Sand am Main
Interview

Sand gegen Augsfeld: Das Derby soll einen Schub geben

Die beiden Spielführer des FC Sand und des FC Augsfeld, Daniel Rinbergas und Thorsten Schlereth, rechnen sich im Haßberge-Duell am Samstag in der Fußball-Landesliga Nordwest für ihre Mannschaften einiges aus.
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Die Kapitäne Daniel Rinbergas (rechts) und Thorsten Schlereth beimSportgruß vor dem Spiel in der Hinrunde dieser Saison. Foto: Geiling
Die Kapitäne Daniel Rinbergas (rechts) und Thorsten Schlereth beimSportgruß vor dem Spiel in der Hinrunde dieser Saison. Foto: Geiling
Mit dem Haßberge-Derby FC Sand gegen FC Augsfeld beginnt die Rückrunde in der Fußball-Landesliga Nordwest. Dabei treffen am Samstag (14 Uhr) im Sander Seestadion zwei Mannschaften aufeinander, die mit der ersten Saisonhälfte nicht zufrieden sein können. Die Sander sind als Fünfter zwar noch im Rennen um Platz zwei dabei, vergaben aber, nachdem sie zwischenzeitlich die Tabellenführung übernommen hatten, durch vier Begegnungen ohne Sieg die Chance auf ein besseres Abschneiden. Der FC Augsfeld steht als 16. auf einem der beiden Abstiegs-Relegationsplätze und hat erst zehn Punkte geholt (zwei Siege). Das Hinspiel gewannen die Sander knapp mit 1:0. Wir sprachen mit den beiden Spielführern, Daniel Rinbergas (FC Sand) und Thorsten Schlereth (FC Augsfeld), über das Derby.

Frage: Wie beurteilen Sie den Verlauf der ersten Saisonhälfte bei Ihrer Mannschaft?
Daniel Rinbergas: Ich
denke, dass wir mit der Vorrunde nicht zufrieden sein können. Bei der DJK Bamberg haben wir die Tabellenführung übernommen, bis dahin war das in Ordnung. Aber in den fünf Wochen danach ohne Sieg haben wir diese Führung verspielt und uns die Vorrunde verdorben. Woran das gelegen hat, weiß ich auch nicht. Wir haben auch gegen Kahl oder Abtswind immer gut begonnen, aber nach dem 0:1 sind wir auseinandergefallen.
Thorsten Schlereth: Das war alles andere als gut. Wir sind schlecht gestartet, hätten allerdings gegen Garitz gewinnen müssen. Wir hatten viel Verletzungspech, das sieht man auch an mir, ich habe, glaube ich, nur fünf Spiele gemacht. Wenn wir komplett gewesen wären, wäre mehr drin gewesen. Wir müssen schauen, dass wir einigermaßen in die Winterpause kommen und uns dann regenerieren und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen. Noch ist alles drin, aber wir müssen irgendwann anfangen, sonst ist es zu spät.

Wie schätzen Sie Ihren Derbygegner ein, was erwarten Sie von ihm am Samstag?
Thorsten Schlereth: Das wird wieder ein hartes Stück Arbeit. Sand ist momentan ja offenbar nicht so gut drauf und hat beim Letzten Lengfeld zuletzt in letzter Minute gewonnen. Der FC Sand ist nicht unverwundbar. Für uns heißt es kämpfen, kämpfen, kämpfen, dann haben wir auch gute Chancen.
Daniel Rinbergas: Die Augsfelder sind sicher stärker, als es nach der Tabelle ausschaut, sie haben ja die letzte Saison ganz gut abgeschlossen. Vielleicht liegt es daran, dass Thorsten Schlereth nicht immer spielt, er ist mit seinen Toren ein ganz wichtiger Mann. Ich denke, wir sind klarer Favorit, auch wenn wir zu Hause spielen, wo wir erst zehn Punkte geholt haben und auswärts 20. Wir haben uns durch den Sieg in Lengfeld Selbstvertrauen geholt, als wir auch mit zehn Mann die bessere Mannschaft waren.

Was ist für Ihre Mannschaft im Nachbarduell der Schlüssel zum Erfolg?

Daniel Rinbergas: Es wäre sicherlich schön, wenn wir einmal in Führung gehen könnten, das würde uns bestimmt noch einmal einen Schub geben, und dann sollten wir auch gewinnen. Es wird ein umkämpftes Spiel werden, und wir werden den Kampf annehmen.

Thorsten Schlereth: Wie schon gesagt: Bei uns kann sich keiner erlauben, nur 70 Prozent zu geben, wir müssen alle 100 Prozent geben. Spielerisch sind wir in jedem Spiel unterlegen, bei uns geht es nur über rennen und kämpfen. Wir haben aber eine super Truppe mit einem tollen Zusammenhalt auch wenn es nicht so gut läuft, das ist unsere Stärke.

Noch fünf Begegnungen sind bis zur Winterpause angesetzt. Welche Ziele stecken Sie sich bis dahin?
Thorsten Schlereth: Wir müssen so gut wie möglich in die Winterpause kommen, also so viele Punkte wie möglich holen, denn unsere zehn Punkte sind ja nicht gerade gut. Greb, Derra, Rippstein oder Waltrapp waren oder sind alle verletzt und nicht hundertprozentig fit. In der Winterpause müssen wir uns wie gesagt regenerieren, dann greifen wir wieder an.
Daniel Rinbergas: Wenn man sich die kommenden Gegner anschaut und ihre Platzierungen in der Tabelle, muss es unser Ziel sein, die volle Ausbeute zu holen, also 15 Punkte. Das ist jedenfalls mein persönliches Ziel. Wenn es 13 werden, ist es auch okay. Damit würden wir dann auch oben dran bleiben, zumindest um Platz zwei. Nachdem wir in den vergangenen Wochen einiges vergeben haben, können wir da etwas gutmachen.

Wie wichtig ist der Ausgang des Spiels gegen Ihren Nachbarrivalen für den weiteren Saisonverlauf bis zur Winterpause?
Daniel Rinbergas: Natürlich ist das kein Spiel wie jedes andere, und durch einen Sieg im Nachbarderby könnten wir sicher auch einen Schub mitnehmen ins nächste Heimspiel eine Woche später gegen Leinach.
Thorsten Schlereth: Auf alle Fälle könnten wir uns einen Schub holen, wenn wir einen oder drei Punkte einfahren würden. Danach sind es noch vier Spiele, wir werden alles geben und damit am Wochenende anfangen.

Das Hinspiel war knapp. Wie geht das Duell am Samstag aus?
Thorsten Schlereth: Ich hoffe natürlich auf einen Sieg, aber ich bin realistisch. Ich tippe auf ein 2:2.
Daniel Rinbergas: 3:1 für den FC Sand.

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