Eltmann

Überraschung bleibt aus: Eltmann unterliegt den Alpenvolleys Haching

Die Heitec Volleys verlieren in der Bundesliga gegen die Alpenvolleys Haching, feiern aber zumindest einen furiosen Satzgewinn.
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Der Hachinger Jordan Richards  nimmt es mit dem Drei-Mann-Block der Heitec Volleys auf.  Irfan Hamzagic, Mathäus Jurkovics und Carlos Antony (von links) hatten oft Mühe, den Australier zu stoppen. Ryan Evans
Der Hachinger Jordan Richards nimmt es mit dem Drei-Mann-Block der Heitec Volleys auf. Irfan Hamzagic, Mathäus Jurkovics und Carlos Antony (von links) hatten oft Mühe, den Australier zu stoppen. Ryan Evans

Nichts war es mit der nächsten Überraschung der Heitec Volleys: Die Eltmanner unterlagen am Mittwochabend den Tabellenzweitender Volleyball-Bundesliga, den Alpenvolleys Haching. Damit verlor das Team von Trainer Marco Donat erstmals nach eineinhalb Jahren wieder ein Spiel in der eigenen Georg-Schäfer-Halle.

"Glückwunsch an Haching, sie haben gut aufgeschlagen und gezeigt, welche Qualität sie haben", sagte Donat. "Den dritten Satz gewinnen wir vielleicht etwas glücklich, aber das muss man sich gegen ein Team wie Haching erst einmal erarbeiten. Das haben Luuc van der Ent und Irfan Hamzagic in dieser Situation gemacht. Am Ende ist Haching die "erwachsenere" Mannschaft und gewinnt damit verdient."

Hachings Trainer Stefan Chrtiansky sagte: "Für uns war das ein enorm wichtiger Sieg. Es war genauso wie erwartet: Nach einer ersten Phase, wo wir wirklich gut gespielt haben, haben wir nachgelassen. Die Präzision in der Annahme hat uns gefehlt und Eltmann war wieder da. Wir haben schon im zweiten Satz Probleme gehabt und den dritten Satz muss man nach Hause spielen, auch wenn die Aufschläge von Eltmann gut waren. Natürlich bin ich mit dem dritten Satz nicht zufrieden. Wichtig sind aber die drei Punkte, das war unser Ziel und das haben wir geschafft."

1. Bundesliga

Heitec Volleys Eltmann -Alpenvolleys Haching 1:3 (19:25, 23:25, 25:23, 19:25)

Eltmann war schnell auf Betriebstemperatur. In der Defensive räumte Shunsuke Watanabe auf, was Luuc van der Ent und Mathäus am Block durchließen. Dass nicht alles klappte, lag auch an der Qualität des Gegners. Gerade über ihren Diagonalangreifer Paulo Costa da Silva forcierten die Hachinger immer wieder ihr Offensivspiel. Auch in der Defensive legte der Tabellenzweite schnell zu.

Die Annahme funktionierte besser, so dass Haching ein kleines Polster aufbaute (11:7). Den Vorsprung hielten die Gäste aufrecht (16:12), auch wenn die Eltmanner immer wieder gute Momente hatten. So auch als beispielsweise Jordan Richards am massiven Drei-Mann-Block der Heitec Volleys scheiterte.

Näher heran kamen die Eltmanner nicht, zu stark präsentierte sich der Favorit. Immerhin taute in der Schlussphase des ersten Satzes der bis dahin unauffällige Irfan Hamzagic etwas auf. Sein Angabenfehler besiegelte allerdings den Satzverlust für die Heitec Volleys.

Haching legt schnell vor

In Durchgang 2 lagen die Hachinger schnell mit 3:0 in Front. Donat reagierte und brachte Fabian Sagstetter für Tomas Halanda gegen seine alten Kollegen. Bis zur ersten technischen Auszeit kämpften sich die Eltmanner wieder etwas heran (6:8).

Und es kam noch besser: Sagstetter und Hamzagic brachten die Heitec Volleys mit drei Punkten in Folge 11:10 in Führung. Die Eltmanner waren nun wacher als zu Beginn des Satzes, offensiv wie defensiv klickte es wieder besser (17:14). Dass den Hachingern einfache Annahmefehler unterliefen, half zusätzlich. Doch dabei blieb es nicht. Die Gäste schlugen zurück, schafften den Ausgleich und holten sich den zweiten Durchgang.

Eltmann gibt nicht auf

Zu Beginn des dritten Satzes waren es van der Ent und die Fehler der Gäste, die den Eltmannern einen guten Start bescherten (4:2). Doch die Hachinger konnten sich in dieser Phase auf Richards verlassen, der den Favoriten wieder nach vorne brachte (8:6). Hängen ließen sich die Heitec Volleys deswegen nicht. Mit viel Einsatz kämpften sie um jeden Ball. Und sie versuchten alles, um noch einmal ins Match zurückzukommen.

Haching hatte zunächst eine Antwort parat. Und die hieß Richards, der den Eltmannern große Probleme bereitete. Seine Angriffsschläge führten immer wieder zu Punkten. Was dann folgte, hielten wohl die wenigsten der offiziell 305 Zuschauer für möglich. Mit einem 7:0-Lauf stürmte das Donat-Team zum Satzgewinn. Statt einem lockerem 3:0-Sieg mussten die Gäste auf einmal Überstunden schieben.

Für die Heitec Volleys war der vierte Satz dagegen eine Zugabe. Zwar legten die Hachinger zunächst erfolgreich vor, abschütteln ließen sich die Eltmanner aber nicht (9:10). Als der Rückstand erstmals auf drei Zähler anwuchs (10:13), reagierte Donat prompt mit einer Auszeit. Verkürzen konnten sein Team allerdings nicht. Stattdessen zogen die Gäste weiter davon (20:15).

Die Heitec Volleys benötigten ein weiteres Comeback. Was im Satz davor eindrucksvoll gelang, klappte diesmal nicht. Die Alpenvolleys brachten ihren Vorsprung sicher ins Ziel. Den ersten Matchball wehrten die Unterfranken noch ab, doch Tommi Siirilä machte mit einem Angriffsschlag durch die Mitte alles klar. reu

Statistik des Spiels

Eltmann: Watanabe (Libero) - Hamzagic, Antony, Halanda, Jurkovics, van der Ent, Prokopczuk, Filho, Sagstetter, Peemüller / Unterhaching: Ringseis (Libero) - Clere, Gelinski, Richards, Štalekar, Francês, Costa da Silva, Koncal, Siirilä, Cross, Souza da Silva, Kronthaler / Schiedsrichter: Knebel (Fürth), Srdjan (Mühlheim am Main) / Zuschauer: 305 / Gold-MVP: Paulo Costa da Silva (Unterhaching)/ Silber-MVP: Luuc van der Ent (Eltmann)

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