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Haßfurt
Versorgung

Stadt Haßfurt spart viel Energie

Einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer modernen Energieversorgung will die Stadt Haßfurt gehen. Sie möchte im künftigen Baugebiet Osterfeld II, das für 92 Wohneinheiten im Anschluss an das Osterfeld-I-Gebiet in Richtung Wülflingen entsteht, ein neues Nahwärmenetz installieren.
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An das bestehende Baugebiet Osterfeld I schließt sich das geplante Baugebiet Osterfeld II an. Foto: Klaus Schmitt (Archiv)
An das bestehende Baugebiet Osterfeld I schließt sich das geplante Baugebiet Osterfeld II an. Foto: Klaus Schmitt (Archiv)
Der entscheidende Vorteil: "Wir sparen bis zu 30 Prozent der Energie", erklärte Norbert Zösch, der Leiter des Stadtwerks, dem Haßfurter Stadtrat. Das Ratsgremium tagte am Montagabend in der Stadthalle. Dazu waren auch zukünftige Bauherren eingeladen worden, die sich über das Vorhaben informieren konnten.

Für das bestehende Baugebiet Osterfeld I gibt es bereits ein Nahwärmenetz. Es arbeitet, wie Zösch erläuterte, mit hohen Temperaturen im Wasserkreislauf. Für Osterfeld II sollen nun ein Mitteltemperaturnetz und ein Kaltwärmenetz installiert werden, um die Häuser mit der Heizenergie zu versorgen.

Der Primärenergieträger ist Gas. Ferner werden, und das ist neu, die Erdwärme genutzt sowie Sonnenkollektoren eingebaut und ein Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) angeschlossen. Die einzelnen Haushalte brauchen nur noch einen Wärmetauscher einzubauen.
Für die Bauherren sei dieses Konzept "deutlich günstiger" im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen in jedem Haus, sagte Zösch. Die einmaligen Anschlusskosten pro Haus bezifferte er auf rund 3000 Euro.

Um das Netz betreiben zu können, benötigt das Stadtwerk nach seinen Angaben eine Anschlussquote von mindestens 40 Prozent. Für die künftigen Bauherren will die Stadt in Kürze eine Informationsveranstaltung abhalten.
Der Stadtrat sprach sich bei einer Gegenstimme (Dritter Bürgermeister Stephan Schneider, SPD) dafür aus, das dreistufige Nahwärmenetz für Osterfeld II zu realisieren. Voraussetzung ist, dass die 40-prozentige Anschlussquote erreicht wird. Ob die 40 Prozent realistisch sind, soll bei der Versammlung für die Bauherren abgefragt werden.

Bürgermeister Günther Werner (WG) und die meisten Stadträte gehen davon aus, dass das Nahwärmenetz die Osterfeld-II-Bewohner überzeugen wird. Haßfurt unternehme, so Werner, damit einen weiteren Schritt in seiner Vorreiterrolle als ein moderner Energieversorger.



Was bekommen die Bürgermeister?


Finanzen: Der Haßfurter Stadtrat hat festgelegt, welche Mittel die drei Bürgermeister erhalten. Dazu wurden in der Ratssitzung am Montagabend in der Stadthalle mehrere Beschlüsse gefasst. Jedes Votum fiel einstimmig aus. Es gab keinerlei Diskussionen im Rat.

Amtsinhaber: Der Erste Bürgermeister Günther Werner, der laut Sitzungsvorlage in der Besoldungsgruppe B 2 der bayerischen Besoldungsordnungen A und B eingestuft ist, bekommt eine monatliche Dienstaufwandsentschädigung von 687,56 Euro. Das Geld wird bezahlt für "durch das Amt bedingt Mehraufwendungen in der Lebensführung".

Stellvertreter: Der Zweite und der Dritte Bürgermeister bekommen ebenfalls Dienstaufwandsentschädigungen. Damit wird die Vertretung ausgeglichen, die die beiden Stellvertreter von Günther Werner leisten werden. Laut Beschluss erhält der Zweite Bürgermeister (Michael Schlegelmilch, CSU) monatlich 570 Euro und der Dritte Bürgermeister (Stephan Schneider, SPD) 480 Euro. ks



Haßfurt will Auswüchse auf den Grünanlagen verhindern

Die Stadt Haßfurt will mehr Ordnung auf ihren öffentlichen Flächen schaffen und Auswüchsen Einhalt gebieten. Dazu verschärfte der Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend in der Stadthalle die Satzung über die Benutzung der öffentlichen Grünanlagen und Begegnungsplätze in der Form, dass zwischen 22 und 7 Uhr der Alkoholgenuss dort verboten ist. Mit 13 zu zehn Stimmen akzeptierte der Stadtrat die Satzungsänderung, die auf eine Empfehlung der Polizei zurückgeht. Nicht alle Stadträte sind davon überzeugt, dass die Neuerung etwas bringen wird.

Das Problem liegt in der Promenade in Haßfurt. Dort treffen sich nach den Feststellungen der Stadt "fast täglich" Personen in den Abendstunden, die durch ihr Verhalten (lautes Reden, Alkoholgenuss) die Anwohner stören. Die Beeinträchtigungen gehen so weit, dass Vermieter befürchten, keine Mieter mehr für ihre Wohnungen zu finden.

Natürlich wurde wiederholt die Polizei eingeschaltet. Aber deren Möglichkeiten sind begrenzt. Sie müsste die Ruhestörer quasi auf frischer Tat ertappen. Aber sobald ein Streifenwagen auftaucht, ist alles friedlich.
Gegen einzelne Personen sind Platzverweise ausgesprochen und Bußgelder verhängt worden. In zwei Fällen wurde sogar Erzwingungshaft angedroht. Alles umsonst. Die Situation hat sich nicht gebessert.

Die Polizei hat nun vorgeschlagen, dass die Stadt ihre Grünanlagen-Satzung dahingehend ändert, dass ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gilt. Das würde der Polizei ein Mittel in die Hand geben, um gegen Auswüchse vorzugehen.

Nicht jeder Stadtrat ist von diesem Werkzeug überzeugt. Die Situation werde sich nicht ändern, befürchten die einen. Möglicherweise werde das Problem nur verlagert, gaben die anderen zu bedenken. Dennoch stimmte der Stadtrat mit knapper Mehrheit der Änderung zu.

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