Eltmann
Verkehr

Stadt appelliert an die Autofahrer

Der Wunsch von Anliegern der Rückertstraße nach einem Tempolimit führte zu einer Grundsatzdiskussion im Eltmanner Bauausschuss.
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Tempo 30 wünschen sich die Anlieger der Rückertstraße in Eltmann. Der Bauausschuss schaute sich dort um.  Sabine Weinbeer
Tempo 30 wünschen sich die Anlieger der Rückertstraße in Eltmann. Der Bauausschuss schaute sich dort um. Sabine Weinbeer
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Mit zwei schadhaften Straßen und einem Antrag auf Verkehrsberuhigung befasste sich der Bauausschuss des Stadtrates Eltmann in seiner Sitzung am Montagnachmittag. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Wenn sich Autofahrer gemäß der Straßenverkehrsordnung verhalten würden, bräuchte es viele Schilder nicht.

Im konkreten Fall geht es um die Rückertstraße in Eltmann, eine schmale Wohnstraße in Eltmann. Steil geht es hinauf und schon beim Einbiegen mussten Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) und die Bauausschussmitglieder vorsichtig fahren, weil das erste geparkte Auto die Einfahrt bremste. Ein abbiegendes Müllfahrzeug oder auch ein Rettungswagen hätte erste Probleme gehabt. Weiter oben, wo die Straße parallel zum Hang führt, ist fast durchgängig einseitig geparkt. "Kein vernünftiger Mensch fährt hier schneller als 30, eher langsamer", sagte Stadtrat Bruno Wittig (CSU). Dennoch klagen Anwohner über zu schnelles Fahren und wünschen sich eine Beschränkung auf 30 Stundenkilometer.

Das ist laut Stadtverwaltung und Polizei eigentlich nicht nötig und wahrscheinlich auch nicht zielführend, denn "wer da zu schnell fährt, der schaut auch nicht auf Schilder", so Bürgermeister Michael Ziegler. "Schließlich muss man innerhalb geschlossener Ortschaften immer angepasst fahren und jederzeit anhalten können", erklärte er. Zudem ist die Rückertstraße in einem Teilbereich nur 4,60 Meter breit. Halbseitiges Parken ist nur erlaubt, wenn eine Restbreite von 3,05 Metern für Rettungsfahrzeuge und die Müllabfuhr zur Verfügung steht - das ist hier nicht gegeben.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die Installation von Schildern keine Verbesserung bringen wird. Weil dieses Thema auch in vielen anderen Wohnstraßen immer wieder aufgeworfen wird, will der Bürgermeister im Mitteilungsblatt nochmals generell auf das Fahrverhalten in Wohngebieten eingehen.

Zur Rückertstraße gehört auch eine Stichstraße, die nochmals steil den Berg hinauf führt. Die Fahrbahn ist in einem schlechten Zustand und die Querrinne am Fuß verdrückt, zu klein dimensioniert und daher fast immer zugesetzt. So schießt das Wasser bei Regen bis hinunter auf die Limbacher Straße. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine mögliche Straßensanierung zu prüfen; auf jeden Fall muss an der Einmündung eine Schwerlastrinne eingebaut werden.

Saniert wird die Straße "Am Öhrberg", ebenfalls steil und mit Schlaglöchern reich "gesegnet". Bürgermeister Michael Ziegler informierte den Ausschuss, dass die Ausschreibung erfolgreich war. Rund 54 000 Euro wird es kosten, die Oberfläche abzufräsen und eine neue Deckschicht aufzubringen.

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