Stettfeld
Musik

Stettfelder zündeten ein Feuerwerk der Melodien

Die Stettfelder Blaskapelle gestaltete ein gelungenes Konzert. Die "Stimme Frankens" bereicherte den unterhaltsamen Abend.
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Die Stettfelder Blasmusik spielte sich in die Herzen der Zuschauer.  Christian Licha
Die Stettfelder Blasmusik spielte sich in die Herzen der Zuschauer. Christian Licha
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Ein grandioser Erfolg war der 22. Böhmische Abend der Stettfelder Blasmusik im Oberaurach-Zentrum in Trossenfurt. In der so gut wie ausverkauften Halle sorgten die Musiker unter der Leitung von Christian Frank für ein Feuerwerk der Melodien.

Mit dem "Wombacher Musikantenmarsch", der aus Stettfelder Feder stammt, zogen die musikalischen Gladiatoren ein. Mit Stefan Frank hat die Stettfelder Blasmusik nämlich ihren Haus- und Hofkomponisten, der neben diesem Marsch bereits über 50 Stücke selber geschrieben hat. Unter anderem waren "Zauberhaft Böhmisch" und "Am Flussufer" zu hören, die Frank geschaffen hat. Als Bruder des Dirigenten ist es eigentlich kein Wunder, dass ihm die Musik quasi in die Wiege gelegt wurde. Denn auch Vater Herbert Frank und Mutter Ingrid Frank sind mit ihrem großen Engagement bei der Stettfelder Blasmusik nicht wegzudenken.

Bruno Pflaum und Ingrid Frank untermalten einige Lieder, wie zum Beispiel "Schön bei Euch zu sein" und andere Polkas, mit ihrem Gesang und eroberten so die Herzen der Zuschauer. "Glücksmomente" erzeugten Diana Ferenz und Christian Schwenk mit ihren Soloeinlagen an Flügel- und Tenorhorn beim gleichnamigen Stück. Schließlich reihte sich noch Thomas Stubenrauch mit einem Tuba-Solo ein, so dass das Lied "Musikantentrio" seinem Namen alle Ehre machte.

Zum ersten Mal bei der Stettfelder Blasmusik übernahm die "Stimme Frankens" die Moderation des Abends. Wolfgang Reichmann, der als ehemaliger Sportreporter beim Bayerischen Rundfunk in ganz Franken und darüber hinaus bekannt ist, brillierte mit Charme und viel Humor. Volksnah band Reichmann auch das Publikum in seine Ansagen ein, so dass ihm am Ende des Abends ein großer Beifall für seine kurzweilige Unterhaltung sicher war. Eigentlich nur als "Notnagel" gedacht als Ersatz für einen anderen Moderator, verkündeten die Stettfelder Musiker, dass Reichmann zukünftig auch bei den kommenden Böhmischen Abenden die Zuschauer unterhalten darf.

"Ich habe mich noch nie so hingerissen gefühlt wie heute", verkündete Stettfelds Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) und gratulierte den Musikanten zu ihrer Top-Leistung. "Das Leben als Bürgermeister ist nicht immer eitel Sonnenschein, aber wenn ich heute heimgehe, sind die nächsten acht Tage gerettet", sagte das Gemeindeoberhaupt, das den Musikverein als wichtige Stütze im Dorfleben bezeichnete.

Ein besonderes Schmankerl war das Mitwirken von Hubert Müller, dem Dirigenten der Augsfelder Musikanten. In mehr als 25 Jahren freundschaftlicher Verbundenheit zu den Kollegen aus Stettfeld ergänzte er den Stettfelder Musikverein durch sein Spiel am Flügelhorn bei einigen Stücken.

Erst kurz vor Mitternacht endete der gesellige Abend. Denn zwischendrin mussten die Stettfelder Musikanten zahlreiche Zugaben erfüllen.

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