Eltmann

Tolle Kunststücke im musikalischen Duett

In Eltmann fand das erste "DogDance-Fun-Turnier" im Landkreis Haßberge statt. Die Zuschauer sahen beachtliche Vorführungen.
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"Summer Dreaming" mit der Eltmannerin Franziska Düring und "Josy". Sängerin Kate Yanai hätte sich viel Spaß bei ihrer Choreographie gehabt. Fotos: Ralf Naumann
"Summer Dreaming" mit der Eltmannerin Franziska Düring und "Josy". Sängerin Kate Yanai hätte sich viel Spaß bei ihrer Choreographie gehabt. Fotos: Ralf Naumann
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"Biste braun, kriegste Fraun", war zu hören, "Summer Dreaming", "Calway Girl", "Waiting for Love" oder auch "Probiers mal mit Gemütlichkeit". Eltmann, Samstag. Nein, der Radiosender Bayern 1 hatte nicht eine zweite Disco veranstaltet. Die Musik kam vielmehr am helllichten Tage vom schönen Gelände der Eltmanner Hundefreunde am Main, wo mitten auf dem Rasen eine 18 mal 15 Meter große "Tanzfläche" eingezäunt war. Dort wurde das erste "DogDance-Fun-Turnier" im Landkreis Haßberge ausgetragen. Zuschauer sowie vor allem die zwei- und vierbeinigen Teilnehmer hatten ihren Spaß.


Ursprung in den USA

Denn wie der englische Name bereits sagt, handelte sich um kein gewöhnliches Tanzturnier. Im Mittelpunkt standen die elf- bis 60-jährigen Frauchen (es waren ausschließlich Damen am Start) mit ihren Tanzpartnern "Jenna", "Lilly", "Shadow", "Cuinn", "Dusty" oder "Candys". Ihren Ursprung hat die Hundesportart "Dogdancing" in den USA. Hund und Mensch bewegen sich rhythmisch zu musikalischer Begleitung.

Das Ganze basiert auf grundlegendem Hundegehorsam und stellt hohe Anforderungen an Mensch und Tier gleichermaßen. Sehr aufmerksames "Bei-Fuß-Gehen" war bei der dreiköpfigen Jury ebenso gefragt wie spezielle Kunststücke zu einer tänzerischen, musikalisch präsentierten Choreographie wie etwa Beinslalom, Rückwärts gehen, Seitengänge, Drehungen, Pfotenarbeit, Sprünge über oder durch die Arme des Hundeführers, Laufen zwischen den Beinen, Männchen machen oder Polonaise. Bewertet wurden die "Teamarbeit", wie Hund und Mensch zusammen harmonieren, ihre Kommunikation untereinander, die Choreografie, die Ausnutzung der Fläche sowie der Inhalt oder das Gesamtbild (Outfit und Requisiten), wie Jury-Mitglied Anneke Freudenberger (Aidhausen), Richterin im Verein "Dogdance International" (DDI), erklärte. Nach den Vorführungen bekamen alle Starter sofort das Feedback.

Ihre "Premiere" hatten in Eltmann fünf Teilnehmerinnen, darunter die Lokalmatadorinnen Christine Thomann (Eschenbach) mit ihrer "Sina" sowie Katharina Büttcher mit ihrer "Jenna", beide in der von Steffi Brix geleiteten "Dog Dance"-Abteilung der Hundefreunde Eltmann. Die 16-jährige Schülerin aus Breitbrunn hatte sich "Unconditionally" von Kate Perry ausgesucht und war letztlich "sehr zufrieden. Jenna hat das super gemacht. Dafür, dass es ja alles neu für sie war, hat sie es wirklich toll gemacht", sagte Katharina und gab ihrer "Bordermix"-Hündin neben vielen kleinen "Leckerli" auch ein Sonderlob. Sie kann sich eine Fortsetzung der "Tanzkarriere" jedenfalls gut vorstellen. "Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Gerade die Tricks." Wenngleich sie dafür viel Trainingsarbeit auf sich nehmen muss.

Dabei geht es um den Aufbau von Beziehung, Vertrauen und "Wohlfühlatmosphäre, damit sie das überhaupt mitmacht." Neben den Einzelstarterinnen in den Kategorien "Beginner", "Open HTM" (Hellwork to Music), "Open Freestyle" und "Lucky Dip" waren indes auch Heike Launer, Katja Iffland und ihre Hunde als Quartett im Einsatz. Eine achtköpfige Jugendgruppe der Eltmanner Hundefreunde zeigte ihr Können bei "Waiting for Love".
Die Vorsitzende, Heidi Brix aus Ebelsbach, zeigte sich am Ende sehr zufrieden mit dem Ablauf. "Die Premiere ist super gelungen", freute sie sich. Obwohl das "Lampenfieber" bei einigen Teilnehmern, auch bei den Hunden, doch recht groß war. "Einzelne Starter konnten zwar zuhause alles ganz gut. Das Vorführen vor Zuschauern ist dann aber doch noch was anderes."


Fortsetzung sehr wahrscheinlich

Manche Hunde seien "zu sehr von dem ganzen Fremden abgelenkt" gewesen und konnten sich deshalb "nicht richtig konzentrieren." Dies spielte freilich nur eine nebensächliche Rolle. Der positive Gesamteindruck der Veranstaltung überwog. "Es wird wohl nicht das letzte DogDance-Turnier gewesen sein", bilanziert Heidi Brix. Nicht nur sie kann sich deshalb eine Fortsetzung vorstellen. Weitere Informationen über "Dog Dancing" und Videos vom Samstag gibt es im Internet unter www.hundefreunde-eltmann.de.
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