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Nach Spielabbruch in Krum: Die Riedenberger Sicht der Dinge

Nach einem denkwürdigen Bezirksliga-Spiel beim FSV Krum äußert sich der SV Riedenberg zur Situation.
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Foto: Archiv
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Nach einem denkwürdigen Bezirksliga-Spiel beim FSV Krum äußert sich der SV Riedenberg zur Situation. Als sich in der Schlussphase des Fußball-Bezirksligaspiels der FSVler Thomas Durst hochschraubte und per Kopf die 3:2-Führung für die Platzherren erzielte, kollidierte er folgenschwer mit SVR-Keeper Niklas Geppert.

Geppert zog sich beim Zusammenprall eine schmerzhafte Rippenverletzung zu. Zudem blutete der Torsteher direkt aus dem Mund über das ganze Gesicht. Geppert blieb schmerzverzerrt am Boden liegen. Eine notärztliche Behandlung wurde unumgänglich. Im Eifer des Gefechts gerieten die Riedenberger Akteure verbal mit dem Unparteiischen Tobias Fenkl aneinander, der die Aktion nicht als Foulspiel bewertete, stattdessen den Treffer regulär gelten ließ.

Auch als die Riedenberger eine schnelle Versorgung sicherstellen wollten, entflammten Diskussionen mit dem Schiedsrichter über das Zutrittsrecht auf den Rasen. Eine schnelle erste Hilfe durch einen Riedenberger Spieler, der selbst ausgebildeter Rettungssänitäter ist, wurde durch den Unparteiischen zunächst blockiert. Der Riedenberger Stürmer Lukas Hergenröther, der in der 59. Minute nach einem Stellungsfehler des FSV noch für den 1:1-Ausgleich gesorgt hatte, wurde im Verlauf der emotional aufgeladenen Wortgefechte wegen Beleidigung mit Rot bedacht.

Abteilungsleiter Mario Rüttiger macht kein großes Geheimnis daraus, dass sich die Debatte mit dem Unparteiischen durchaus hitzig und intensiv gestaltete. Man sei sich aber sicher, dass Hergenröther keine Verbalausdrücke benutzt hatte. Der Riedenberger Stürmer habe lediglich die Entscheidung, die zur 3:2-Führung der Krumer geführt hatte, als "Witz" bezeichnet, heißt es seitens des SVR. Angesichts der Verletzung ihres Keepers und der nun völlig angespannten Atmosphäre plädierten die Riedenberger dafür, die Partie nicht mehr weiterzuführen. "Es war zunächst auch überhaupt nicht ganz klar, wer überhaupt die Rote Karte kassiert hatte. Oder ob sogar mehrere Spieler des Feldes verwiesen wurden", erklärt SV-Abteilungsleiter Mario Rüttiger. Erst später habe man auf Nachfragen beim Schiedsrichter erfahren, dass der Platzverweis ausschließlich Hergenröther galt.

Nach einer mehrminütigen Verletzungsunterbrechung habe der Schiedsrichter den Riedenbergern angeboten, die Partie über die reguläre Spielzeit fortzusetzen. Aber die Rhöner wollten nicht. Einige Riedenberger Spieler waren so entsetzt, dass sie sich nicht mehr in der Lage sahen, weiterzuspielen. Ohne Ersatzkeeper. In Unterzahl. Mit einer gehörigen Portion Grummeln im Bauch. "Es wäre ein Fehler gewesen, wenn wir das Spiel fortgesetzt hätten. Wer weiß, ob nicht noch mehr Unglückliches passiert wäre", sagt Abteilungsleiter Rüttiger.

Der Unparteiische habe den Riedenbergern mit Hinblick auf das Regelwerk geraten, die fehlenden Minuten zu Ende zu spielen. "Die Mannschaft wollte das nicht mehr. Wir haben auch dafür unterschrieben, dass das Spiel abgebrochen wird. In diesem Moment war das Ergebnis zweitrangig", sagt Rüttiger.

Dem FSV Krum wolle er überhaupt keinen Vorwurf machen. "Im Gegenteil. Trotz aller Aufregung hat sich die gegnerische Mannschaft tadellos verhalten", so Rüttiger. Hinsichtlich der Schiedsrichterentscheidungen verfasste der Verein eine schriftliche Stellungnahme. Mittlerweile steht fest, dass die Rippen und das Brustbein des Riedenberger Keepers stark geprellt, aber nicht gebrochen sind. Dass Geppert direkt auf dem Spielfeld aus dem Mund blutete, habe daran gelegen, dass der Schlussmann sich auf die Zunge gebissen hatte. red

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