Sand am Main
Fußball-Bayernliga Nord

Rugovaj trifft zweimal

Der Sander Angreifer führt sein Team zum 2:0-Erfolg beim TSV Abtswind. Feldüberlegen sind aber lange Zeit die Gastgeber.
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Der Sander Shaban Rugovaj jubelt nach seinem zweiten Treffer. Foto: Alexander Rausch
Der Sander Shaban Rugovaj jubelt nach seinem zweiten Treffer. Foto: Alexander Rausch

Der FC Sand hat im zweiten Spiel der Fußball-Bayernliga Nord am Mittwochabend in Abtswind das nachgeholt, was er im Heimspiel gegen Großbardorf versäumt hatte: drei Punkte einzufahren. Denn während die Gastgeber Angriff um Angriff nicht erfolgreich abzuschließen vermochten, reichte den lange in der Defensive geforderten Korbmachern ein Doppelpack von Shaban Rugovaj zum Sieg.

"Für einen Stürmer ist es immer schön zu treffen und umso schöner natürlich, wenn die Tore zu drei Punkten reichen", meinte der zweifache Torschütze, merkte aber auch an, dass vor allem vor der Pause zum Sieg sehr viel Glück gehörte. Denn die Abtswinder nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und ließen die Gäste kaum aus der eigenen Hälfte kommen. Max Wolf zielte von der Strafraumkante knapp vorbei, der Ex-Aubstadter Markus Thomann traf aus fünf Metern die Latte, Max Hillenbrand jagte das Leder aus Nahdistanz über den Balken. "Wenn wir in Rückstand geraten, können wir uns nicht beschweren", erkannte auch der Sander Trainer Dieter Schlereth die Abtswinder Dominanz.

Spielverlauf auf den Kopf gestellt

Wirklich über die Mittellinie kamen die Gäste erst nach rund der Hälfte der ersten Halbzeit. Dann aber richtig, als Shaban Rugovaj aus 25 Metern Maß nahm, unhaltbar traf und den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Danach tauchten die Sander mit Kevin Steinmann und Andre Karmann nochmals gefährlich vor dem TSV-Gehäuse auf, den Takt gaben aber weiter die Gastgeber vor. "Den Gegentreffer haben wir eigentlich ganz gut weggesteckt und waren danach weiterhin gut im Spiel", fand Abtswinds Coach Mario Schindler.

Doch der zweite folgte direkt nach der Pause. Danny Schlereth setzte sich rechts durch, und erneut Shaban Rugovaj jagte das Leder am kurzen Pfosten mit Vehemenz in die Maschen. Die bis dato eigentlich chancenlosen Gäste knüpften plötzlich an die starke Leistung gegen Großbardorf an. Immer wieder brachten sie den Ball schnell in die gegnerische Hälfte und stießen in die sich bietenden Räume.

Abtswind stand nunmehr alles andere stabil. Die Verunsicherung war förmlich spürbar. Die Schützlinge von Mario Schindler mühten sich zwar um Struktur im eigenen Spiel, agierten aber im Ballvortrag meist zu ideenlos und ungenau. "Das 0:2 war ein Nackenschlag, von dem wir uns nicht mehr erholten", merkte Spindler zerknirscht an. Dass seine Elf aber weiter auf die Wende hoffen durfte, lag allerdings nicht an ihnen selbst, sondern an den plötzlich gar nicht mehr so effektiven Gästen. Erneut Rugovaj hatte zweimal die Entscheidung auf dem Fuß, aber Abtswinds Felix Reusch parierte stark.

Auch Thorsten Schlereth scheiterte erst am Schlussmann, ehe er in der Schlussphase allen davoneilte, dann aber an Christopher Lenharts langem Bein hängenblieb. Sand hatte die TSV-Offensive mit aggressivem Zweikampfverhalten stets am Rande des Erlaubten gekonnt vom eigenen Tor ferngehalten und sich den Erfolg mittlerweile verdient. Lediglich bei Jürgen Endres' Freistoß und Dominik Schmitts Abschluss aus dem Gewühl mussten die Korbmacher nochmals zittern, ehe sie sich jubelnd in die Arme fallen durften. "Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg nicht unverdient. Natürlich müssen wir eine der Möglichkeiten nutzen, dann ist der Deckel drauf. Aber ich bin natürlich zufrieden", freute sich ein erleichterter Coach Schlereth nach dem Schlusspfiff.ar TSV Abtswind: Reusch - Graf, Wirsching, D. Schmitt, M. Thomann, Wolf, Hillenbrand, Lehmann (61. Dietl), Sturm (73. Dußler), Lenhart, Hummel (53. Endres) / FC Sand: Klemm - Bechmann, Rugovaj, Topuz, D. Schlereth, T. Schlereth (87. Witchen), Karmann, Markof (49. A. Schmitt), R. Thomann, Rippstein (80. Moser), Steinmann / SR: Haase (Burglengenfeld) / Zuschauer: 350 / Tore: 0:1 Rugovaj (23.), 0:2 Rugovaj (48.) / Gelbe Karten: Lenhart, Wirsching / Topuz, Rugovaj, Karmann, Bechmann

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