde der Patient in die Klinik für Handchirurgie am Campus nach Bad Neustadt gebracht, wo er weiter medizinisch behandelt wird.

Während der Landung des Rettungshubschraubers in einer Wiese an der Baunach wurde die Ortsverbindungsstraße Frickendorf-Höchstädten für rund 30 Minuten gesperrt. Die Feuerwehr Eichelberg, die auf einer Bewegungsfahrt war und zufällig vorbei kam, sicherte den Bereich und leitete den Verkehr um.

Mit weit über 6000 operativen Eingriffen jährlich zählt die Klinik für Handchirurgie in Bad Neustadt nach eigenen Angaben zu den großen handchirurgischen Spezialkliniken in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung des BRK. Ihr Spektrum umfasst alle Erkrankungen und Verletzungen der Hand bis einschließlich des Ellbogengelenks sowie angeborene Fehlbildungen. Sie ist als Europäisches Hand-Trauma-Center ausgewiesen.

Lesen Sie auch: Schwerer Arbeitsunfall in Franken - 17-Jähriger trennt sich mehrere Finger an Kreissäge ab

Enormer Zeitvorteil durch Flug

"Zum Transport von Verletzten werden bei weiten Strecken oftmals Rettungshubschrauber eingesetzt", verdeutlicht Michael Will. "Sie bringen gegenüber dem Transport mit dem Rettungswagen einen enormen Zeitvorteil, was letztlich Patienten zugute kommt." Von entscheidender Bedeutung sei dabei, dass das eintreffende Team des Rettungswagens die Lage und die Schwere der Verletzung sofort erkenne, entsprechend handele und über die Integrierte Leitstelle unmittelbar einen Rettungshubschrauber anfordere, wie in diesem Fall geschehen.

Ein Rettungshubschrauber ist im Kreis Haßberge in aller Regel binnen 15 bis 20 Minuten an der Einsatzstelle, so der BRK-Sprecher. Bis ein Schwerverletzter entsprechend erstversorgt, stabilisiert ist und seine Schmerzen mit Medikamenten gelindert werden können, landet der Rettungshubschrauber meistens schon. Nach der anschließenden Übergabe durch ein Arzt-Arzt-Gespräch werde der Patient umgehend in die für sein Verletzungsbild geeignete Klinik geflogen. Zur Besatzung eines Rettungshubschraubers gehören neben dem Piloten immer auch ein Notfallsanitäter und ein Notarzt.

"Rettungshubschrauber können ihren Zeitvorteil wesentlich ausspielen", so Will. So habe beispielsweise der von der DRF an der Luftrettungsstation Suhl geflogene Hubschraubertyp EC 135 mit seinen 743 PS eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern. "Ein Transport von Frickendorf nach Bad Neustadt dauert deshalb rund 13 Minuten. Für die gleiche Strecke würde ein Rettungswagen am Boden etwa 50 Minuten benötigen."

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.