Eltmann
2. Volleyball-Liga Süd

Viele Konkurrenten jagen den VC Eltmann

Der Meister der Vorsaison, VC Eltmann, stellt sich auf einen harten Kampf um die Spitzenplätze in der 2. Volleyball-Liga Süd ein.
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"Ich glaube nicht, dass der Meister am Ende der Saison nur vier Niederlagen haben wird", sagt Rolf Werner. Dies gelang den Eltmannern in der Runde 2016/17. Der erfahrene Sportvorstand und Manager des VC Eltmann sieht sein Team bei dem Versuch, seinen Titel in der 2. Volleyball-Liga Süd zu verteidigen, vor einem schweren Weg. Und das liegt nicht in erster Linie daran, dass die Liga auf 14 Mannschaften gewachsen ist, denn das dazu gekommene Team vom Volleyball-Internat Frankfurt zählt sicher nicht zu den Anwärtern auf einen Vorderplatz. "Die Spitze ist sehr breit geworden", meint Werner. Dass die Oshino Volleys mit dem Ziel antreten, erneut Meister zu werden, ist klar. Klar ist aber auch, dass sie von den Konkurrenten gejagt werden, dass gegen den Titelverteidiger jeder Gegner besonders angespornt ist.

Zum Kreis der Anwärter auf die Meisterschaft zählt der VC-Sportvorstand vor allem vier Kontrahenten: den Zweiten der Vorsaison, SV Schwaig, den in der vergangenen Rückrunde wiedererstarkten SV Fellbach, den unterfränkischen Nachbarn TV/DJK Hammelburg, der seinen Kader nun breiter aufgestellt habe, und den ebenfalls verstärkten GSVE Delitzsch. Viel werde davon abhängen, welche Mannschaft mit wenigen Verletzungen durch die Saison komme. Da die Eltmanner auf fast allen Positionen doppelt besetzt sind, hatten sie im Vorjahr gegenüber den meisten Gegnern einen Vorteil. Doch der, so Werner, sei kleiner geworden. Natürlich wolle der VCE wieder ganz oben mitmischen, "aber wenn es dumm läuft, kann am Ende auch Platz 4 oder 5 herausspringen", sagt er.


Überzeugt von den "Neuen"

Ohne Thiago Welter und Nicola Poluga, die beide den Verein verlassen haben, und Heriberto Quero, der das Team nun als Assistent von Trainer Milan Maric unterstützt, gehen die Oshino Volleys mit etwas verändertem Gesicht in die neue Runde. Doch die "Neuen", von denen zwei ja gar nicht so neu sind, haben den Manager überzeugt. "Max Kessel hat zwar zuletzt in der Zweiten Mannschaft gespielt, kennt aber natürlich unsere Spieler. Und Marko Knauer kehrt ebenfalls zu uns zurück", sagt er.

Bleiben Daniel Schmitt und Max Bibrack. Schmitt hat in der Vorsaison in Dresden seine Klasse gezeigt, seine Verpflichtung stellt sicher, dass die Eltmanner nun auch auf der Zuspieler-Position neben Merten Krüger eine Alternative haben. "Dass wir ihn geholt haben, war mit Merten Krüger abgesprochen. Er liebt ja diese Situation, den Konkurrenzkampf, er weiß, dass das für die Mannschaft nur gut sein kann, und genau das ist sein Ziel", erklärt Werner. Dem jungen Max Bibrack "traue ich sehr, sehr viel zu, er wird seinen Weg machen, auch wenn man natürlich abwarten muss, wann er die Gelegenheit bekommt, sich zu zeigen". Der Saisonauftakt mit den zwei Auswärtsspielen in Frankfurt und Mainz innerhalb von zwei Tagen habe es in sich, "und da wird der Trainer natürlich den Teufel tun und experimentieren".

Kurzfristig zu den Eltmannern gestoßen ist der 18-jährige Bulgare Stojan Dimitrov, Jugend-Nationalspieler seines Landes, dessen Vater seit Jahren in Nürnberg lebt und der nun nach Beendigung der Schule ebenfalls nach Franken gekommen ist. "Er ist noch Jugendlicher, wird bei uns ein Doppelspielrecht bekommen und mit der Mannschaft trainieren. An ihm werden wir noch viel Freude haben", erklärt Werner.


Noch kein Maßstab

Im Training standen in den letzten Wochen vor dem Saisonstart vor allem spielnahe taktische Übungen im Blickpunkt, Trainer Maric habe an allen Aspekten des Spieles gearbeitet, sei es nun Block, Abwehr oder Aufschlag. Wer die 2. Liga verfolgt und auch die tollen Leistungen der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gesehen hat, hat bemerkt, dass gerade in Sachen Aufschlag riesige Unterschiede bestehen. "Jeder Trainer hat seine eigene Philosophie, und Nationaltrainer Giani setzt extrem darauf, mit dem Aufschlag Druck zu machen. Deshalb hat er sich auch die entsprechenden Spieler ausgesucht", erklärt Werner, "die sind schon außergewöhnlich" und deshalb sicher kein Maßstab für die Eltmanner.

Seine Mannschaft sieht der Eltmanner Sportvorstand gut vorbereitet, nicht nur durch das Training, sondern auch durch die beiden Vorbereitungsturniere in eigener Halle und in Grafing. Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der Teams ließen sich aus diesen Tests allerdings keine ziehen, "da hat ja keine Mannschaft mal mit ihrer Stammsechs gespielt", um nicht die Karten aufzudecken, weiß er. Die Partien seien wichtig für die Spieler gewesen, um wieder Wettkampfluft zu schnuppern. Wo die Eltmanner zum Saisonstart stehen, wird sich erst in Frankfurt, vor allem aber tags darauf in Mainz zeigen.
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