Haßfurt

Trainer Kacharvich stellt sich den Fans vor

Beim ersten Fan-Stammtisch des ESC Haßfurt nach dem Aufstieg in die Bayernliga stellte sich der neue Trainer Doug Kacharvich den "Hawks"-Fans vor. Auch der erste Neuzugang steht bereits fest. Ales Stribny kommt vom Liga-Konkurrenten Höchstadter EC.
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Sehr ehrgeizig sind beide. Beim Stammtisch stellten sich der neue "Hawks"-Trainer Doug Kacharvich (rechts) sowie Stefan Siebert (links) den Fans vor. Siebert leitet das Sommertraining. Ob er danach weiter für den ESC Haßfurt tätig ist und in welcher Funktion, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.
Sehr ehrgeizig sind beide. Beim Stammtisch stellten sich der neue "Hawks"-Trainer Doug Kacharvich (rechts) sowie Stefan Siebert (links) den Fans vor. Siebert leitet das Sommertraining. Ob er danach weiter für den ESC Haßfurt tätig ist und in welcher Funktion, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.
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"Es tut sich wirklich, wirklich viel", betonte Vorsitzende Kerstin Gollbach. Die anwesenden Anhänger konnten sich beim Fanstammtisch des Eishockey-Bayernliga-Aufsteigers ESC Haßfurt davon überzeugen, dass in den letzten Wochen und Monaten nach dem Saisonende hinter den Kulissen fleißig gearbeitet wurde. Und es geht weiter voran. Vor allem die geplante und auch erforderliche Umstrukturierung innerhalb des Vereins macht Fortschritte.

So soll die Vereinsspitze zukünftig nicht mehr wie bisher aus drei Vorsitzenden bestehen. Geplant sind vielmehr vier Arbeitsgruppen mit mehreren Verantwortlichen: Erste Mannschaft, Marketing, Nachwuchs und Veranstaltung/Organisation, wobei Letztere allerdings nicht in der Geschäftsführung vertreten sein wird.

Last auf mehrere Schultern verteilen

"Es ist wesentlich einfacher, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen", betonte Uwe Marx aus
Zeil, der sich unter anderem um den Bereich Öffentlichkeitsarbeit kümmern wird. Der Verein versuche, "ein Konzept zu erstellen, dass zu Haßfurt passt." Abgesegnet werden muss die Neuausrichtung allerdings von der Mitgliederversammlung. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

Unterdessen ist Marx "sehr froh", einen erfahrenen Trainer für die in die Bayernliga aufgestiegenen "Hawks" verpflichtet zu haben. "Er kann uns weiterbringen", zeigte sich Marx zuversichtlich. Und der bereits mit vielen Vorschusslorbeeren ausgestattete Doug Kacharvich erhöhte bei seiner persönlichen Vorstellung im "Hawks Inn" seine Sympathiewerte im Eiltempo. Der in Mannheim lebende Kanadier ist ein Eishockeykenner und -fachmann par excellence.

Herausforderung Bayernliga

"Die Bayernliga mit ihren 16 Mannschaften ist eine sehr starke und die konstanteste Liga", sagte Kacharvich und machte deutlich, dass die anstehende Saison für die "Hawks" eine "echte Herausforderung" werde. Er hoffe jedenfalls gerade dann auf "Unterstützung, wenn wir verlieren." Der 66-Jährige bezeichnete sich als "sehr ehrgeizig." Dies würden auch die Spieler zu spüren bekommen. "Manche werden sich vielleicht beschweren. Aber ich will Spieler mit der richtigen Einstellung", sagte Kacharvich.

Nachdem mit Matthias Brahmer, der erst Anfang Dezember zum ESC gestoßen ist, einer der Leistungsträger seinen Vertrag verlängert hat, stellte sich zudem der erste Neuzugang für die Saison 2013/2014 vor: Ales Stribny, der in den vergangenen sechs Jahren beim Ligakonkurrenten Höchstadter EC aktiv war. "Ich war sehr positiv überrascht", sagte der 28 Jahre alte Angreifer nach einem Gespräch mit den ESC-Verantwortlichen. Weil es mit dem Spielertrainer der "Alligators", Daniel Jun, oftmals unterschiedliche Auffassungen gab, wollte er "unbedingt weg. Ich suche jetzt eine neue Herausforderung und will den Leuten beweisen, dass ich Eishockey spielen und viele Tore machen kann. Ich glaube, dass ich in der Mannschaft eine gute Rolle spielen kann."

