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Haßfurt
Eishockey-Landesliga

Sechster Saison-Heimsieg für den ESC Haßfurt

Drei Punkte gewonnen, zwei Spieler verloren: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge zog Trainer Lubos Thür sein Fazit nach dem hart umkämpften und vor allem sehr knappen 3:2 (1:2, 2:0, 0:0)-Sieg des ESC Haßfurt in der Eishockey-Landesliga Nordost gegen den DEC Inzell.
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Der Inzeller Michael Johnstone (links) kann Max Hildenbrand, Torschütze zum 1:0 für die Haßfurter " Hawks", nicht stoppen.
Der Inzeller Michael Johnstone (links) kann Max Hildenbrand, Torschütze zum 1:0 für die Haßfurter " Hawks", nicht stoppen.
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Er freute sich natürlich über den sechsten Dreier im heimischen Stadion gegen einen "sehr starken Gegner". Andererseits ärgerte er sich wieder einmal über die beiden Unparteiischen, die vor allem "ihre Macht" zeigten. "Das ist meiner Meinung nach ganz schlecht beim Eishockey", sagte Thür.

Als "sehr unglücklich" bezeichnete Sportlicher Leiter Martin Reichert einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns Ralf Barth und Oliver Mackert. Dazu zählen sicher die von vielen Beobachtern als überzogen bewertete zehnminütige Disziplinarstrafe gegen Eugen Nold (10.) sowie die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Phillip Mauder nach einem vermeintlichen Kniecheck (7.). "Das hat uns natürlich Kraft gekostet", verwies Reichert auf den ohnehin stark dezimierten Kader von lediglich elf Feldspielern.
Am meisten schüttelten nicht nur die ESC-Verantwortlichen ihre Köpfe dann über die Matchstrafe, die Eugen Nold unmittelbar nach der Schlusssirene aufgrund einer vom Gegner provozierten Raufeinlage erhielt. Etwas mehr Fingerspitzengefühl wäre sicher angebracht gewesen.

Max Hildenbrand erzielt die schnelle Führung

Dass Inzells Michael Sporyach ebenfalls eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt, war für den ESC-Angreifer, für den Saison damit beendet ist, jedenfalls kein Trost. "Das Spiel war doch vorbei. Eine 2+2-Minuten-Strafe für beide hätte es doch sicher auch getan", meinte Lubos Thür.

Nach nur 34 Sekunden brachte Max Hildenbrand die zu diesem Zeitpunkt noch vollzähligen "Hawks" schnell in Führung, nachdem die Gäste aus Oberbayern aufgrund eines Staus erst verspätet in Haßfurt ankamen und deswegen vermutlich noch schwere Beine von der langen Busfahrt hatten. Doch nach wenigen Minuten hatten sie sich akklimatisiert. Eine 5:3-Überzahlsituation, nachdem Mauder bereits beim Duschen war und Frederic Rambacher sowie Eugen Nold auf der Strafbank saßen, nutzten die Oberbayern zum Ausgleich (7.). Inzells Kanadier Michael Johnstone stellte wenig später sogar die Führung her (10.). Der von DEC-Trainer Thomas Schwabl im Vorfeld geforderte "Pflichtsieg" schien langsam Realität zu werden.

"Hawks" zeigen Konditionsstärke

Doch die konditionell starken Hausherren gaben sich längst nicht geschlagen und im zweiten Abschnitt Vollgas. Mit Erfolg: Erst sorgte Fabian Kohn mit der unfreiwilligen Hilfe eines Inzeller Verteidigers für den Ausgleich (36.), dann schloss David Franek, ESC-Spieler des Abends, ein tolles Solo trotz starker Behinderung mit dem Treffer zum 3:2 ab (37.). Zwar legten die äußert unbequemen Gäste, die noch gegen den Abstieg in die Bezirksliga kämpfen, im Schlussabschnitt nochmals alles in die Waagschale. Trotz Herausnahme von Torwart Peter Zeller kurz vor dem Ende für einen weiteren Feldspieler aber gelang der Ausgleich nicht mehr.

Torwart Hildenbrand überzeugt

Die Haßfurter hatten sich den Sieg "aus meiner Sicht verdient" (Lubos Thür) sowie hart und letztlich teuer erkämpft. "Auch dank unseres Torhüters", gab es ein Sonderlob für Martin Hildenbrand, der mit vielen waghalsigen Aktionen ein souveräner Rückhalt seiner Vorderleute war. "Er hat die richtige Form gezeigt."
Mit dem Nachholspiel beim ERC Regen (Samstag) sowie dem letzten Heimauftritt gegen den EHF Passau (Sonntag) geht bereits am kommenden Wochenende die Saison der "Hawks" zu Ende, denen der Klassenerhalt nun auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist.
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