Stettfeld
Fußball

Zwei Burger für den SC Stettfeld

Dass Marco Wagner den SC Stettfeld verlässt, ist bekannt. Jetzt steht sein Nachfolger fest: Dieter Burger übernimmt das Traineramt beim A-Klassisten.
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Wird seinen Vater Dieter in der kommenden Saison beim SC Stettfeld auf dem Platz unterstützen - wenn er die Zeit dafür findet: Tobias Burger  Foto: Günther Geiling
Wird seinen Vater Dieter in der kommenden Saison beim SC Stettfeld auf dem Platz unterstützen - wenn er die Zeit dafür findet: Tobias Burger Foto: Günther Geiling

Eigentlich, daraus macht Herbert Hümmer keinen Hehl, war der SC Stettfeld erneut auf der Suche nach einem Spielertrainer. "Wir haben mit dieser Variante sehr gute Erfahrungen gemacht", erklärt der Abteilungsleiter des Schweinfurter A-Klassisten (4./29) gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info.

Doch der Markt gab, nachdem der Abschied von Marco Wagner feststand, einfach nicht das passende Angebot her. "Ich habe sehr viele Gespräche geführt", sagt Hümmer. Der eine oder andere Interessent entschied sich letztendlich gegen den SC und für Mitbewerber. "Aber es gab auch einige Kandidaten, die gerne zu uns gekommen wären, aber entschieden haben, erst einmal eine Pause einzulegen, oder die nicht mehr als Spielertrainer arbeiten wollen oder bereits als Spieler bei ihrem bisherigen Verein zugesagt haben."

Dieter Burger übernimmt den SCS

Deswegen reifte mehr und mehr der Plan, der jungen Mannschaft, die in der A-Klasse Schweinfurt 5 in den vergangenen Jahren stets im vorderen Feld mitgemischt hat und auch in dieser Runde als Vierter mit nur drei Punkten Rückstand auf die Spitze noch gute Aufstiegschancen hat, einen erfahrenen Mann an die Linie zu stellen, der von außen coacht. "Wir haben jetzt eine sehr gute Lösung gefunden", sagt Hümmer und freut sich. Der Neue ist in Stettfeld kein Unbekannter. Sein Name: Dieter Burger. Der 59-Jährige ist der Vater von Tobias Burger, der den SC von 2013 bis 2015 trainiert hat und dem Verein auch in seiner Zeit als Trainer des Bezirksligisten FSV Krum stets eng verbunden blieb. "Natürlich hat uns Tobias Burger bei der Suche geholfen", sagt der Abteilungsleiter.

Vater-Sohn-Gespann funktioniert

Sein Vater war dabei durchaus eine naheliegende Lösung. "Er war stets eng dran und hat seinen Sohn schon damals immer unterstützt und auch einmal eine Einheit übernommen, wenn er nicht konnte", sagt Hümmer. Ein Modell, das ebenso bei den anderen Stationen von Tobias Burger, beim TSV Dankenfeld, bei der U17 des FC Eintracht Bamberg und zuletzt beim FSV Krum griff. Dieter Burger war für seinen Sohn nicht nur ein enger Vetrauter, sondern stets auch als eine Art Co- oder Vertretungs-Trainer aktiv.

Aufstieg 2005 mit Dankenfeld

In der ersten Reihe stand der erfahrene Coach, der Mitte der 90er Jahre seinen B-Schein gemacht hat, allerdings schon mehr als zehn Jahre nicht mehr. In der Saison 2004/2005 übernahm er das Traineramt beim TSV Dankenfeld und führte die Mannschaft auf Anhieb in die Kreisklasse. Später war Dieter Burger, von Berufs wegen selbstständiger Stukkateurmeister, auch als Spieler und Trainer beim Bamberger A-Klassisten DJK Zettmannsdorf aktiv.

"Ich freue mich auf die Herausforderung", sagt der erfahrene Übungsleiter. "Beim SC Stettfeld hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Das Team ist engagiert und auch das Umfeld passt hervorragend." Aus der Zeit mit seinem Filius beim A-Klassisten wisse er zudem genau, was ihn erwartet.

So wie er als Vater damals unterstützend dabei war, wird der Papa künftig in jedem Fall auf die Hilfe seines Sohnes zählen können - sei es beim Training oder auch auf dem Platz. Tobias Burger, der den FSV Krum im Herbst für einen Honorar-Tätigkeit im Trainerstab des Bayerischen Fußball-Verbands verlassen hat, wird ab der neuen Saison seinen Spielerpass beim SC Stettfeld "lagern".

Auch Paul Simon kehrt zurück

"Wenn ich nicht gerade in Oberhaching Lehrgänge oder Fortbildungen leite oder als Bergführer für die Bundeswehr unterwegs bin, spiele ich gerne und will der Mannschaft helfen", sagt der 35-Jährige und schmunzelt. "Vorausgesetzt mein Vater stellt mich auf." Zuletzt hatte der seinen Sohn in der C-Jugend beim TSV Dankenfeld unter seinen Fittichen.

Neben dem eigenen Nachwuchs kann der künftige Stettfelder Coach auf einen weiteren Rückkehrer setzen. Paul Simon wird dann wieder für den Sportclub auflaufen. Der 27-jährige Keeper war im Sommer 2016 zur SpVgg Trunstadt gewechselt und hat sich dort als Nummer 1 in der Kreisliga und Kreisklasse etabliert. In seiner Datenbank sind bisher 63 Partien notiert, davon auch die eine oder andere als Feldspieler.

In Stettfeld soll er zwischen den Pfosten die Nachfolge von Tobias Deuber antreten, den es im Sommer nach vielen Jahren beim SCS zurück in den Kreis Bamberg zieht. Er wechselt zum FC Viereth. "Dass wir Paul Simon wieder für uns gewinnen konnten, war mir sehr wichtig", sagt Hümmer. Für den Abteilungsleiter ist es übrigens keinesfalls schon jetzt ausgemacht, dass der neue Coach und der neue Keeper bei einem A-Klassisten antreten. "Wir stehen gut da und haben eine gute Vorbereitung gehabt. Vielleicht geht ja noch was", sagt er und schielt durchaus noch auf den Meistertitel oder den Relegationsrang.

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