Böses Erwachen für die Heitec Volleys im Pokalwettbewerb: Der bayerische Pokalsieger wurde nach einer bitteren 2:3-Niederlage (25:21, 25:21, 29:31, 21:25, 13:15) bei den Blue Volleys Gotha abrupt aus allen Träumen gerissen. Wie eine Seifenblase platzte damit die Qualifikation für das Achtelfinale des DVV-Pokal.

Über die Ursachen des doch überraschenden Ausscheidens herrschten unterschiedliche Ansichten. Manager Rolf Werner, der selbst nicht in Gotha war, analysierte sachlich: "Das Ausscheiden tut sicher weh. Ich hätte uns zuhause gegen den Bundesliga-Aufsteiger Giesen erhebliche Chancen für ein Weiterkommen zugetraut. Gleichwohl ist der Pokal eine schöne Nebensache, aber nicht essenziell. Wir können uns jetzt voll auf die Liga konzentrieren. Wir müssen aus diesen Erfahrungen schnell lernen, um möglicherweise in der nächsten Saison in der ersten Liga bestehen zu können."

Trainer Marco Donat hatte sich sogar etliche Stunden nach der Partie noch nicht richtig vom bedauerlichen Pokal-K.o. erholt: "Es ist äußerst ärgerlich, dass wir rausgeflogen sind, es war absolut überflüssig. Wir hatten alle Chancen. Zuerst ist das Spiel so dahingeplätschert, dann hat uns die Aggressivität gefehlt, als die Gastgeber sich in einen Rausch spielten."

Eltmann führte in Gotha nach zwei Sätzen bereits 2:0, der Sieg schien nur noch Formsache zu sein. Plötzlich vergaben sie im dritten Satz leichtfertig mehrere Matchbälle und verloren 29:31. Nun nahm das Unheil seinen Lauf. Die Eltmänner diskutierten mehr mit den Schiedsrichtern über angeblich zweifelhafte Entscheidungen, als sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Selbst im Tiebreak führten sie klar mit 9:4 und 12:9, bevor die Gastgeber wie im Rausch ausglichen, mit 13:12 in Führung gingen und den Erfolg eintüteten. "Wir haben in Hammelburg ein überragendes Spiel gezeigt. Darauf müssen wir aufbauen, um das Aus aus den Köpfen zu bekommen", so Werner.

Heitec Volleys: Clay Couchmann, Johannes Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanow, Mariusz Wacek, Max Bibrack