Neuschleichach
Bürgerversammlung

Starke Leistung in Neuschleichach

Der Sportverein erledigte umfangreiche Arbeiten, und dafür gab es Lob. Kritik wurde laut wegen Lkw-Verkehr und Hunde-Tourismus.
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Der SV Viktoria Neuschleichach legte mit vielen Ehrenamtlichen im Sommer eine neue Wasserleitung zum Sportheim. Zukünftig soll auch der Sportplatzvorbereich befestigt werden. Christian Licha
Der SV Viktoria Neuschleichach legte mit vielen Ehrenamtlichen im Sommer eine neue Wasserleitung zum Sportheim. Zukünftig soll auch der Sportplatzvorbereich befestigt werden. Christian Licha

Großer Andrang herrschte im 280-Einwohner-Dorf Neuschleichach bei der Bürgerversammlung am Montagabend. Im Gasthaus Machtl drängten sich rund 60 interessierte Bürger, um von Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) über vergangene und zukünftige Projekte in der Gemeinde informiert zu werden.

Eine besondere Leistung haben im Sommer viele freiwillige Helfer für den SV Viktoria Neuschleichach erbracht. Wie Vorsitzender Dieter Dümmler ausführte, hat der Verein damals kurz vor den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Vereinsbestehen festgestellt, dass das Wasser im Sportheim verkeimt gewesen sei. Nach umfangreichen Planungen wurden 170 Meter neue Trinkwasserleitungen und 200 Meter Beregnungsleitungen über 28 Höhenmeter den Berg hinauf neu verlegt. Alle aktiven Fußballer und weitere ehrenamtliche Helfer packten gemeinsam an, um diese grandiose Leistung zu stemmen, wie sich Dümmler ausdrückte.

Sein besonderer Dank galt auch dem gesamten Gemeinderat, der die Baumaßnahme parteiübergreifend großzügig unterstützt habe. Ebenso waren viele Firmen daran beteiligt, die Maschinen und Mitarbeiter zur Verfügung stellten. Finanziell unterstützt hat die Maßnahme auch Gerhard Hofmann, der einen Betrag in Höhe von 1000 Euro dafür spendete. Ein Helferfest für alle Beteiligten wird voraussichtlich am Freitag vor Pfingsten im nächsten Jahr vor dem Dorffest stattfinden. Als zukünftiges Projekt steht beim SV Viktoria Neuschleichach die Befestigung des Sportplatzvorbereiches an.

Im Sinne vieler Mitbürger sprach Heinrich Schlichthorn den Lastwagenverkehr an, der täglich durch das Dorf fährt. Zwar habe man keinen direkten Durchgangsverkehr, aber die Sattelzüge, die eine ortsansässige Firma beliefern, fahren nach seinen Worten oft bis zum Wendehammer oder rangieren am Ortseingang in engen Seitenstraßen. Nachdem keine Wendemöglichkeit auf dem Firmengelände besteht, ist das die zurzeit einzige Möglichkeit für die schweren Laster. Schlichthorn betonte, dass man die Firma nicht verprellen möchte, und regte an, in der Nähe der Firmenzufahrt auf einer Wiese eine Wendemöglichkeit zu schaffen. Ebenso fragte Schlichthorn Bürgermeister Thomas Sechser, warum in diesem Jahr in Neuschleichach keine Feier zum Volkstrauertag abgehalten wurde.

Sechser betonte, dass jedes Jahr bei der Kirche und dem Kriegerverein angefragt werde, ob eine Feier gewünscht sei. Nachdem keine Rückmeldung kam, wurde in diesem Jahr darauf verzichtet. Auf Wunsch aller Anwesenden wurde jedoch für die Zukunft vereinbart, dass der Volkstrauertag als fester Gedenktag im Jahreslauf immer in Neuschleichach feierlich abgehalten wird.

Einen wahren "Gassi geh"-Tourismus sprach ein weiterer Versammlungsteilnehmer an. Viele Hundebesitzer fahren nach seiner Beobachtung extra nach Neuschleichach, um dort mit ihrem Vierbeiner spazieren zu gehen. Dagegen sei nichts einzuwenden, jedoch gebe es viele unappetitliche Hinterlassenschaften der Hunde, die die Besitzer nicht beseitigen. Bürgermeister Sechser sagte zu, einige Stationen mit Hundekotbeuteln und Mülleimern an den frequentierten Punkten anbringen lassen zu wollen.

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