Eltmann
Unterstützung

Stiftungsgeld wirkt in der Region segensreich

Die "Karl-Wagner-Stiftung" stellt für einige Einrichtungen in der Region Geld bereit. Hintergrund ist ein schweres Schicksal.
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Aus der "Karl-Wagner-Stiftung" wurden die Spenden übergeben; unser Bild zeigt  (von links) Harald Waldhäuser (Lebenshilfe Augsfeld) und Thomas Kötzel (Lebenshilfe Schonungen), ferner Ute Seitz und Karl-Werner Wagner mit Sohn Karl-Stefan, Staatsministerin Melanie Huml,  Bürgermeister Michael Ziegler, Eltmann, sowie die Stiftungsräte Jürgen Wagner, Werner Stegemann und Jürgen Rößler.Günther Geiling
Aus der "Karl-Wagner-Stiftung" wurden die Spenden übergeben; unser Bild zeigt (von links) Harald Waldhäuser (Lebenshilfe Augsfeld) und Thomas Kötzel (Lebenshilfe Schonungen), ferner Ute Seitz und Karl-Werner Wagner mit Sohn Karl-Stefan, Staatsministerin Melanie Huml, Bürgermeister Michael Ziegler, Eltmann, sowie die Stiftungsräte Jürgen Wagner, Werner Stegemann und Jürgen Rößler.Günther Geiling

"Ein großes Dankeschön an Sie auch deshalb, weil ich als bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin weiß, dass der Staat allein nicht alles leisten kann. Ohne Menschen wie Sie, die sich seit Jahren für Projekte, Institutionen und damit für Menschen in ihrer Umgebung einsetzen, wäre unser Land ein ganzes Stück ärmer." Dies betonte Staatsministerin Melanie Huml bei der Spendenübergabe von 69 000 Euro, welche die "Karl-Wagner-Stiftung" aus Eschenbach-Eltmann an verschiedene Organisationen überreichte.

Der Vorsitzende des Hospizvereins Bamberg, Konrad Göller, hieß dazu zahlreiche Gäste im "Christine-Denzler-Labisch-Haus" willkommen, allen voran Karl Wagner und Ute Seitz von der "Karl-Wagner-Stiftung".

Gesundheitsministerin Melanie Huml stellte noch einmal den persönlichen Anlass von Karl Wagner für die Stiftung heraus, die in dem Satz gipfelte "Ich möchte etwas für hilfsbedürftige Menschen in meiner Umgebung tun". Hier sei das eigene Schicksal Orientierung gewesen. "Ich glaube, Ihre Geschichte kann uns ein Beispiel dafür sein, das eigene Schicksal nicht nur anzunehmen, sondern es ein Stück weit als Ratgeber anzusehen."

Sohn kam zu früh zur Welt

Anlass für die Gründung der "Karl-Wagner-Stiftung" war nämlich der familiäre Schicksalsschlag, dass Sohn Karl-Stefan als Frühgeburt mit 640 Gramm und 27 Zentimetern auf die Welt gekommen und seitdem schwerstbehindert ist. Damit sei die Nachkommenschaft für die Führung der Brauerei nicht gegeben gewesen und um ihren Fortbestand zu sichern, habe man sie dann in eine Stiftung überführt, wie deutlich wurde.

Nun laufe das Unternehmen mit einem neuen Partner weiter. Der 16-jährige Sohn Karl-Stefan besucht derzeit die elfte Klasse des Förderzentrums in Schonungen.

Unzählige Möglichkeiten

Melanie Huml betonte, dass es fast unzählige Möglichkeiten gebe, im Alltag etwas Sinnvolles für andere Menschen zu bewirken. Niemand von uns könne die ganze Welt retten. Das verlange auch niemand. Aber fast jeder könne sich einen Punkt heraussuchen, an dem er helfen könne.

Entsprechend einem afrikanischen Sprichwort meinte sie, "wenn jeder einen Schritt geht, an der Stelle wo er ist, können wir die Welt verändern und ein bisschen besser machen. Sie unterstützen zahlreiche Institutionen und helfen damit anderen Menschen."

Dabei stellte Ministerin Huml die von der Stiftung unterstützten Institutionen heraus, die in ihrer Arbeit ganz unterschiedlich seien. Der Verein "Kinderseelen" aus Bamberg begleitet Kinder und Jugendliche, die an einer psychischen Erkrankung leiden und setzt auf verschiedensten Ebenen an bis hin zu Fortbildungen und erlebnispädagogischen Ausflügen. Dieser Verein wurde mit 10 000 Euro bedacht.

Die "Frühförderung Sehen Kulmbach" tue das Ihre, um sehbehinderte, blinde und visuell wahrnehmungsauffällige Säuglinge, Kinder und deren Familien von Geburt bis zum Beginn der Schulzeit zu begleiten. Hier gelte: "Je früher man ansetzt, desto mehr kann man häufig erreichen" und das wurde mit 5000 Euro gefördert. Der Hospizverein Bamberg kümmert sich um Menschen in besonders schweren Stunden sowie um Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen und fördert auch die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche. Er erhielt 10 000 Euro.

Auch eine Familie wurde mit 9000 Euro bedacht für die fortwährende, liebevolle Unterstützung und das herausfordernde Umsorgen der eigenen Kinder.

Eine Förderung von 30 000 Euro erhielt die Lebenshilfe Schonungen mit ihrem Förderschwerpunkt "körperliche und motorische Entwicklung", wo somit Aktivitäten unterstützt werden, die über den Klassenlehrplan hinausgehen wie Klassenausflüge und Schulfeiern. Alle wüssten, dass es sich wesentlich besser lernen und leben lasse, wenn die Atmosphäre stimme, hieß es. Mit Musicalaufführungen, verschiedenen Festivitäten und zeitweise sogar einer eigenen Imkerei könnten sich die Aktivitäten der Schule mehr als sehen lassen.

Kreativität und Handwerk

Mit 5000 Euro wurde auch die Lebenshilfe Augsfeld bedacht, die einen Raum schafft, in dem Menschen mit Behinderung ihrer handwerklichen und kreativen Fähigkeiten nachkommen können. Die in der Werkstatt gefertigten Waren werden in einem Verkaufsladen angeboten. Das Angebot reicht von Dekorationsobjekten bis hin zu Gegenständen des persönlichen Bedarfs.

Karl Wagner dankte dem Stiftungsrat, ohne den die Stiftung nicht zu steuern wäre. Eigentlich habe er sich die Steuerung einer solchen Stiftung viel leichter vorgestellt, aber sie sei kompliziert und sehr umfangreich. Mit seiner Frau Ute Seitz sowie den Fachleuten im Kontrollorgan der Stiftung, Werner Stegemann, Jürgen Rößler und Jürgen Wagner, laufe dies aber bestens zur Unterstützung kranker und benachteiligter Kinder und ihrer Familien in Franken.

Ein Überblick

Die 69 000 Euro Fördergelder verteilten sich auf folgende Institutionen:

Hospizverein Bamberg 10 000 €

Frühförderung Sehen Kulmbach 5 000 €

Lebenshilfe Augsfeld 5 000 €

Lebenshilfe Schonungen 30 000 €

Familie Arnold 9 000 €

Kinderseelen e.V. Bamberg 10 000 €

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