Haßfurt

Steffen Vogel siegt in den Haßbergen haushoch

Der 39-jährige CSU-Politiker aus Theres bekommt das Direktmandat für den bayerischen Landtag. Er setzte sich bei der gestrigen Wahl gegen zehn Konkurrenten durch. Genau 24 081 Erststimmen entfielen im Kreis Haßberge auf ihn.
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Steffen Vogel verfolgt das Wahlergebnis. Der kleine Rechner zeigt ihm und seiner Lebensgefährtin Katrin Ittensohn seinen klaren Erfolg.  Foto: ks
Steffen Vogel verfolgt das Wahlergebnis. Der kleine Rechner zeigt ihm und seiner Lebensgefährtin Katrin Ittensohn seinen klaren Erfolg. Foto: ks
Als seinen politischen Ziehvater und sein Vorbild sieht Steffen Vogel den langjährigen Stimmkreisabgeordneten und Finanz-Staatssekretär Albert Meyer an. Jetzt hat der Thereser die Möglichkeit, in die Fußstapfen Meyers zu treten, der mit seinen 19 Jahren Tätigkeit im bayerischen Finanzministerium als bestes Beispiel für Kontinuität in der Politik des Freistaates und vor allem des Kreises Haßberge gilt.

Steffen Vogel gewann bei der gestrigen Landtagswahl das Direktmandat für den Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld. Mit riesigem Vorsprung siegte der 39 Jahre alte Rechtsanwalt, Kreisrat (für die Junge Liste) und CSU-Kreisvorsitzende vor seinen Konkurrenten aus den anderen zehn Parteien und Wählergruppen.
"Ich fühle mich gut", sagte er gestern Abend in der alten Rathaushalle in Haßfurt, in der seine CSU eine Wahlparty abhielt und allen Grund zum Feiern hatte.

Ein Interview nach dem anderen

Ganz glücklich sah der 39-Jährige allerdings am Sonntagabend (noch) nicht aus. Lag es vielleicht daran, dass die Internet-Übertragung auf die große Leinwand in der Rathaushalle nicht gleich klappte, oder daran, dass er ständig Journalisten von Radio, Fernsehen und Zeitungen Rede und Antwort stehen musste? So richtig zum Feiern oder gar zum Genießen kam er nicht.

Im Landkreis Haßberge hat Steffen Vogel 24 081 Stimmen erhalten (53,64 Prozent). Im Stimmkreis Haßberge, der aus dem gesamten Landkreis Haßberge und etwa zwei Dritteln des Nachbarkreises Rhön-Grabfeld besteht waren es 39 825 Stimmen (52,33 Prozent).

Der Nächstplatzierte Matthias Kihn kam im Kreis Haßberge auf 7692 Erststimmen (17,13 Prozent). Der Mellrichstadter unterlag damit klar im Rennen um das Direktmandat. Und ob es Kihn noch über die Liste der SPD schafft, in den Landtag einzuziehen, ist fraglich.

"Näher am Menschen"

Obwohl er es nicht so zeigen konnte, freute sich Steffen Vogel ungemein über seinen Wahlerfolg und darüber, dass sich langjährige Arbeit für ihn und die CSU ausgezahlt habe. Das Motto seiner Partei, "Näher am Menschen", hat er stark auf sich bezogen. Er sei, sagte er unserer Zeitung in einer ersten Reaktion, ständig vor Ort gewesen und habe mit den Menschen gesprochen. "Wir müssen uns auch um die kleinen Dörfer kümmern", weiß er. Entsprechend hat er viele Kilometer in dem großen Stimmkreis zurückgelegt, um den Kontakt zu pflegen.

Der großartige Erfolg hat ihm für seine zukünftige Arbeit in München für den Stimmkreis den Rücken gestärkt. Er hat in seiner Partei eine gute Basis für seine politische Tätigkeit.

Enge Nominierung

Wenn man so will, war die Landtagswahl gestern die kleinere Hürde für Steffen Vogel, verglichen mit der Nominierung für die CSU im Stimmkreis. Da musste er sich noch in einer Kampfabstimmung gegen einen Mitbewerber aus den Reihen des CSU-Kreisverbandes Rhön-Grabfeld durchsetzen. Das war damals wesentlich knapper als das gestrige Ergebnis.

Wird er jetzt der neue Albert Meyer im Landtag? Steffen Vogel bekommt nun die Chance zu zeigen, was er in München kann.

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