Pfarrweisach
Fahrradtrip

Strampeln, Flamenco und Natur

Peter Ruhnau aus Pfarrweisach liebt Spanien und das Radfahren. Seit Jahren verbindet er beides und legt dabei beachtliche Strecken zurück.
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Peter Ruhnau vor den Felsen von Gibraltar. Foto: privat
Peter Ruhnau vor den Felsen von Gibraltar. Foto: privat
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Peter Ruhnau hat ein besonderes Hobby: Der Pfarrweisacher bereist jedes Jahr Südspanien - mit dem Mountainbike. So war er heuer wieder in Andalusien "ganz unten, im untersten Zipfel Spaniens", wie er sagt.
Per Flugzeug via Nürnberg und mit dem Mountainbike im Gepäck kam er in Málaga an. Von dort startete der 55-Jährige seine einwöchige Radtour, auf der er 500 Streckenkilometer zurücklegte und 5600 Höhenmeter überwand. Das fordert natürlich eine stramme Kondition für den Körper.


Jeden Tag im Sattel

Die erarbeitet sich der drahtige Sportler mit täglichen Touren durch den Haßbergkreis. So fährt er unter anderem jeden Tag die acht Kilometer lange Strecke von Pfarrweisach nach Ebern zu seiner Arbeitsstelle bei FTE automotive und zurück.

Die erste Etappe nach der Ankunft in Spanien führte ins "Tal der Adler", auf den Monte Calamorro mit der berühmten Seilbahn. Dort werden täglich Greifvögel vorgeführt, wie Adler, Uhu oder Geier. "Das ist schon beeindruckend, wenn kurz vor dir eine Gänsegeier mit zweieinhalb Metern Spannweite vorübergleitet", erzählt er respektvoll.


Freie Sicht bis Afrika

Farbenfroh und mit viel Trachten wurde in der Stadt Cartama eine "Feria", ein Fest, gefeiert, wo ihm die Ausgelassenheit und das sprichwörtliche spanische Temperament imponierten, ehe Ruhnau sich der Küste entlang auf die Tour von Marbella über Algeciras nach Gibraltar machte.
In Algeciras bestaunte er die Skulptur des berühmten Flamenco-Gitarristen Paco de Lucia, der dort geboren wurde. Kommerziell am bekanntesten von Lucia ist seine Gitarre im Hit "Have You Ever Really Loved a Woman?" des kanadischen Sängers Bryan Adams.

Auf dem Felsen von Gibraltar genoss Ruhnau die freie Sicht über 14 Kilometer bis zur Nordspitze Afrikas.
Weiter gings durch "die Blütenpracht in der Natur", schwärmt der Radler, zwischen Hainen von Orangen, Zitronen, Bananen und Palmen. Unter anderem führte die Radtour zum "El Chorre" (die Schlucht) und zum drei Kilometer langen Klettersteig "Caminito del Rey", dem Königspfad. Er führt durch etwa hundert Meter hohe, steile Wände und durch bis zu 200 Meter tiefe Schluchten.

Eines der letzten Ziele von Ruhnaus diesjähriger Tour war Ronda, eine der ältesten Städte Spaniens.
Und nächstes Jahr? "Da geht's selbstverständlich wieder runter", freut sich Ruhnau heute schon auf die "herrliche Natur und die freundlichen Leute".

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