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Neubrunn
Verfahrensende

Tödlicher Schuss auf Hund "Lucky" bleibt ungeklärt

Polizei und Staatsanwalt ermitteln wegen eines toten Tieres, das im Juni bei Neubrunn gefunden wurde, nicht mehr weiter. Laut Oberstaatsanwalt Backert gibt es keine verwertbare Spuren, die zu einem möglichen Täter führen.
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Hier lag der Hund begraben: Karin Müller und Roland Söldner am Grab von "Lucky", am Rand des Ackers, wo er erschossen wurde.Archivfoto: R. Kestel
Hier lag der Hund begraben: Karin Müller und Roland Söldner am Grab von "Lucky", am Rand des Ackers, wo er erschossen wurde.Archivfoto: R. Kestel
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Die "Exhumierung" brachte keinen Erfolg: Die Umstände, die im Juni zum Tod des Dingo-Mischlings "Lucky" führten, bleiben ungeklärt. Der Fall hat die Staatsanwaltschaft in Bamberg, die Polizei in Ebern und das Veterinäramt in Haßfurt nach Recherchen unserer Zeitung seit Ende Juni beschäftigt. Jetzt wurde die Akte wegen "unbekannter Täterschaft, so der Fachbegriff in der Strafprozessordnung, geschlossen, wie Leitender Oberstaatsanwalt Bardo Backert gegenüber inFranken.de bestätigte. "Die Indizien reichten einfach nicht aus", ließ er laut Medienberichten wissen.

Wie berichtet, hatten die Hundehalter, ein Paar aus Neubrunn, den toten Hund nach einem entsprechenden Anruf eines Landwirtes auf einem Acker nordöstlich von Neubrunn in Richtung Pettstadt tot aufgefunden und eine deutliche Einschusswunde entdeckt. Einige Tage zuvor war "Lucky" ausgebüxt. Nach Angaben der Hundehalterin sei er schon öfter ausgerissen, stets aber wieder zurückgekehrt.

Das Paar hatte den Hund am Rande dieses Feld begraben und sogar ein Kreuz aufgestellt. Aufgrund unserer Berichterstattung schaltete sich Amtstierärztin Simone Nowak aus dem Landratsamt in Haßfurt ein und erstattete bei der Polizei in Ebern Anzeige gegen unbekannt.

Mutmaßlicher Verstoß
Die Beamten leiteten sofort die Ermittlungen ein und ließen den Hund sogar wieder ausgraben. Dabei zeigte sich zum Erstaunen des 47-jährigen Hundehalters, dass der Kadaver in seiner letzten Ruhestätte gedreht worden war, zwischenzeitlich also ausgegraben worden war.

Wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde der Tierkadaver im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen untersucht. Wegen des fortgeschrittenen Verwesungszu-standes hätten sich aber keine verwertbare Spuren ergeben, ließ der Leiter des Bamberger Staatsanwaltschaft, Backert, wissen.

Vor allen Dingen: Es wurde im Tierkörper kein Projektil gefunden . Was in Fachkreisen niemand verwunderte. Mehrere Jäger erklärten gegenüber unserer Zeitung, dass es bei einem Schuss aus einem Jagdgewehr, wie angenommen, mit Sicherheit zu einem Durchschuss gekommen sein muss, sodass keine Kugel mehr in dem Tierkörper stecken konnte, sondern an der Stelle herumliegt, wo der Schuss das Tier traf.

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