Haßfurt
Eishockey-Landesliga

Nach 0:3-Rückstand siegt ESC Haßfurt noch

Im ersten Spiel nach der Verletzung von Petr Krepelka tat sich der ESC Haßfurt zunächst schwer, gewann sein Eishockey-Landesliga-Spiel in Selb aber noch.
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Verteidiger Alexander Stahl (rechts) trug sich erstmals in dieser Saison in die ESC-Torschützenliste ein.
Verteidiger Alexander Stahl (rechts) trug sich erstmals in dieser Saison in die ESC-Torschützenliste ein.
Natürlich ist es nicht einfach, sich wenige Tage nach der schweren Verletzung eines Teamkollegen wieder auf das Alltagsgeschäft zu konzentrieren. Und so war es nicht wirklich verwunderlich, dass sich der ESC Haßfurt in seinem Eishockey-Landesligaspiel beim VER Selb 1b anfangs sehr schwer tat. Doch für Petr Krepelka, der weiterhin in der Unfallklinik in Murnau behandelt wird und über den keine aktuelle Diagnose nach außen dringt, gaben ESC-Kapitän Christian Dietrich und Co. nach einem 0:3-Rückstand nochmals Vollgas und behielten am Ende mit 6:3 (0:1, 3:2, 3:0) die Oberhand.

"Es war ein schwieriges Spiel nach dieser Woche. Das war auch nicht anders zu erwarten", hatte Martin Reichert deshalb sogar Verständnis für das anfängliche Auftreten der dezimierten Mannschaft, bei der neben Krepelka und dem ebenfalls langzeitverletzten Ingo Krapf noch Fabian Vollert, Kilian Hümmer, Manuel Kurz und Galip Hacker fehlten. Zwar sah es nach dem ersten Abschnitt, den die Hausherren aufgrund eines Treffers von Timo Roos (10.) knapp mit 1:0 für sich entschieden, noch alles entspannt aus. Doch weil die "Hawks" auch im zweiten Drittel zunächst nicht in die Gänge kamen und Selb 1b durch Sebastian Lück sowie Florian Heinz (27., 30.) auf 3:0 erhöhte, kamen auch bei den knapp etwa 30 mitgereisten Haßfurter Fans unter den offiziell 47 Zuschauern erste Zweifel am ersten Auswärtssieg auf.


Ausgleich kurz vor Drittelende

"Wir haben uns dann aber Gott sei Dank wieder gefunden", zeigte sich Reichert mit der anschließenden erfolgreichen Aufholjagd zufrieden. Routinier David Franek sorgte nämlich nach gut einer halben Stunde für den Anschluss (31.), ehe sich Jakub Sramek eine Penaltychance acht Minuten später nicht entgehen ließ (39.). Mit seinem ersten Saisontreffer sorgte Michael Babkovic noch vor dem Ende des zweiten Abschnittes, exakt acht Sekunden vor der Pausensirene, schließlich für den umjubelten 3:3-Ausgleich (40.).

"Wir haben dann in der Kabine darüber gesprochen und gesagt, dass wir das Spiel noch gewinnen. Das haben wir dann gemacht", sagte Reichert. Max Hildenbrand (46.), Georg Lang (52.) und Alexander Stahl (58.), sorgten noch für einen klaren Erfolg. "Das war eine super Reaktion", lobte der "Falken"- Trainer die enorme Leistungs- und Willenssteigerung der anfänglich sehr verunsicherten Mannschaft. Für ihn war es auch eine Art Verpflichtung gegenüber Petr Krepelka. "Wir wollten ihm einfach zeigen: Wir sind stark, und genauso musst du auch stark sein."
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