Haßfurt
Eishockey-Landesliga

SE Freising fordert den ESC Haßfurt wenig

Die Haßfurter schlagen die Oberbayern mit 11:2. Platz 1 am Ende ist von den Amberger Ergebnissen abhängig.
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Eine Großchance hat hier der Haßfurter David Franek (Mitte), doch der Puck bleibt nach seinem Schuss am Freisinger Verteidiger Anton Münzhuber hängen. Foto: rn
Eine Großchance hat hier der Haßfurter David Franek (Mitte), doch der Puck bleibt nach seinem Schuss am Freisinger Verteidiger Anton Münzhuber hängen. Foto: rn
Die "Black Bears" des SE Freising haben in der ersten und in der vorletzten Minute der Partie getroffen. Doch mit diesen zwei Toren hatten sie ihr Pulver im Haßfurter Eisstadion verschossen, denn dazwischen hatten nur die "Hawks" des ESC Haßfurt das Sagen. Doch trotz des 11:2 (3:1, 7:0, 1:1)-Erfolges, des dritten zweistelligen Kantersiegs vor den heimischen Fans in Folge, war Martin Reichert nicht uneingeschränkt einverstanden.
"Wir haben heute nicht gut gespielt, waren nicht konsequent", bemängelte der ESC-Trainer das Auftreten des alten und neuen Spitzenreiters der Eishockey-Landesliga, Gruppe 1, vor allem in den letzten 20 Minuten, die nur mit einem 1:1 endeten.
"Aber nach dem Derbysieg am Freitag in Schweinfurt war es in Ordnung. Es passt, dass wir heute gewonnen haben." Es war auf alle Fälle kein Beinbruch, dass Marcus Mooseder die Gäste, die Ende letzter Woche ihren Trainer Heinz Zerres entlassen haben und mit der Verpflichtung von Michael Klein nochmals neue Kräfte für die Abstiegsrunde mobilisieren wollen, bereits nach 37 Sekunden in Führung brachte: dank eines verwandelten Penaltys. Den bekam der Freisinger Angreifer zugesprochen, nachdem er kurz vor dem ESC-Gehäuse von den Beinen geholt worden war. Von diesem Rückstand ließen sich die "Hawks", denen die Anstrengungen vom Derby in Schweinfurt zwei Tage zuvor noch anzumerken waren, aber nicht lange beeindrucken.


Schnell auf der Siegesstraße

Und spätestens nach dem schnellen 1:1-Ausgleich durch Michael Breyer (3. Min.) waren die Weichen auf Sieg gestellt. Mit Treffern von Jakub Sramek und Daniel Hora (16., 17.) stellten die "Hawks" ein angenehmes Zwischenergebnis her. Im Mittelabschnitt ging die Post ab, als die durch den Last-Minute-Abgang von Toptorjäger Martin Dürr personell arg geschwächten Freisinger kein Land mehr sahen. Beim 7:0 (ins Schwarze trafen zwei Mal Jan Trübenekr sowie Jakub Sramek, Christian Dietrich, Michael Breyer, Georg Lang und Michal Babkovic, der zudem einen Penalty vergab) wurden die Gäste phasenweise schwindelig gespielt und hatten keine Chance.
Erst im letzten Drittel, nachdem Michael Breyer mit seinem dritten Tor am Sonntagabend auf 11:1 erhöht hatte (42.), war die Gegenwehr der Oberbayern deutlicher zu sehen, während die "Hawks" aber auch mehrere Gänge zurückschalteten. Der seit Mitte der Partie im ESC-Tor stehende Jens Dietz bekam jedenfalls noch einiges zu tun, blieb bei den Bemühungen der Gäste um Ergebniskorrektur zunächst jedoch der Sieger. Pavel Hanke schaffte es kurz vor dem Ende dann doch noch, den Haßfurter Ersatzkeeper zu überwinden (58.).
"Ehrliche Antwort? Ja", rechnete Martin Reichert schon vor der Partie mit einem sehr deutlichen Ergebnis. "Als ich gehört habe, dass Martin Dürr Freising verlassen hat, bin ich von einem hohen Sieg ausgegangen."
Am Freitag steht nun die Wiederholung des Hinspiels in Freising auf dem Programm, das im Oktober wegen der schweren Verletzung von Petr Krepelka abgebrochen werden musste. Mit einem weiteren Sieg könnten sich die "Hawks" zumindest den zweiten Platz in der Endabrechnung der Landesliga, Gruppe 1, sichern.
Ob es sogar für die "Meisterschaft" reicht, hängt vom Abschneiden der "Wild Lions" des ERSC Amberg ab, die am Wochenende zwei Spiele zu bestreiten haben und mit Erfolgen noch an den "Hawks" vorbeiziehen würden. Auch bei Punktgleichheit wären die Oberpfälzer aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches am Ende vorne.


Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Dietz - Hora, Thebus, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand - Kinereisch, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Hümmer, Dietrich, Breyer, Vollert / SR: Graf, Köwer / Zuschauer: 380 / Tore für Haßfurt: Breyer (3), Sramek (2), Trübenekr (2), Hora, Babkovic, Dietrich, Lang / Strafzeiten: Haßfurt 4 plus Disziplinarstrafe gegen Dietrich / Freising 12
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