Seit zehn Jahren in Deutschland

Der Tscheche, der bereits seit zehn Jahren in Deutschland lebt und einen deutschen Pass besitzt, kam wegen der Unstimmigkeiten gegen Saisonende nicht mehr regelmäßig zum Einsatz. Ales Stribny war in seinem Heimatland und bei den Vancouver Giants in Kanada aktiv, ehe er 2004 zu den Lausitzer Füchsen wechselte. Weitere Stationen in Deutschland waren Braunlage, Jonsdorf sowie Ulm/Neu-Ulm.

Mit weiteren potenziellen Neuzugängen sowie natürlich den "Hawks" aus der letzten Saison würden Gespräche derzeit laufen. Kontakte zu jungen Akteuren, etwa aus Berlin, sind bereits vorhanden. Deshalb ist der Verein auch auf der Suche nach Gastfamilien, die bereit sind, junge Spieler während der Saison bei sich aufzunehmen. Interessenten können sich bei Kerstin Gollbach, Telefon 0175/ 7711814, melden.

Stefan Siebert leitet zunächst das Sommertraining

Zum Beginn des Sommertrainings soll der Kader weitgehend gefüllt sein. Diese Übungseinheiten werden dann nicht von Kacharvich persönlich geleitet, weil er erst ab August in der Kreisstadt wohnt. Verantwortlich ist Stefan Siebert (38) aus Westheim, der zuletzt unter anderem die Bundesliga-Damenmannschaft der "Wild Panthers" des ERC Ingolstadt trainierte. Ob der Postbeamte, der bereits für den damaligen ERC Haßfurt im Einsatz war, nach der Sommervorbereitung auch weiterhin zur Verfügung steht, wird derzeit geklärt. Der große Wunsch seitens des Vereins ist jedenfalls vorhanden.

Chance für den Nachwuchs

"Wir arbeiten Schritt für Schritt", verdeutlichte Doug Kacharvich, der bei den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten als sportliches Ziel "ganz klar Klassenerhalt" nannte, am Ende. "Wie gesagt, die Bayernliga ist eine ganz starke Liga. Wir bekommen im Laufe der Saison einen Überblick, wie die Zuschauer reagieren. Dann können wir weitersehen." Als Favoriten nannte er Sonthofen, Memmingen oder Waldkraiburg, die teilweise "aufrüsten wie die Weltmeister." In Haßfurt dagegen, dies machte auch der für den Nachwuchs zuständige Andreas Kurz deutlich, sollen Eigengewächse mehr und mehr die Chance bekommen, beim eigenen Verein zu spielen. Die Kooperation mit dem ERV Schweinfurt solle bald Früchte tragen.

Test gegen den ERV Schweinfurt

Das erste Eistraining der "Hawks" ist für Ende August bei einem zweitätigen Trainingslager in Lauterbach geplant. Die erste Testbegegnung können die Fans dann am Donnerstag, 5. September, im Schweinfurter "Icedome" erleben, wenn es zum ersten Mal seit einigen Jahre wieder gegen die "Mighty Dogs" des ERV geht. Das Rückspiel im Stadion Am großen Anger, gleichzeitig die erste Heimpartie der neuen Saison, soll kurz danach stattfinden. Weitere Tests gegen Lauterbach, Memmingen, Bayreuth und Bad Kissingen sind teilweise noch nicht spruchreif. Ebenso das "Schmankerl" gegen die Grazer "99ers" aus der österreichischen Ersten Liga EHL.

Am Dienstag geht von 19 bis 20 Uhr im "Hawks Inn" der erste Vorverkauf von Dauerkarten über die Bühne. Die Tickets beinhalten mindestens 20 Spiele und werden hier wesentlich günstiger angeboten als in den kommenden Wochen.
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