Sand am Main
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Max Witchen: "Portion Glück darf nicht fehlen"

Vor dem Spiel gegen den ATSV Erlangen spricht Max Witchen über die aktuelle Lage des FC Sand.
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Vollmotiviert gegen den ATSV Erlangen: Max Witchen, hier im Duell mit drei Spielern des FSV Bruck, will alles geben.  Foto: Ryan Evans
Vollmotiviert gegen den ATSV Erlangen: Max Witchen, hier im Duell mit drei Spielern des FSV Bruck, will alles geben. Foto: Ryan Evans

Erst spät in dieser Saison kann der FC Sand sein Potenzial abrufen - zwei Siege in Folge gegen den TSV Großbardorf (1:0) und Bayern Hof (2:0) sprechen für sich. Doch diese Leistungssteigerung kommt vermutlich zu spät. Der heutige Gegner ATSV Erlangen ist für die Schlereth-Elf nur schwer einholbar, fast alles spricht für den Gang in die Relegation. Sands Abwehrspieler Max Witchen gibt sich nichtsdestotrotz motiviert bis in die Haarspitzen.

FC Sand - ATSV Erlangen

Die sechs Punkte aus den vergangenen zwei Partien stellen eine riesige Genugtuung für die Korbmacher dar. Anders als noch im März, als sich die Sander in knappen Partien gegen Jahn Forchheim (3:4) oder die SpVgg Ansbach (2:4) geschlagen geben mussten, gewann das Team von Dieter Schlereth wieder an Durchsetzungsfähigkeit in den vergangenen beiden Matches.

In den Augen von Sands Max Witchen tritt die Truppe als echte Mannschaft auf, in der jeder für den anderen kämpft: "Wir arbeiten ständig an unseren Fehler, wie beispielsweise leichten Ballverlusten, damit wir unsere Passgenauigkeit verbessern. Natürlich darf eine Portion Glück nicht fehlen."

Behauptungen, dass nach aktueller Tabellensituation die Luft bereits heraus wäre, widerspricht Witchen mit aller Vehemenz: "Wir wollen in den beiden verbleibenden Spielen natürlich so viele Punkte holen wie möglich. Unser Ziel ist es, auf jeden Fall die Liga zu halten und bis zum letzten Spiel alles zu geben." Zwar beträgt der Punkteabstand zwischen den Sandern und dem ATSV Erlangen nur vier Punkte. Doch selbst wenn die Schlereth-Elf am Samstag einen Dreier einfahren sollte, scheint ein Sieg am letzten Spieltag gegen den Tabellenführer Aubstadt eher unwahrscheinlich zu sein.

Schwierige Umstellung

Der 28-jährige Witchen wechselte im Sommer vom FSV Krum zum FC Sand. In 26 Partien lief der rechte Außenverteidiger für die Bayernligamannschaft auf, 15 Mal schenkte Schlereth ihm sein Vertrauen von Anfang an.

Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase lebte sich Witchen in Sand prima ein, vor ein paar Wochen verlängerte er sein Engagement um ein weiteres Jahr: "Das ist mein erstes Jahr in der Bayernliga. Am Anfang ist es mir schon etwas schwer gefallen, in die Liga hineinzukommen, aber mittlerweile fühle ich mich sicherer", so Witchen. "Ich will mich natürlich noch weiter verbessern, damit ich die Mannschaft mit meiner Leistung noch mehr unterstützen kann."

Die nächste Gelegenheit dazu hat er heute gegen einen direkten Konkurrenten. Um die Minichance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren, muss ein Dreier gegen den ATSV Erlangen her. Während sich der TSV Abtswind bereits aus dem Abstiegskampf verabschiedet hat, stecken die Mittelfranken mittendrin.

Barfuß fordert einen Heimsieg

Im Jahr 2019 kam die Elf von Trainer Shqipran Skeraj gerade mal auf einen Sieg. Eine Niederlage gegen die Sander würde den ATSV bei einem gleichzeitigen Sieg des ASV Vach in akute Abstiegsgefahr bringen. Zuletzt sprang gegen die DJK Don Bosco Bamberg lediglich ein mageres 0:0-Unentschieden heraus. Im Hinspiel setzten sich die Erlanger durch einen späten Treffer von Ahmet Kulabas in der 88. Minute mit 1:0 durch.

Sportvorstand Erich Barfuß verweist auf die Bedeutung der kommenden Partie: "Für uns gilt es, nun auch gegen ein Team aus dem unteren Tabellendrittel unsere Tugenden so auf dem Platz zu bringen, wie wir es gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe schon mehrmals bewiesen haben. Am Samstag wollen wir uns mit einem positiven Ergebnis auf die Relegation vorbereiten, denn genau solche Teams des Kalibers der Erlanger werden da unsere Gegner sein." Neben den Dauerverletzten André Schmitt, Sven Wieczorek und Julian Klauer fallen Simon Flachsenberger (Zerrung und Fabian Röder (Bänderriss) aus. weiterhin aus. Der Einsatz von Christopher Gonnert (Zerrung) ist noch unsicher.

FC Sand: Geier, Klemm - Bechmann, Karmann, Witchen, Rippstein, Reith, Steinmann, O. Gonnert, T. Schlereth, D. Schmitt, Wagner, Moser, Markof, Rugovaj

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