Medienbekannt als "Die Skateboard fahrende Nonne", verstand es Schwester Teresa ihr Publikum mit lebendig vorgetragenen Bibelstellen neue Erfrischung für den Glauben spürbar erleben zu lassen. Aber auch eine Modenschau mit den aktuellsten Frühjahrstrends mit "Models" aus der Vorstandschaft des Bayerischen Bauernverbandes und den Ortsbäuerinnen aus den verschiedenen Ortsverbänden sowie die musikalische Umrahmung durch den Landfrauenchor unter der Leitung von Inge Snater sorgten für einen besonderen Augen- und Ohrenschmaus.

Besondere "Talkshow"


Unter dem Motto: "Nichts geschieht in der Stadt, alles geschieht auf dem Land", freute sich Kreisbäuerin Astrid Baum, Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft zum diesjährigen Landfrauentag in Knetzgau begrüßen zu können. Im letzen Jahr erstmals erfolgreich etabliert, erfolgten auch in diesem Jahr die Grußworte in einer lockeren Moderation. Kreisbäuerin Astrid Baum und Baron Freiherr Christian von Truchseß stellten das Motto "Von innen gestärkt - für Neues offen", in den Mittelprunkt ihrer "Talkshow". Für den evangelischen Dekan Jürgen Blechschmitt würde hinter der Frage nach innerer Stärkung für den Glauben sowohl ein Frage- als auch ein Ausrufezeichen stehen. Er sprach von kirchlichen Traditionen, auf deren Mithilfe beide Kirchen angewiesen seien. So richtete er das Wort an die vielen Mütter und Großmütter in der Halle, wie wichtig es für Kinder sei, Vorbilder im gelebten Glauben zu haben. "Wir haben die Sache mit Elan angepackt", so Landrat Rudolf Handwerker zum Thema Energieentwicklung im Landkreis. Handwerker verwies auf bisherige Bundesaufgaben, die zu kommunalen Aufgaben angewachsen wären. Durch den Zusammenschluss der Kommunen in der GUT würde der Landkreis seine Energiewende selbst in die Hand nehmen. Die Konzentration liegt in mehreren großen Energieparks, um den Schutz der Natur zu bewahren.

Ein ganz spezieller Trend


"Keinen allzu großen Ruck" erwartet sich Klaudia Schwarz, Chefin des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schweinfurt auf die Frage "Wie isst Deutschland?". Als Ökotrophologin sprach sie von einer Vielfalt an Lebensmitteln, für die aber immer weniger Zeit zum Kochen aufgebracht wird. "Der Trend geht immer mehr zur Außer-Haus-Verpflegung", sagte die Ernährungsexpertin. So seien schon einige Projekte im Amt erfolgreich angelaufen, um einen Beitrag für eine "nachhaltige Ernährung" zu vermitteln. Positiv blickte Helmut Liebenstein von der Agrar-GmbH in die Zukunft. Trotz Engpässe durch Wettereinflüsse im abgelaufenen Getreidejahr sah er für die Erzeuger im Landkreis keine Probleme.

Biomassen als wichtiger Energieträger


Auf Flächenausgleichsmaßnahmen ging Bauernverbands-Obmann Klaus Merkel ein. "Der Energiebedarf steigt und Biomassen werden wichtige Energieträger für die Zukunft", betonte Merkel. Als Sparkassen-Vorstand sprach Hans-Georg Schubert von einer engen Verbundenheit zur Landwirtschaft als Dienstleistungsbetrieb. Hausherr Bürgermeister Stefan Paulus geht mit der Zeit, um modern zu sein und sprach von seiner Erfahrung in der Elternzeit, die er durchaus auch in den Berufsalltag einfließen lassen könne. Wobei er sich nicht nur beschränkt in den zwei Monaten um seinen kleinen Sohn kümmert.

Eine gewaltige Rednerin


Auch als "deutsche Antwort aus Sister Act" wird Multitalent Schwester Teresa betitelt: Denn ihre große Leidenschaft ist die Musik. Zurücklehen und sich vom Zauber des Glaubens anstecken zu lassen, war nicht schwer. Medienerprobt erzählte die Nonne, die als Publikumsmagnet die Zuhörer in ihren Bann zog, von der Quizshow bei Jörg Pilawa, wo sie 100 000 Euro gewinnt. Als sportliches Talent (Kunstturnen und Leichtathletik) stammt die 47-jährige Nonne aus Kroatien. "Die Bibel habe ich in einer schlaflosen Nacht entdeckt", erzählte Schwester Teresa vom Anfang des Abenteuers "Glauben" in ihrem Leben. Nach Aufgabe des Sports machte sie eine Ausbildung zur Altenpflegerin und Religionspädagogin. Mit dem Skateboard sei sie zwar über Nacht berühmt geworden, aber "ich kann das blöde Brett nicht mehr sehen", gestand sie ehrlich ein. Offen und ehrlich verstand es die Schwester, die seit einem Jahr in einer kleinen Komitee bei Bamberg lebt, die Zuhörer mit dem Zauber des Glaubens anzustecken. Anekdoten aus ihren Büchern, die sie anschließend verkaufte und mit Unterschrift versah, brachten Lachsalven in die Halle. Für ein erfülltes inneres Leben stellte sie fünf wichtige Schritte vor: Freundschaft mit sich selber, die Bibel werten und praktizieren, Gott loben, Ungewöhnliches gegen die Gewohnheit tun und - ganz wichtig - Vergebung.

"Gott liebt dich"


"Gott liebt dich", mit diesem Satz, der das Leben verändern kann, wandte sich die Schwester an die Zuhörer, die ihr an den Lippen klebten. Kreative Lösungen für Stresssituationen hatte die katholische Gottesfrau genauso parat, wie die Vergebung für das innere Heilwerden. Spontan ging Schwester Teresa ins Publikum und umarmte eine Besucherin. "Alle hungern nach Zuwendung", so die Schwester, die alle Besucher aufforderte, sich gegenseitig in den Arm zu nehmen und zu drücken. So hatte die Gottesfrau eine kleine Hausaufgabe mit auf den Nachhauseweg geschickt: "Drückt zu Hause jemanden und lächelt einen wildfremden Menschen an".