Limbach
Fußball

Spiel der Woche: Wonfurter schlagen TSV Limbach

Der TSV Limbach dominiert die Partie in der A-Klasse Schweinfurt 5 gegen den TSV Wonfurt, ist vorne aber zu ungefährlich und muss die Punkte abgeben.
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Limbachs neuer Trainer Ingo Stößel (r.) gibt seinen Spielern vor dem Anpfiff noch einige Tipps; (v. l.) Sven Fösel, Florian Fösel, Stefan Albert und Michael Schmitt
Limbachs neuer Trainer Ingo Stößel (r.) gibt seinen Spielern vor dem Anpfiff noch einige Tipps; (v. l.) Sven Fösel, Florian Fösel, Stefan Albert und Michael Schmitt
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Es war sicherlich die Überraschung des vergangenen Spieltages in der Fußball-A-Klasse Schweinfurt 5. Der TSV Limbach hatte nach der Winterpause unter seinem neuen Trainer Ingo Stößel zwei Spiele gewonnen und sein Punktekonto von vier auf zehn Punkte hochgeschraubt. In Limbach war man also guten Mutes, gegen den Tabellennachbarn aus Wonfurt sollte es genau so weitergehen - aber es kam anders. Die Wonfurter entführten die drei Punkte und setzen sich damit von den Limbachern ab.


A-Klasse Schweinfurt 5

TSV Limbach -
TSV Wonfurt 0:2

In der Vorrunde hatte der TSV Limbach, da noch unter Spielertrainer Markus Voggentanz, aus 12 Spielen nur einen Sieg und ein Unentschieden geholt. In die Winterpause ging es mit der mageren Bilanz von vier Punkten. In dieser Phase, in der durchaus Krisenstimmung vorherrschte, erklärte der bisherige Spielertrainer seinen Rücktritt. Die Verantwortlichen mussten handeln, was sich aber nicht einfach darstellte.

"Der Verein ist auf mich zugekommen und ich habe schließlich meine Bereitschaft erklärt, übergangsweise bis zum Saisonende einzuspringen. Ich hoffe natürlich, dass ich die Mannschaft motivieren kann und wir auch mit Siegen die entsprechenden Punkte einfahren können", sagte Ingo Stößel zu seinem Engagement bei seinem Heimatverein. Ingo Stößel war lange Zeit selbst eine große Stütze in der ersten Mannschaft des TSV Limbach und hat bis zu seinem 43. Lebensjahr aktiv dort gespielt. So war es für ihn fast selbstverständlich, dass er seinem Verein im Alter von fast 50 Jahren zu Hilfe kam.

"Die Mannschaft hat nach dem Winter eine gute Vorbereitung abgeliefert und es gab keine Trainingsprobleme, wie es vorher der Fall war", sagt Stößel über den Beginn seiner Tätigkeit als Trainer. "Wir haben nun zwei Spiele gewonnen und das war auch durchaus verdient. Auch beim letzten Spiel in Lußberg waren wir ebenbürtig und haben etwas unglücklich verloren." Die Stößel-Elf ging positiv in das Spiel gegen Wonfurt.

Die Partie begann deswegen auch mit einem "Schock" für die Limbacher, denn bei einem Konter in der 4. Minute stand plötzlich der Wonfurter Joachim Stapf frei vor dem heimischen Keeper Gerald Hüpschle und ließ diesem aus acht Metern keine Abwehrchance. Die Limbacher steckten das jedoch weg und übernahmen weitgehend das Spiel, Wonfurt stellte sich hinten rein und machte den Limbachern das Stürmerleben schwer. Die Mannen von Ingo Stößel setzten ihre Überlegenheit aber nicht um - die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Stefan Albert auf dem Fuß. Die Gäste blieben bis auf das Führungstor in der ersten Hälfte harmlos - sie hatten ihr Pulver verschossen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen, das Problem blieb jedoch gleich: Limbach konnte seine Feldüberlegenheit nicht in Tore ummünzen. So hatten Stefan Albert in der 64. Minute und eine Minute später Kevin Kümmel Möglichkeiten zum Ausgleich. Im Gegenzug hatte der Gastgeber dann Glück, als nach einer Ecke ein Wonfurter Schuss gegen die Latte knallte. Die Limbacher zogen selbst aus ihrem positiven Eckenverhältnis von 15:2 keinen Vorteil und so kam es, wie es kommen musste. Mit einem Freistoß erzielte Alexander Meißner in der 71. Minute die Entscheidung zum 2:0 für die Gästemannschaft.

Hans Bühl, erster Vorstand der Limbacher, brachte das Problem nach dem Abpfiff mit wenigen Worten auf den Punkt: "Unsere Mannschaft hat heute überlegen gespielt, aber nicht mit Überlegung vor dem Tor." Trainer Ingo Stößel steht deswegen die wichtige Arbeit bevor, seine Mannschaft entsprechend für die kniffligen nächsten Spiele vorzubereiten. Am Freitag muss Limbach zum Spitzenreiter TSV Zell und zwei Tage später zur SG Fürnbach/Dankenfeld, bevor dann am 22. April das nächste Heimspiel gegen den FC Zeil ansteht.

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