Zeil am Main
Kegeln

Niederlage trotz Vereinsrekord

Der SKK Gut Holz Zeil unterliegt beim Bundesligaauftakt dem Mitaufsteiger KSC Hainstadt.
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Den Vereinsrekord eingestellt, trotzdem leer ausgegangen: die Zeiler Kegler.  Foto: Günther Österling
Den Vereinsrekord eingestellt, trotzdem leer ausgegangen: die Zeiler Kegler. Foto: Günther Österling

Der erste Spieltag der 2. Bundesliga Nord/Mitte führte den SKK Gut Holz Zeil nach Hessen zum Mitaufsteiger KSC 1950 Hainstadt. Die Haie aus Hainstadt verwirklichten sich beim Aufstiegsturnier in Goldbach gemeinsam mit dem 1.SKK Gut Holz Zeil den Traum vom Aufstieg in Liga 2. Aufgrund des Heimvorteils lag die Favoritenrolle vor der Partie beim KSC Hainstadt. Die Zeiler spielten frei auf und wollten damit nach Möglichkeit etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. Doch daraus wurde nichts. KSC Hainstadt - SKK Gut Holz Zeil 5:3

Als erste Paarung schickten die Zeiler Marco Endres und Holger Jahn auf die Hainstädter Anlage. Der Gastgeber bot Jürgen Götz und Thorsten Herzberger im Startdrittel auf. Während Marco Endres seinen ersten Satz mit 149:136 Kegeln gewann, geriet Holger Jahn mit schwachen 124 Kegeln gegen Herzberger (166 Kegel) böse unter die Räder.

Doch Jahn erholte sich schnell von diesem Schock und brachte in der Folge sein wahres Können auf die Bahn. Die Sätze 2 (164:147), 3 (150:141) und 4 (151:139) entschied Jahn für sich und setzte sich mit 3:1 Sätzen trotz des geringeren Gesamtergebnisses (589:593) gegen Herzberger durch. Endres musste in Satz 2 (136:178) einen Rückschlag hinnehmen, konnte dann aber die Sätze 3 (175:166) und 4 (169:153) für sich entscheiden. Damit holte Endres mit dem geringeren Gesamtergebnis (629:633) mit einem 3:1-Sieg den Mannschaftspunkt.

Etwas überraschend führten die Zeiler damit 2:0, liefen allerdings einem kleinen Kegelrückstand hinterher. Bastian Hopp und Marcus Werner hatten nun die Aufgabe nachzulegen, um den Gastgeber weiter unter Druck zu setzen. Alexander Ankert und Srecko Vidakovic wollten dies mit aller Gewalt verhindern. Was sich im Mitteldrittel des hochklassigen Zweitligaspiels entwickelte, war erstklassig.

Marcus Werner legte nach vier konstanten Durchgängen von 155, 153, 158 und 151 Kegeln starke 617 Kegel auf die Bahn. Sein Gegner Vidakovic übertraf diese mit 629 Kegel allerdings noch und setzte sich dabei mit 3:1 Sätzen gegen den Zeiler durch.

Im Duell Bastian Hopp gegen Alexander Ankert entschieden erst die letzten Würfe das Duell zugunsten des Hessens Ankert. Bastian Hopp unterlag nach Durchgängen von 156, 165, 156 und 142 trotz 619 Kegel gegen Ankert, der 637 Kegel erzielte und sich mit 2,5 : 1,5 Sätzen durchsetzte.

Das Spiel war damit zum 2:2 ausgeglichen und Zeils Kapitän Olaf Pfaller und Patrick Löhr liefen einem Rückstand von 38 Kegeln hinterher. Was die Aufgabe nicht leichter erschienen ließ war die Tatsache, dass Hainstadts Ausnahmespieler Thomas Sinnß gegen Patrick Löhr an den Start ging. Pfaller bekam es mit Christopher Götz zu tun. Löhr begann mit 155 und 146 Holz in den Sätzen 1 und 2 gut und ging gegen Sinnß (142, 144) überraschend mit 2:0 in Führung. In Satz 3 steigerte sich Löhr sogar auf 172 Kegel, welchen Sinnß mit seinen 152 nicht folgen konnte. Damit führte der Zeiler mit 3:0 und der Punktgewinn war sicher.

Doch wie lief es auf der Gegenseite? Aufgrund eines verhaltenen Startes musste Pfaller Satz 1 unnötig mit 141:145 Kegeln Götz überlassen. In Satz 2 steigerte sich Pfaller zwar auf 151 Kegel, Götz hingegen zauberte 172 Kegel auf die Bahnen im Frankfurter Vorort. Nach schwachem Beginn in Satz 3 machte Pfaller Platz für Oliver Faber, der Zeils letzte Hoffnung war. Kurzzeitig sah es so aus, als würden die Zeiler das Spiel drehen, doch in den nötigen Situationen brachte der KSC die richtigen Würfe auf die Bahn. Die Kombination Pfaller/Faber landete bei mageren 568 Kegeln, was Götz mit seinen starken 620 Kegeln zu nutzen wusste. Auch ein 4:0 in den Sätzen sprach in diesem Duell letztlich eine klare Sprache. Löhr krönte seine tolle Vorstellung mit sehr guten 627 Kegeln, womit er sich gegen Sinnß (593) durchsetze.

Nachdem beide Teams jeweils drei direkte Duelle für sich entschieden, mussten demnach die beiden Punkte für die höhere Gesamtkegelzahl über den Sieg entscheiden. Der SKK Gut Holz Zeil landete dabei in seinem ersten Zweitligaspiel der Geschichte bei bärenstarken 3649 Kegeln, die einen neuen Vereinsrekord bedeuteten.

Der Gastgeber vom KSC 1950 Hainstadt setzte mit 3705 Kegeln allerdings noch eins oben drauf und setzte sich mit 5:3 durch. Angesichts des Spielverlaufes wäre für den SKK Gut Holz Zeil ein Unentschieden verdient gewesen.

Nun heißt es für die Zeiler unter der Woche konzentriert zu trainieren, um dann am kommenden Samstag zu Hause gegen den SKC Nibelungen Lorsch II die ersten Bundesligapunkte einfahren zu können.



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