Eltmann
Volleyball

Letztes Saisonspiel der Heitec Volleys: Trotz Titel keine Kaffeefahrt

Die Heitec Volleys Eltmann haben die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga sicher. Trotzdem wollen sie "kein Spiel abschenken".
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Jubel in Eltmann: Weil die Hachinger Reserve den amtierenden Meister TSV Grafing in einer Nachholpartie schlägt, zementieren die Heitec Volleys den ersten Tabellenplatz. Foto: Werner Haala
Jubel in Eltmann: Weil die Hachinger Reserve den amtierenden Meister TSV Grafing in einer Nachholpartie schlägt, zementieren die Heitec Volleys den ersten Tabellenplatz. Foto: Werner Haala

Riesenjubel bei den Heitec Volleys Eltmann: Ein Spieltag vor Saisonende ist die ambitionierte Mission Meisterschaft erfolgreich abgehakt. Der Liga-Primus kann nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Schützenhilfe leisteten dabei die AlpenVolley Haching II. Sie besiegten in einem Nachholspiel den Tabellenzweiten und noch amtierenden Meister TSV Grafing in einer hochdramatischen Partie mit 3:2.

Das Team um Trainer Marco Donat und Manager Rolf Werner erlebte die Begegnung am Mittwochabend live in der Eltmanner Georg-Schäfer-Sporthalle auf einer Großleinwand. Nach dem 15:13 im Tiebreak für die Hachinger kannte die Freude keine Grenzen mehr. Die Spieler rissen die Arme nach oben, fielen sich immer wieder um den Hals, brüllten lautstark die enorme Anspannung heraus und ließen die Sektkorken knallen. Bis in die frühen Morgenstunden feierte die Mannschaft um Kapitän Basti Richter in diversen Locations ihren großartigen, hoch verdienten Erfolg ausgiebig. Folgerichtig fiel auch noch am Donnerstag das Training aus.

Doch bereits heute werden die Feierlichkeiten vorübergehend beendet. Dann kehrt wieder der Ernst des Sportlerlebens ein. Die Eltmanner werden sich intensiv und akkurat auf das letzte Spiel bei der FT Freiburg vorbereiten. "Wir wollen die Saison schon aus Gründen der sportlichen Fairness seriös zu Ende bringen", unterstreicht Chefcoach Donat, "das sind wir den Vereinen schuldig, die sich noch im Kampf um den Klassenerhalt befinden. Wir werden keinen Betriebsausflug in den Schwarzwald veranstalten. Wir wollen auch bei den abstiegsgefährdeten Freiburgern gewinnen. Wir wollen uns mit Anstand aus der Liga verabschieden."

Auch Manager Werner betont, dass die Heitec Volleys nicht einseitig in den Abstiegskampf eingreifen möchten: "Wir wollen ein würdiger Meister sein und kein Spiel abschenken, um jemand einen Gefallen zu tun. Alle Spieler werden in Freiburg noch einmal Vollgas geben. Wir werden mit unserem besten Team antreten und es wird auch keine ominösen Krankheiten geben."

Nach der Meisterschaft haben die Heitec Volleys jetzt das Unternehmen "Aufstieg in die erste Liga" im Visier. Die Unterfranken haben fristgerecht einen Antrag für eine Lizenz in der ersten Volleyball Bundesliga (VBL) für die Saison 2019/20 eingereicht. Gestern fand ein erstes Gespräch über das ausführliche Lizenzierungs-Prozedere mit Daniel Sattler, dem Manager Organisation und Finanzen der Volleyball Bundesliga GmbH in Eltmann statt.

Genaue Ergebnisse des Treffens werden jedoch erst in den kommenden Tagen bekannt. Werner möchte die Heitec Volleys mittelfristig in der ersten Bundesliga etablieren und zu einem Leuchtturm-Projekt in der Metropolregion Nürnberg entwickeln. Inzwischen ist auch bereits eine Spielbetriebes GmbH notariell gegründet.

Heitec Volleys: Clay Couchman, Johnny Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanov, Max Bibrack, Marius Wacek, David Strobel

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