Sand am Main
Fußball-Relegation

Sander fahren mit 5:1-Polster nach Erlangen

Im Rückspiel beim FSV will der FCS mit einem 5:1 im Rücken den Klassenerhalt in der Bayernliga perfekt machen.
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Der Sander Doppeltorschütze Adrian Reith (links) ist zum Kopfballduell mit dem Erlanger Jan Sperber hochgestiegen. Foto: Ralf Naumann
Der Sander Doppeltorschütze Adrian Reith (links) ist zum Kopfballduell mit dem Erlanger Jan Sperber hochgestiegen. Foto: Ralf Naumann

Alles spricht vor dem Rückspiel in der Relegation zur Bayernliga Nord am Samstag (17 Uhr) für die Sander Fußballer. Wenn die "Korbmacher" nur halbwegs an ihre Leistung beim 5:1-Sieg über den FSV Erlangen-Bruck am vergangenen Mittwoch anknüpfen, darf die Mannschaft von Trainer Dieter Schlereth den Klassenerhalt feiern. FSV Erlangen-Bruck - FC Sand

Neben Thorsten Schlereth überzeugte in der Offensive gegen den FSV vor allem Adrian Reith. Der 26-Jährige fiebert bereits dem "Malle-Trip" mit den Reiseführern Schmitt und Steinmann entgegen.

Als der Sander Coach seine Spieler in die Taktik gegen Erlangen direkt vor dem Spiel einweihte, sorgte er zunächst einmal für Verwunderung. Schlereth ließ seine beiden nominellen Stürmer draußen und brachte Reith in der Sturmspitze. "Um ehrlich zu sein, war ich etwas überrascht, aber im Nachhinein ist der Plan sehr gut aufgegangen", sagt Reith. Phasenphase sah es so aus, als stünde bei Ballbesitz des Gegners in der Sander Offensive eine Viererkette. Die Stärke des Schlereth-Teams baute auf disziplinierter Defensivarbeit auf, der FSV kam kaum zu klaren Torchancen.

Die Chancen diesmal verwertet

Warum es im Tor der Erlanger gleich fünfmal einschlug, kann sich Doppeltorschütze Reith vor allem durch Effizienz erklären: "Wir haben einfach die Räume besser genutzt und unsere Chancen einfach mal reingemacht. Obwohl das so einfach klingt, haben wir das in dieser Spielzeit oft nicht hinbekommen." Am wohlsten fühlt sich Reith als Mittelstürmer, bisher brachte ihn Coach Schlereth auf dem rechten Flügel. In der regulären Saison traf er viermal. "Auf dem Flügel fühle ich mich aber auch sehr wohl", so ehemalige Großbardorfer.

Dass Reith überhaupt noch für die Sander auf dem Platz steht, war zu Beginn der Saison kaum denkbar. Der 26-Jährige wollte aus beruflichen Gründen nach Berlin ziehen und deshalb den FCS verlassen. Ende August 2018 zerschlug sich seine neue Arbeitsmöglichkeit, so dass er weiter für die "Korbmacher" auflaufen konnte. Seinerzeit brachte er einen guten Kumpel mit, der ebenfalls am Mittwoch traf: Shaban Rugovaj.

Trotz der hervorragenden Ausgangslage müssen die Sander aus der Sicht von Reith wachsam bleiben. Zumal jüngst der FC Liverpool im Halbfinale der Champions League ein 0:3 im Hinspiel mit einem fulminanten 4:0-Heimsieg umdrehte, verweisen sowohl Sander als auch Erlanger darauf, dass im Fußball alles möglich sei. Reith: "Wir wissen alle, um was es geht. Wir müssen nochmals 90 Minuten alles geben, um auch das letzte Spiel erfolgreich zu gestalten." Die 0:6-Schlappe in Bruck in der Hinrunde hält die Sander auf dem Boden.

Falls die "Korbmacher" den Klassenerhalt feiern, hat Reith schon eine Idee bezüglich der Feierlichkeiten. "Eventuell wird es einen Teil der Mannschaft zu einem Kurztrip nach Mallorca verschlagen. Wir haben ja mit den Schmitt-Brüdern und Kevin Steinmann außergewöhnliche Reiseführer", lacht Reith.

Sportleiter Erich Barfuß ist optimistisch: "Wenn die Mannschaft taktisch Disziplin hält und Einsatzbereitschaft sowie Teamgeist stimmen, sollte es doch für den Klassenerhalt reichen." Vom Sander Sportheim fährt um 14.30 Uhr ein Fanbus ab (Anmeldungen bei Klaus Schneider, Telefon 0171/4482224). FC Sand: Geier, Klemm - Bechmann, Karmann, Witchen, D. Schlereth, Rippstein, Reith, Steinmann, O. Gonnert, T. Schlereth, D. Schmitt, Wagner, Moser, Markof, Rugovaj

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