Haßfurt
Eishockey

Nach Sieg gegen den EHC Bayreuth 1b: Hawks sind Vorrundenmeister

Der ESC Haßfurt gewinnt das letzte Hauptrundenspiel gegen den EHC Bayreuth 1b mit 5:4. Schon am Freitag geht es in der Aufstiegsrunde mit einem Heimspiel gegen den EV Moosburg weiter.
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Großchance für Haßfurts Michael Stach, der einen Penalty zugesprochen bekommt. Der Puck geht letztlich knapp am Bayreuther Gehäuse vorbei, so dass Torwart Sebastian Dünkel nicht mehr einzugreifen braucht. Foto: Ralf Naumann
Großchance für Haßfurts Michael Stach, der einen Penalty zugesprochen bekommt. Der Puck geht letztlich knapp am Bayreuther Gehäuse vorbei, so dass Torwart Sebastian Dünkel nicht mehr einzugreifen braucht. Foto: Ralf Naumann

Der erste inoffizielle Titel ist unter Dach und Fach: Die Haßfurter Hawks beenden nach einem 5:4-Erfolg über den EHC Bayreuth die Gruppe 1 der Eishockey-Landesliga auf Platz 1. Für den "Vorrunden-Meister" beginnt nun am Freitag die Saison aber erst so richtig: Mit einem Heimspiel gegen den EV Moosburg startet der ESC in die Aufstiegsrunde. "Das erste von 14 Kracherspielen", ist sich Volker Hartmann, der sich über die Bilanz von 50 Punkten in den vergangenen Monaten und dem permanenten "Platz an der Sonne " sehr freute, sicher.

ESC Haßfurt - EHC Bayreuth 1b 5:4 (1:0, 0:2, 4:2)

Dies allerdings erst einige Minuten nach der Schlusssirene am Sonntagabend, nachdem der zehnte und letzte mögliche "Dreier" im Stadion am Großen Anger eingetütet war. Richtig zufrieden war der Haßfurter Trainer letztlich nur mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Begenung an sich.

"Es war klar, dass es wieder schwer wird. Bayreuth ist ein unangenehmer Gegner. Die fahren auf Körper und spielen manchmal ein wenig dreckig", musste nicht nur Hartmann feststellen, der die oftmals ruppige Gangart der Oberfranken aber nicht verteufeln wollte: "Das macht nichts. Da müssen wir einfach dagegenhalten." Tatsache ist, dass die 546 Zuschauer eine von Anfang an umkämpfte Partie zu sehen bekamen, in welcher der Blitzstart der Hawks - Michal Babkovic erzielte die 1:0-Führung bereits nach 82 Sekunden - keinesfalls schnell die Weichen Richtung Sieg stellte.

Im Gegenteil: Die ohne den erkrankten Jan Trübenekr und den privat verhinderten Timo Zürcher angetretenen Haßfurter ("das merkt man einfach, wenn die halbe erste Reihe fehlt") gingen - auch nachdem Michael Stach in der 34. Minute noch einen Penalty verschoss - sogar mit einem 1:2-Rückstand in die zweite Pause. Bayreuths Topstürmer Andreas Geigenmüller (35.) sowie der Ex-Schweinfurter Stephan Trolda (37.) gaben den zur "Halbzeit" für Timo Jung eingewechselten "Hexer Martin Hildenbrand zwischen den ESC-Pfosten zwei Mal das Nachsehen, während seine Vorderleute beste Alleingänge nicht verwerteten.

Zeitstrafen kosten die Gäste Kraft

Dass die Gäste erst im letzten Abschnitt auf die Verliererstraße kamen, hatten sie sich ein Stück weit selbst zuzuschreiben: Sieben Strafzeiten verhängten die beiden Unparteiischen Andreas Herath und Felix Graf. Zeitweise saßen drei Bayreuther gleichzeitig auf der Strafbank. Und die vielen Unterzahlsituationen, von denen die Hawks zwar auch nicht verschont blieben, kosteten viel Kraft. Zwei Doppelschläge von David Franek und David Hornak (42./43.), sowie Daniel Hora und Michal Babkovic (jeweils 57.), bescherten den Haßfurtern eine 5:2-Führung.

Die beiden Schlusspunkte setzte jedoch der Tabellensechste, der sich zu keinem Zeitpunkt aufgab und zumindest Ergebniskosmetik betreiben wollte. Erneut Stephan Trolda (57.) sowie Teamkollege Ondrej Pajk (60.) sorgten für das knappe Endresultat. Derweil wären die Hawks selbst noch bei einer Niederlage ganz an der Spitze gestanden, weil kurz zuvor Verfolger ERSC Amberg seine Auswärtspartie beim ESC Vilshofen mit 2:4 verloren hatte.

"Die Bayreuther wollten noch einmal zeigen, dass sie beim Tabellenersten gut mithalten können. Und das konnten sie auch", zollte Haßfurts Verteidiger Alexander Stahl der harten Gegenwehr der Gäste sogar Respekt, obwohl er nach 60 Minuten froh sein durfte, dass seine Blessuren inklusive der Blutergüsse aufgrund intensiver Zweikämpfe wohl erst in einigen Tagen wieder verschwunden sind. "Hinten heraus haben wir unsere Chancen wirklich genutzt. Ich bin froh, dass es letztlich gut für uns ausgegangen ist", sagte der 22-Jährige.

"Wir haben eine gute Vorrunde gespielt, keine Niederlage zu Hause. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden", zog Volker Hartmann eine kurze Bilanz zu den ersten 20 Pflichtspielen unter seiner sportlichen Regie. Doch auch er weiß, dass seine Mannschaft vorerst nur das erste Etappenziel der Saison erreicht hat. "Jetzt fängt wieder alles bei Null an und das Vorangegangene hat alles nichts mehr zu sagen. Die Karten werden ab Freitag neu gemischt."

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hildenbrand, Jung - Hora, Thebus, Stahl, Masel, Marx, Breyer - Hornak, Stach, Kohl, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Kratschmer / Schiedsrichter: Graf/Herath / Zuschauer: 546 (30 aus Bayreuth) / Tore für Haßfurt: 1:0 (2.) Babkovic (Franek), 2:2 (Franek (Babkovic, Dietrich) 5-4, 3:2 (43.) Hornak (Kohl, Hora), 4:2 (57.) Hora (Kohl), 5:2 (57.) Babkovic (Franek) / Strafzeiten: Haßfurt 10 / Bayreuth 20.

Voraussichtliche Spiele der Hawks in der Aufstiegsrunde

Freitag, 10. Januar: ESC Haßfurt - EV Moosburg

Sonntag, 12. Januar: ESC Kempten - ESC Haßfurt

Freitag, 17. Januar: ESV Buchloe - ESC Haßfurt

Sonntag, 19. Januar: ESC Haßfurt - EV Dingolfing

Freitag, 24. Januar: ESC Haßfurt - ERSC Amberg

Sonntag, 26. Januar: VfE Ulm/Neu-Ulm - Haßfurt

Freitag, 31. Januar: ESC Haßfurt - EHC Bad Aibling

Freitag, 7. Februar: Haßfurt - VfE Ulm/Neu-Ulm

Sonntag, 9. Februar: ERSC Amberg - ESC Haßfurt

Freitag, 14. Februar: EV Dingolfing - ESC Haßfurt

Sonntag, 16. Februar: ESC Haßfurt - ESV Buchloe

Freitag, 21. Februar: EV Moosburg - ESC Haßfurt

Sonntag, 23. Februar: ESC Haßfurt - ESC Kempten

Sonntag, 1. März: EHC Bad Aibling - ESC Haßfurt

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