Maroldsweisach
Planungen

Tankstelle und Nahversorgermarkt kommen

Der Marktgemeinderat Maroldsweisach behandelte das neue Baugebiet "Bleichäcker". Für Freiflächen-Photovoltaikanlagen gibt es jetzt eine Obergrenze.
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Bald, vermutlich zum Jahresende, werden hier Autos zum Tanken in das neue Baugebiet "Bleichäcker" einfahren können. Eine SB-Tankstelle und SB-Waschboxen sollen dort auch entstehen. Helmut Will
Bald, vermutlich zum Jahresende, werden hier Autos zum Tanken in das neue Baugebiet "Bleichäcker" einfahren können. Eine SB-Tankstelle und SB-Waschboxen sollen dort auch entstehen. Helmut Will

Die Marktgemeinde Maroldsweisach hat im neuen Bebauungsgebiet "Bleichäcker" in Maroldsweisach einen Nahversorgermarkt auf den Weg gebracht. In diesem Zusammenhang wurde bei der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend auch für den Neubau einer Tankstelle im 24-Stunden-Automatenbetrieb und Waschboxen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

"Wir sind froh, einen Investor für die Tankstelle gefunden zu haben, es war gar nicht so leicht", sagte Bürgermeister Wolfram Thein (SPD). Nach seinen Worten soll die Tankstelle noch Ende dieses Jahres eröffnet werden. Gemeinderat Stefan Böhm (JCU) fragte, ob eventuell auch an eine Elektrotankstelle gedacht wird. Nicht an dieser Stelle, aber es werde drüber nachgedacht, eine solche im Bereich des Rathauses einzurichten, entgegnete der Bürgermeister.

Es scheint im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet "Bleichäcker" allerdings etwas Unruhe zu geben, wie Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) sagte. "Es gehen Gerüchte um, dass im Baugebiet Hamster gefunden wurden und der Investor für den Nahversorger deshalb abgesprungen sei. Ich kann als Gemeinderat dazu den Leuten nichts sagen, weil ich nicht weiß, ob was daran ist", sagte Hepp. Er forderte deshalb eine "öffentliche Aufklärung" vom Bürgermeister. Thein wandte sich mit Entschiedenheit gegen diese Gerüchte. "Ich verstehe nicht, wie so was aufkommt. Die Bagger stehen doch schon oben. Richtig ist, dass der Investor nach wie vor existent ist und auch gebaut wird. Schon bald sollen die Bagger rollen", versicherte Thein.

Weiter wurde eine Grundsatzentscheidung zum Umfang von Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Marktgemeinde getroffen. Nun gilt eine Obergrenze. Freiflächen-Photovoltaikanlagen seien für Eigentümer von Grundstücken attraktiv, sagte der Bürgermeister. Deshalb nähmen Anträge in dieser Richtung zu.

Laut Beschlussvorschlag sollte festgesetzt werden, dass eine Höchstgrenze von fünf Prozent, bezogen auf die in Frage kommende Gesamtfläche des Marktgemeindegebietes, sowie 15 Prozent der in Frage kommenden Gesamtfläche je Gemarkung gelten sollen. Dazu meinte Gemeinderätin Ramona Schrapl (FW), dass die Werte eher nach unten korrigiert werden sollten. "Verträgt die Gemeinde 20 Hektar Freiflächen-Photovoltaikanlagen pro Gemarkung?", fragte sie. Könne man das den Bürgern zumuten? Gemeinderat Helmut Berwind (SPD) hätte es gerne gesehen, dass die Bürger im Vorfeld solcher Entscheidungen durch die Gemeinde informiert werden. "Sie müssen dann ja auch mit diesen Anlagen leben", sagte er. Das alles habe mit der vorliegenden Beschlussvorlage nichts zu tun, meinte Verwaltungsleiter René Schäd. Es gelte lediglich, den Beschluss zu fassen, um ein Bauleitverfahren einleiten zu können. Bei einer Gegenstimme wurde beschlossen, die Begrenzungen auf fünf und 15 Prozent festzulegen.

Die Feuerwehr Birkenfeld bildet eine Löschgruppe mit der Feuerwehr Ditterswind und die Feuerwehr Voccawind eine mit der Feuerwehr Maroldsweisach. "Damit haben wir nun drei Löschgruppen im Gemeindegebiet", sagte Wolfram Thein. Er machte deutlich, dass die Angliederung von Löschgruppen an andere Wehren mit den Feuerwehrvereinen nichts zu tun habe. Der Bürgermeister lobte die Feuerwehrvereine in den Ortschaften für ihre Arbeit.

Er teilte mit, dass am Donnerstag, 20. Juni, in Birkenfeld die Dorferneuerung offiziell abgeschlossen werde und eine Einweihung geplant sei. Das Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach werde nach der umgeplanten Maßnahme mit 229 000 Euro bei einer Gesamtsumme von etwa 400 000 Euro gefördert, teilte er mit. Der Förderbescheid sei eingetroffen. "Jetzt kann die Maßnahme ausgeschrieben und umgesetzt werden." Im Vorgriff auf die nächste Gemeinderatsitzung erklärte er, dass sich für die Klärschlammentsorgung eine Lösung eröffne.

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