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Feuerwerk

Tipps für Tierbesitzer: So kommen Hunde und Katzen gut durch die Silvesternacht

Wer Tiere hat, sorgt sich an Silvester regelmäßig um seine Schützlinge. Wir verraten, was man tun kann.
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Anders als Menschen können sich Tiere bei starkem Lärm nicht einfach die Ohren zuhalten. Im Bild: Bernhardiner Einstein und die TI-Vorsitzende Britta Merkel Foto: Rebecca Vogt
Anders als Menschen können sich Tiere bei starkem Lärm nicht einfach die Ohren zuhalten. Im Bild: Bernhardiner Einstein und die TI-Vorsitzende Britta Merkel Foto: Rebecca Vogt

Wenn an Silvester mit Böllern und Raketen das neue Jahr eingeläutet wird, sind Tierbesitzer oft mit ganz anderem beschäftigt. "Mein Mann bleibt bei unseren Tieren im Haus und ich bin im Stall bei den Pferden", sagt Britta Merkel, Vorsitzende der Tierschutzinitiative (TI) Haßberge. Denn für die Tiere bedeutet das Feuerwerk an Silvester vor allem eines: Stress pur.

Der FT hat deshalb mit Merkel darüber gesprochen, wie Tierbesitzer sich auf den Jahreswechsel vorbereiten können.

Kennzeichnen und registrieren

Wenn Feuerwerkskörper explodieren, erschreckt das die Tiere. Sie geraten in Panik und laufen weg. Es könne immer passieren, dass Tiere unerwartet weglaufen - zum Beispiel, wenn an Silvester ein Gast die Tür offen lasse, sagt Merkel. Deshalb sei es wichtig, sein Tier kennzeichnen und registrieren zu lassen. Merkel empfiehlt für Hunde außerdem eine Plakette mit Adresse oder Telefonnummer. "Die Hundeplaketten waren früher eigentlich üblich, sind jetzt aber nicht mehr so modern." Im Notfall helfen sie aber dabei, Tier und Besitzer schnell wieder zusammenzubringen.

An die Leine und ins Haus

"Bei Hunden ist es ganz wichtig, sie beim Spazierengehen auch früh schon an der Leine zulassen", sagt Merkel. Viele Jugendliche würden ja bereits tagsüber Kracher und Böller zünden. "Die Hunde kriegen dann Panik und rennen weg." Auch Freigänger-Katzen sollten frühzeitig in der Wohnung oder dem Haus behalten werden.

Abdunkeln und leise Musik

Wie die Vorsitzende der TI Haßberge rät, sollten Tierbesitzer ihre Wohnung abdunkeln - also die Rollläden herunterlassen oder die Vorhänge zuziehen. Nicht nur der Lärm auch die Blitze und Leuchteffekte, die das Silvester-Feuerwerk mit sich bringt, erschreckten die Tiere. "Der Geruch der Raketen verursacht ebenfalls Stress", sagt Merkel. Im Hintergrund könne man leise den Fernseher vor sich hin dudeln lassen oder Musik abspielen.

Sich normal verhalten

Tierbesitzer sollten sich an Silvester so normal wie möglich verhalten und ihre Tiere auf keinen Fall verstärkt betüddeln. Das sorge nur für zusätzliche Nervosität bei den Tieren. "Einfach im normalen Maß streicheln, wie man es immer macht", rät Merkel.

Andere informieren

Menschen, die selbst keine Tiere haben, wüssten oft nicht, was die Böllerei an Silvester für die Tiere an Stress bedeute. Man könne Verwandte und Bekannte darauf hinweisen, sagt Merkel, und so vielleicht ein Umdenken erreichen.

Auch Wildtiere und Vögel leiden

Wie die TI-Vorsitzende erklärt, leiden auch Wildtiere und Vögel unter dem Feuerwerk an Silvester. Geflügelhalter sollten ihre Tiere in den Stall bringen und ihn abdunkeln.

Merkel achtet in der Silvesternacht zudem darauf, dass keine Feuerwerkskörper in der Scheune landen und das dort gelagerte Heu oder Stroh zu brennen beginnt.

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Wem an oder um Silvester doch sein Tier entläuft, der sollte sich sofort an die Polizei und ans Tierheim wenden. Gleiches gilt für Finder eines Tieres. Oft erweist sich auch ein Aufruf über das Soziale Netzwerk Facebook als hilfreich bei der Suche, wie Merkel berichtet.

Gleichzeitig appelliert sie an die Vernunft der Menschen. Die Böllerei sei nicht nur für die Tiere anstrengend. Auch der Geldbeutel und nicht zuletzt die Umwelt würden geschont, wenn auf das Feuerwerk verzichtet oder zumindest weniger geböllert werde.

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