Zeil am Main
Kegeln

Zeiler belohnen sich für ihre lange Anfahrt mit einem Sieg

Der Zweitligist SKK Gut Holz Zeil steht zum ersten Mal im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs. Beim Verbandsligisten SG Zechin gelingt ein 5:3-Erfolg.
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Der Zeiler Routinier Holger Jahn trumpfte im Brandenburgischen auf. Foto: Günther Geiling
Der Zeiler Routinier Holger Jahn trumpfte im Brandenburgischen auf. Foto: Günther Geiling

Mit rund 530 Kilometern war die Anfahrt ins brandenburgische Zechin die wohl bisher weiteste der Vereinsgeschichte. Für ihren Aufwand wurden die Zweitligakegler von Gut Holz Zeil mit dem Einzug ins Achtelfinale des deutschen Pokalwettbewerbs belohnt, was ebenfalls in der Geschichte des SKK Gut Holz Zeil noch nicht da war. Beim Verbandsligisten SG Zechin setzten sich die Ostunterfranken in der dritten Pokalrunde mit 5:3 durch.

Nachdem die Zeiler bereits tags zuvor nach Brandenburg gefahren waren, schieden Reisestrapazen als Ausrede aus. Gegen das Zeiler Startduo Holger Jahn und Marco Endres setzte der Gastgeber Marco Specht und Robert Lehmpfuhl. Endres begann mit 130 Kegeln verhalten, denen der Kapitän der Zechiner, Lehmpfuhl, 133 dagegensetzte. Wer dachte, dass Endres nach 154 Kegeln in Satz 2 (Lehmpfuhl 144) die Partie nun in seine Richtung lenkte, wurde eines besseren belehrt. Lehmpfuhl agierte weiter sehr forsch und besiegte den Zeiler U23-Nationalspieler mit 3:1 Sätzen und 556:540 Kegeln.

Deutlich besser machte es Jahn. Auf der schwer zu bespielenden Anlage am Oderbruch spielte das Zeiler Urgestein seine ganze Routine aus und zauberte mit 587 Kegeln die Tagesbestleistung auf die Bahnen. Sein Gegenüber Marco Specht konnte dabei mit seinen 512 Kegeln Jahn zu keiner Zeit folgen.

Mit einem 1:1 nach Mannschaftspunkten (MP) und einem Vorsprung von 59 Kegeln schickten die Zeiler Kapitän Olaf Pfaller und Marcus Werner gegen Daniel Schneider und Karsten Trabs ins Rennen. Pfaller kam mit 110 und 124 Kegeln mit der Anlage zunächst gar nicht zurecht. In den Sätzen 3 und 4 ließ Pfaller 141 und 134 Kegel folgen. Schneider und der nach 75 Wurf eingewechselte Andy Seidemann hatten mit ebenfalls harmlosen 524 Kegeln dennoch die Nase vorne und holten sich den zweiten MP für die SG Zechin. Werner startete gegen Trabs mit einem Unentschieden (138:138). Nachdem Satz 2 mit 153:134 Kegeln an den Brandenburger gegangen war, war für Werner klar, dass er nun beide Sätze gewinnen musste. In eindrucksvoller Weise holte er dabei in Satz 4 die Zeiler zurück ins Spiel, als er Trabs mit 153:115 Kegeln alt aussehen ließ. Werner setzte sich mit 2,5:1,5 Sätzen und starken 571:546 Kegeln durch und glich zum 2:2 nach MP aus.

Der Vorsprung des SKK Gut Holz Zeil war dank der Glanzvorstellung von Werner in Satz 4 von 59 auf 69 Kegel angewachsen. Oliver Faber, der für den urlaubenden Bastian Hopp ins Team gerückt war, und Patrick Löhr hatten nun die Aufgabe, diesen Vorsprung über die Ziellinie zu bekommen. Nachdem Faber mit Karsten Glatzer den derzeit besten Spieler der Gastgeber gegen sich sah, lagen die Hoffnungen also auf Löhr, der auf Thomas Buchholz traf.

Löhr, der sich nach einem Durchhänger in Satz 3 auf 528 Kegel mühte, musste nach 1:3 Sätzen seinen MP dem Zechiner Buchholz (558) überlassen. Faber lieferte eine tolle Vorstellung und hatte Glatzer im Griff. Mit Durchgängen von 124, 157, 148 und 134 Kegeln landete Faber nach 120 Wurf bei starken 563 Kegeln, womit er Glatzer (526) deutlich in die Schranken wies.

Hoffen auf ein gutes Los

Beide Teams hatten je drei direkte Duelle für sich entscheiden, weshalb das Gesamtergebnis den Ausschlag gab. Der Zweitligist aus Zeil sicherte sich mit 3222:32298 Kegeln weitere zwei MP. Nun hoffen die Zeiler auf ein Heimspiel in der nächsten Runde, die am Samstag, 7. Dezember, ausgetragen wird. Einige der möglichen Gegner wären neben dem Abonnementsmeister SKV RW Zerbst der SKC Victoria Bamberg, TSV Breitengüßbach, FEB Amberg oder ZF Friedrichshafen. Insgeheim allerdings hoffen die Zeiler auf einen etwas leichteren Gegner, um den Sprung ins Viertelfinale schaffen zu können.

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