Sand am Main
Fußball-Bayernliga

Rugovaj: "Jeder kann jeden schlagen"

Der FC Sand reist am Mittwoch nach Großbardorf - dort trifft Stürmer Shaban Rugovaj auf seinen Ex-Verein. Drei Neuzugänge sind perfekt.
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Shaban Rugovaj trifft am heutigen Mittwoch mit dem FC Sand auf seinen Ex-Verein: Es steht für die Korbmacher das schwere Auswärtsspiel beim TSV Großbardorf auf dem Programm. Archiv
Shaban Rugovaj trifft am heutigen Mittwoch mit dem FC Sand auf seinen Ex-Verein: Es steht für die Korbmacher das schwere Auswärtsspiel beim TSV Großbardorf auf dem Programm. Archiv

Viel Zeit, die ärgerliche 1:2-Niederlage gegen den Würzburger FV zu verdauen, bleibt dem FC Sand in der Fußball-Bayernliga nicht. Nun gilt es, den Fokus auf das heutige Unterfranken-Derby (15 Uhr) beim TSV Großbardorf zu richten. Die Grabfeld-Gallier gelten als unangenehmer Gegner. Stürmer Shaban Rugovaj trifft auf seine ehemaligen Mitspieler - gelingt dem Kosovaren ein Tor gegen seinen Ex-Verein? TSV Großbardorf - 1.FC Sand Ein Spiel zum Haareausreißen: Einerseits lieferten die Korbmacher vergangenen Samstag gegen den Würzburger FV eine starke erste Hälfte ab und gingen mit 1:0 durch Sebastian Wagner in Führung. Andererseits konnten sie in den zweiten 45 Minuten nicht mehr an ihre Leistung anknüpfen, waren bei Standards nicht wachsam und gaben das Match gegen den Tabellenvierten wieder her. Gegen solch einen starken Gegner war der Auftritt mehr als respektabel, doch Schulterklopfen hilft am Ende nichts, wenn die Korbmacher mit leeren Händen dastehen.

Schweres Programm

Das Restprogramm verursacht bei einigen Fans ziemliche Bauchschmerzen: Hof, Erlangen und der Spitzenreiter Aubstadt sind keine Gegner, die sich Trainer Dieter Schlereth für den Abstiegskampf gewünscht hätte.

Die nächste Herausforderung hat es ebenso in sich. Heute fahren die Sander zum Unterfranken-Derby nach Großbardorf. Ein Sander darf sich auf ein Comeback an alter Wirkungsstätte freuen: Stürmer Shaban Rugovaj lief von 2015 bis 2018 für die Grabfeld-Gallier auf und schoss in 96 Bayernligaspielen 26 Tore, ehe er in Richtung Sand Abschied nahm. "Es wird ein Kampfspiel. Großbardorf ist ein unangenehmer Gegner, der uns alles abverlangt", sagt Rugovaj. Der Kosovare steht immer noch in Kontakt mit einigen Mitspielern. Für ihn wird es ein ganz besonderes Match: "Die ersten drei Jahre im Herrenbereich habe ich in Großbardorf absolviert. Diese Zeit hat mich persönlich sowie fußballerisch geprägt."

Sand muss alles abrufen

Aus seiner Sicht müssen die Sander an ihre Leistungsgrenze gehen: "Die Rollenverteilung ist klar. Wir müssen das ausblenden, jeder sollte sich auf sich konzentrieren und 100 Prozent aus sich herausholen", sagt der Kosovare. "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen."

Die Elf von Trainer Andre Betz geht als klarer Favorit in das Match, immerhin konnten die Grabfeld-Gallier zuletzt vier Siege in Folge für sich verbuchen. Obwohl der Aufstieg durch den Sieben-Punkte-Rückstand auf Gebenbach eher unwahrscheinlich ist, werden die Großbardorfer die Schlereth-Elf keinesfalls schonen. Im Hinspiel fuhr der TSV einen 3:1-Auswärtssieg ein, bei dem Björn Schönwiesner doppelt traf. Wenn die Sander etwas Zählbares mit nach Hause nehmen wollen, gilt es, den 26-jährigen Angreifer aus dem Spiel zu nehmen, welcher bereits 15 Mal in dieser Spielzeit traf. Mit Top-Torjäger Simon Snaschel (17 Tore) wissen die Großbardorfer einen weiteren brandgefährlichen Stürmer in ihren Reihen. Zuletzt gewannen die Betz-Schützlinge 2:0 gegen den ATSV Erlangen.

Sportvorstand Erich Barfuß betont den Ernst der Lage: "Nach der unglücklichen Niederlage gegen Würzburg wartet gleich der nächste Brocken auf uns. Es gilt weiterhin darauf zu achten, nicht auf den letzten Tabellenplatz abzurutschen."

Unglücklicherweise wird die Verletztenliste im Saisonendspurt länger: Simon Flachsenberger holte sich eine Zerrung, Fabian Röder leidet an einem Bänderriss und Danny Schlereth fällt krankheitsbedingt aus. Nicht die allerbesten Voraussetzungen für das Derby. Doch auf ihre primäre Tugend können sich die Sander immer verlassen: Einsatz und Kampfeswillen.

Sand meldet drei Neuzugänge

Der FC Sand kann nun die ersten Neuverpflichtungen für die Saison 2019/20 bekanntgeben. Es kommen Innenverteidiger Ralph Thomann von der DJK Don Bosco Bamberg, Außenbahnspieler Felix Hart vom FSV Krum und Rechtsverteidiger Niklas Tscherner von der SpVgg Jahn Forchheim.

Ralph Thomann ist 19 Jahre alt und wohnt in Trossenfurt. Seine fußballerische Laufbahn begann er beim SC Trossenfurt-Tretzendorf, nach einem Jahr in der U13 der SG Eltmann wechselte er zum FC Eintracht Bamberg, wo er bis zur U19 alle Jugendmannschaften durchlief. Als Aktiver wechselte er 2017/18 zur DJK Bamberg, wo er es auf neun Einsätze in der Bayernliga brachte.

Felix Hart kommt vom FSV Krum und wohnt in Haßfurt. Der flinke Außenbahnspieler begann das Fußballspielen beim TV Haßfurt und wechselte dann ab der U17 zum FC Haßfurt. Als Aktiver schloss er sich Krum an, wo der 27-Jährige seit 2010 spielt und dort die Meisterschaft in der Kreisliga 2 errang.

Niklas Tscherner (20) wohnt in Hallstadt. Mit der U19 des FC Schweinfurt wurde er Landesliga-Meister, schloss sich als Aktiver wieder dem FCE an und spielt seit 2017/18 beim Jahn in Forchheim.

Darüber hinaus rücken Spieler aus der A-Jugend auf.dme

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