Stettfeld
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Tormaschine Marke Eigenbau

Das Mittelfeld des SC Stettfeld produziert Tore am Fließband. Verantwortlich dafür sind drei gebürtige Stettfelder.
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Christopher Hümmer  (links) im Zweikampf mit dem Ebelsbacher Spielertrainer Harald Kaiser. Foto: Naumann
Christopher Hümmer (links) im Zweikampf mit dem Ebelsbacher Spielertrainer Harald Kaiser. Foto: Naumann

Die beste Offensive der A-Klasse Schweinfurt 5 hat der FC Augsfeld (50). Dicht dahinter folgt aber der SC Stettfeld, der den Ball in 13 Spielen bislang 48 Mal über die gegnerische Torlinie beförderte. Verantwortlich dafür sind drei gebürtige Stettfelder, die die Strippen im Mittelfeld des SC ziehen.

Franz Melber, Christopher Hümmer und Johannes Spath bilden die mittlere Achse des A-Klassisten, der in dieser Saison meist in einem 4-3-3-System aufläuft. Kombiniert kommt das Mittelfeld auf 25 Tore und 24 Torvorlagen. Melber auf der Sechs, Spath und Hümmer als "Achter" - das Zentrum harmoniert, obwohl es erst seit dieser Saison in dieser Formation zusammenspielt.

Ein Grund für den Erfolg des Trios ist die spielerische Qualität, alle drei Spieler haben bereits Erfahrung in höheren Ligen gesammelt. Franz Melber war mit der Reserve der DJK Don Bosco Bamberg bis in der Bezirksliga tätig, Christopher Hümmer mit dem FC Oberhaid ebenso. Johannes Spath lief für den SV Memmelsdorf sogar in der Bayern- und Landesliga auf, bevor es ebenfalls mit dem FC Oberhaid in die Bezirksliga ging. "Es ist aber nicht nur die Qualität des Kaders, sondern auch unser Zusammenhalt. Unsere Mannschaft besteht fast ausnahmslos aus Stettfeldern, wir treffen uns auch außerhalb des Trainings im Sportheim", sagt Christopher Hümmer.

Dass Qualität und Harmonie eines Teams nicht zwangsläufig zu Siegen führt, hat der SC Stettfeld am vergangenen Spieltag erfahren müssen: Die Truppe von Spielertrainer Marco Wagner verlor überraschend beim SC Koppenwind (2:1). "Mit dieser Niederlage haben wir nicht gerechnet. In Koppenwind sind viele Sachen unglücklich gelaufen", sagt Hümmer. Mit den unglücklichen Sachen meint der 28-Jährige den Schuss von Johannes Spath, der wenige Sekunden nach dem Anpfif nur knapp am Koppenwinder Gehäuse vorbeistrich. Oder die strittige Schiedsrichterentscheidung, als der Unparteiische Stettfeld einen frühen Elfmeter verwehrte. "Vom Zustand des Platzes will ich erst gar nicht anfangen", sagt Hümmer. "Hundsmiserabel." Ärgern dürfe man sich über die Pleite aber nicht. Letztlich sei das Ergebnis in Ordnung, der SC hätte eben mehr aus seinen Chancen machen müssen.

Zur Kerwa soll ein Sieg her

Mit dem FC Augsfeld kommt am Sonntag, 14 Uhr, ein starker Gegner nach Stettfeld. Der FCA bildet zusammen mit Stettfeld, Lußberg und Zeil das Quartett, das den Titel wohl unter sich ausmachen dürfte. "Augsfeld ist meiner Meinung nach die spielerisch stärkste Mannschaft der Liga. Deren Spielertrainer Johannes Derra bringt Qualität auf den Platz und stellt die Mannschaft richtig gut ein", lautet Hümmers Einschätzung.

Im Hinspiel gab es ein knappes 1:0, das dem Stettfelder Mittelfeldspieler zufolge durchaus der Kategorie "glücklich" zugeordnet werden darf. "Das hätte auch anders laufen können." Im Rückspiel wollen es die SCS-Akteure deutlicher werden lassen. Zusätzliche Motivation: Stettfeld ist am Wochenende in Feierlaune. "Zur Kerwa muss natürlich ein Sieg her, das steht außer Frage."

Wer wird Meister?

Bleibt die Frage, wer nach Hümmers Meinung am Saisonende ganz oben stehen wird. "Ich werde hier sicher keine Namen nennen. Ob Zeil, Augsfeld, Lußberg oder wir: Wer am Ende an der Spitze steht, steht da zurecht." Denn: Für Hümmer ist es kein Zufall, dass diese vier Mannschaften so dicht gedrängt an der Spitze stehen. Die spielerische Qualität sei durch die Bank vorhanden. "Das werden noch einige heiße Spiele", sagt er. Das nächste dieser Sorte findet am Sonntag in Stettfeld statt.



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