Sand am Main
Verkehr

Tempo 30 für die ganze Seestraße in Sand

Der Gemeinderat Sand beschloss eine durchgehende Geschwindigkeitsreduzierung.
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Viele Autofahrer reduzieren schon heute ihre Geschwindigkeit in der Seestraße. Dennoch soll nach dem Beschluss des Gemeinderates nun offiziell auf dem Reststück der Seestraße Tempo 30 gelten.  Christian Licha
Viele Autofahrer reduzieren schon heute ihre Geschwindigkeit in der Seestraße. Dennoch soll nach dem Beschluss des Gemeinderates nun offiziell auf dem Reststück der Seestraße Tempo 30 gelten. Christian Licha

Der Gemeinderat Sand hat den Weg frei gemacht für Tempo 30 in der Seestraße. Mit einem knappen Ergebnis von 8:7 Stimmen votierte das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend für diese verkehrsberuhigende Maßnahme zwischen dem Abzweig zur Zeiler Straße und dem Parkplatz am Altmain.

Angestoßen wurde das Thema durch die Qualitätskontrolle des Maintal-Radweges, bei der unter anderem die nicht durchgehende Tempo-30-Zone bemängelt worden war. Auch Gemeinderat Jörg Kümmel (Freie Sander Bürger) stellte eine Anfrage, wie die Unterbrechung der Zone seinerzeit zustande kam. Während sich zum Beispiel Gerhard Zösch (CSU) und Roland Mahr (SPD) für eine Beibehaltung der jetzigen Regelung aussprachen, sahen Paul Hümmer (SPD) und Heinrich Schmitt (Freie Sander Bürger) keinen Sinn in dem Wechsel der Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Eine lebhafte Diskussion gab es auch zur Neumarkierung der Parkflächen und der Umgestaltung der Grünflächen vor der Sport- und Kulturhalle beziehungsweise dem Sportheim. Zwei von der Verwaltung entworfene Konzepte wurden dem Gemeinderat vorgelegt. Auf Anregung von Jörg Kümmel wurde schließlich die zweite Variante in abgeänderter Version favorisiert. Diese sieht vor, am Eingang der Sporthalle vier Behindertenparkplätze zu errichten. Die Einfahrt zu den anderen Parkplätzen soll sich gleich daneben befinden und der Verkehrsfluss mit einer Einbahnstraßenregelung zur Ausfahrt am östlichen Teil des Platzes geführt werden. Zwischendrin sollen die Parkbuchten links und rechts jeweils schräg angeordnet werden und als Abgrenzung zur Straße "Am Sportfeld" eine Grünfläche entstehen. Dem Einwand von Antonie Bergmann (CSU), man sehe die Markierungen bei Dunkelheit schlecht, soll mit der Beauftragung eines professionellen Straßenmarkierungsunternehmens Abhilfe geschaffen werden. Die Verwaltung arbeitet nun einen neuen Entwurf aus.

Als vernünftige Lösung, die der Realität und der Lebenswirklichkeit entspricht, bezeichnete Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) die neue Regelung zur Errichtung von Gartenmauern, die nach monatelanger Diskussion mit 12:3 Stimmen beschlossen wurde. Hiernach werden zukünftig alle Anträge zur Errichtung von Einfriedungen mit einer Höhe von bis zu zwei Metern durch die Verwaltung positiv beschieden und nicht mehr zur Vorlage in den Gemeinderat gebracht.

Zustimmend zur Kenntnis genommen wurde das von einem Planungsbüro ausgearbeitete "Handlungskonzept zur Aktivierung von Potenzialflächen". Es soll als Arbeitsgrundlage für zukünftige Entscheidungen zur Siedlungsentwicklung dienen und beinhaltet die Themen Förderung der Innenentwicklung, Handeln der Gemeinde bei neuen Baugebieten, Öffentlichkeitsarbeit sowie Beratung und Förderung.

Der Antrag des Faschingskomitees Sand auf Abhaltung des Faschingsumzuges mit anschließender Faschingsparty am 23. Februar 2020 wurde einstimmig genehmigt. Zusätzlich zu den üblichen Auflagen stellt der Gemeinderat jedoch weitere Bedingungen. So darf zum Schutz der Anwohner die Musik auf den Festwagen künftig nur von 12 bis 18 Uhr spielen. Zugwagen kommerzieller Anbieter sind ausgeschlossen, ebenso wie Wagen ohne Motiv, die nur der Personenbeförderung dienen. Ebenso dürfen kein Konfetti oder Papierschnitzel oder ähnliches geworfen werden.

Die Einreichungsfrist für die Eingabe von Vorschlägen von geeigneten Personen zur Verleihung der Bürgermedaille wird bis 15. Dezember verlängert. In der ersten Sitzung im neuen Jahr entscheidet dann der Gemeinderat darüber. Der Ehrenabend soll danach stattfinden.

Die Bauarbeiten für die neue Kinderkrippe werden sich voraussichtlich bis Ende März 2020 verzögern, teilte Bürgermeister Ruß mit. Problemgewerke seien der Trockenbau sowie Heizung und Sanitär. Diese Firmen hätten die Baustelle nicht so besetzt, wie es notwendig gewesen wäre. Als Übergangslösung wurde vom Landratsamt die Nutzung des Pfarrsaales als Kinderkrippe genehmigt.

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