Haßfurt
Eishockey

Torfestival zwischen dem ESC Haßfurt und dem EV Pegnitz

Der ESC Haßfurt und der EV Pegnitz liefern sich ein umkämpftes Spiel mit 19 Treffern.
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Höchste Gefahr für das Pegnitzer Tor: Haßfurts Jan Trübenekr (links, behindert vom Pegnitzer Stefan Hagen) kann sich die Scheibe noch schnappen, scheitert aber an Ice Dogs-Schlussmann Luca Feitl.  Foto: Ralf Naumann
Höchste Gefahr für das Pegnitzer Tor: Haßfurts Jan Trübenekr (links, behindert vom Pegnitzer Stefan Hagen) kann sich die Scheibe noch schnappen, scheitert aber an Ice Dogs-Schlussmann Luca Feitl. Foto: Ralf Naumann

Mit 11:8 hat der ESC Haßfurt am Freitagabend die Ice Dogs des EV Pegnitz in der Eishockey-Landesliga besiegt. Die offiziell 472 Zuschauer, darunter knapp 20 aus Oberfranken, sahen eine temporeiche und stets umkämpfte Partie. ESC Haßfurt - EV Pegnitz 11:8 (5:3, 4:3, 2:2) "Für die Zuschauer war es sicher interessant, weil es schön hin und her gegangen ist", freute sich Volker Hartmann für die Fans auf den gut gefüllten Tribünen. Doch ohne Verschnaufpause schob der 44-jährige Bayreuther sein dickes "Aber" gleich hinterher: "Für mich als Trainer ist das eine Katastrophe." Und was genau? "Ich mag das ‚Hurra-Eishockey' einfach nicht." Für ihn sei vielmehr wichtig, "hinten dicht" zu machen.

"Nach vorne", sagte er weiter, "sind wir echt stark, da machen wir immer unsere Buden". Für die Abwehrleistung sieht Hartmann allerdings noch reichlich "Luft nach oben". Warum? "Wir haben elf Tore gebraucht, um zu gewinnen. Das ist eigentlich traurig. Da gewinn ich lieber 5:0 und dann ist das okay. Aber es ist, wie es ist", lautete seine persönliche Meinung. Mit 5:3 lagen die Hausherren nach 20 Minuten in Führung, dabei eröffnete der Tscheche Michal Plichta den Torreigen für Pegnitz bereits in der zweiten Spielminute. Danach ging es erstmals hin und her: Plichtas Landsleute in den Reihen der Hawks, Daniel Hora und Jan Trübenekr, sorgten mit ihren Toren zum 1:1-Ausgleich sowie zur 2:1-Führung schnell für die Wende (3./7.).

Und während der Deutsch-Tscheche Patrik Dzemla (ehemals in Haßfurt aktiv) sowie der zweite Kontingentspieler der Gäste, der Lette Aleksandrs Kercs Jr., auch aufgrund von teils haarsträubenden individuellen Abwehrfehlern erfolgreich waren (16./17.), kümmerten sich erneut Jan Trübenekr (16.) sowie David Franek (17.) und Timo Zürcher (18.) um einen Zwei-Tore-Vorsprung. Bei den letzten drei Gegentreffern allerdings machte EV-Schlussmann Luca Feitl gar keine gute Figur. Mit gutem Grund, wie sich wenig später herausstellte: Der 21-Jährige erlitt bei einem Zusammenprall mit einem Haßfurter Spieler sowie dem anschließenden Sturz aufs Eis vermutlich eine Gehirnerschütterung und musste kurz vor dem Drittelende ausgewechselt werden.

Auch in den weiteren 40 Minuten boten beide Kontrahenten hochklassiges Eishockey mit vielen weiteren Toren. Dabei führten die Hawks zwischenzeitlich bereits mit vier Toren Vorsprung (7:3 nach 27 Minuten). Der vom ehemaligen Oberligaverteidiger Josef Hefner trainierte Bayernligaabsteiger gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen, so dass eigentlich erst der Treffer zum 11:7 von David Franek (50.) auf die endgültige Entscheidung hindeutete. Dass Stefan Hagen 21 Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal verkürzte, interessierte die ESC-Fans, die längst lautstark den alten und neuen "Spitzenreiter, Spitzenreiter" feierten, nicht mehr.

Von einem "ziemlich verrückten", "hart umkämpften" und "offensiven Spiel" sprach Hawks-Stürmer Michael Stach, der mit dem 8:5 (32.) zum dritten Mal in den letzten beiden Begegnungen traf. "Letztlich haben wir durch unseren Kampfgeist gewonnen, und darüber sind wir glücklich. Das einzige was zählt, sind die drei Punkte."

Natürlich freute sich auch Volker Hartmann über den fünften Sieg in Folge und die Guthabenpunkte 13 bis 15. "Aber acht Gegentore sind zu viel. Da müssen wir noch viel dazulernen in der Rückwärtsbewegung. Vorne weiß ich, dass wir stark sind. Aber im eigenen Drittel sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen", zeigte er deshalb sogar etwas Mitleid für seinen Pegnitzer Kollegen: "Wenn man acht Tore auswärts schießt und verliert, ist das echt bitter und eigentlich ein Witz."

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx, Schubert - Stach, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer / Schiedsrichter: Sintenis/Zwingel / Zuschauer: 472 / Tore für Haßfurt: Trübenekr (2), Franek (2), Babkovic (2), Hora, Zürcher, Lang, Stach, Hornak / Strafzeiten: Haßfurt 22 / Pegnitz 20 plus 10 gegen Marvin Welz.

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