Westheim
Zabelstein-Run

Laufbegeisterung bei Alt und Jung

Das herrliche Wetter zieht über 400 Sportler an. Bei den Herren gewinnt Sven Starklauf, während zwei Damen zeitgleich als Erste ins Ziel einlaufen.
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Eine stolze Zahl von 138 Teilnehmern ging beim Halbmarathon  über 21,1  Kilometer mit dem späteren Sieger Sven Starklauf (2. von links) an den Start. Günther Geiling
Eine stolze Zahl von 138 Teilnehmern ging beim Halbmarathon über 21,1 Kilometer mit dem späteren Sieger Sven Starklauf (2. von links) an den Start. Günther Geiling
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Die ideale Kombination aus der sportlichen Herausforderung und einem genussvollen Lauferlebnis durch die herbstliche Landschaft und die Waldausläufer des Steigerwalds bietet der Zabelstein-Run, der am Wochenende zum 2. Male mit dem Halbmarathon ausgetragen wurde. Über 400 Sportler genossen bei Bilderbuchwetter die Laufstrecken. Sieger im Halbmarathon wurde Sven Starklauf mit der hervorragenden Zeit von 1:20:42 Stunden, während bei den Frauen Sandra Haderlein und Elvira Flurschütz (beide SC Kemmern) zeitgleich mit 1:37:00 Stunden die Ziellinie passierten.

Seit 2014 gibt es die "Zabelstein-Runners" in der Leichtathletikabteilung des TSV Westheim, unter ihrem Organisationschef Tobias Reßmann haben sie seitdem einen enormen Aufschwung genommen. Schon das Gesicht von Reßmann war am frühen Morgen ein Spiegelbild von Sonnenschein und blauem Himmel. "Wir haben wirklich nicht nur ein ideales, sondern ein brillantes Wetter, das man sich nicht kaufen, höchstens wünschen kann", meinte er dazu.

Schäden beseitigt

Dabei hätte es auch ganz anders ausgehen können, wenn der Sturm der letzten Woche erst wenige Tage vor dem Lauf stattgefunden hätte. Gut, wenn man als Schirmherrn den 1. Bürgermeister der Gemeinde Knetzgau hat. Der Bauhof der Gemeinde hatte nämlich im Vorfeld allerhand zu tun.

"Am Zabelstein hatten wir wirklich große Sturmschäden. Bäume lagen über die Wege und die Laufstrecke. In Zusammenarbeit mit dem Staatsforst konnten wir jedoch rechtzeitig alles beseitigen", betonte Bürgermeister Stefan Paulus. Auch Reßmann zeiget sich glücklich, "denn, wenn der Sturm erst kurz zuvor gewesen wäre, hätten wir den Lauf absagen müssen. Auch sind wir froh, dass es nicht windig ist und wir uns auch auf stürzende Bäume einstellen müssten. Das wäre ein zusätzlicher Risikofaktor gewesen."

So ließ der strahlende Sonnenschein alles vergessen, auch die Anzahl der rund 470 Teilnehmer unterstrich dies. Ebenso hatten die nahezu 100 Helfer alles bis ins Detail vorbereitet - auf der Strecke, aber auch im "Stadion", wo man sogar auf Bildschirmen den aktuellen Stand der Laufzeiten mitverfolgen konnte.

Knackige Anstiege

138 Teilnehmer gingen an den Start zum Halbmarathon. Nach der schönen Laufstrecke durch die herbstliche Landschaft und Aussichtspunkte zum Schloss Oberschwappach oder Wohnau, sah man auch die herbstliche Färbung im Laubwald, die aber bald zur Nebensächlichkeit wurde, denn es gab zwei Anstiege. Der erste erfolgte von Kilometer 4 zu Kilometer 7 mit fast 100 Höhenmetern. Nach Kilometer 8 ging es noch steiler (310 Höhenmeter) bis auf den Zabelstein (482). "Hier müsst ihr schon etwas auf die Zähne beißen", hatte Reßmann schon vor dem Start die Läufer darauf eingestimmt.

Sieger Sven Starklauf hatte sich vom Start an vom Feld abgesetzt und hatte schon in Oberschwappach rund 30 Sekunden Vorsprung. Auf dem Zabelstein kam er sogar mit drei Minuten Vorsprung an. "Mit dieser Leistung war ich dort natürlich sehr zufrieden und ließ es dann etwas ruhiger angehen. Ich habe dort schon meine Beine gespürt, zumal es der fünfte Wettkampf innerhalb von fünf Wochen für mich war. Aber trotzdem war die Strecke wieder super, es hat großen Spaß gemacht."

Mit einem Vorsprung von fast sechs Minuten überquerte der 37-Jährige die Ziellinie vor den beiden Routiniers Matthias Pfuhlmann (1:26:36) und Uli Pfuhlmann (1:27:16), deren Leistungen mit ihren 51 und 50 Jahren nicht weniger herausgestellt werden müssen.

Bei den Damen teilten sich die bayerische Meisterin Sandra Haderlein und Elvira Flurschütz (beide vom SC Kemmern) mit der gleichen Zeit von 1:37 Stundebn den ersten Platz vor Amelie Dornberger (SV Altenschönbach, 1:40:18). Beachtlich war auch Platz 6 von Karin Müller vom TV Zeil sowie Rang 7 von Nicole Karner von den Zabelstein Runners.

Eine tolle Leistung bot beim "Optik-Zwo"-Lauf über elf Kilometer der Lokalmatador Luca Hilbert von den Zabelstein-Runners, der mit seinen 37:52 Minuten den Streckenrekord um mehr als drei Minuten verbesserte. Nach Andreas Sperber und Markus Unsleber folgten auf den nächsten Plätzen wie im Halbmarathon "zwei Pfuhlmanns", die Söhne von Matthias Pfuhlmann. In der "Lauf-Familie" braucht man sich also um die Zukunft keine Sorgen machen. Bei den Damen siegte Julia Barth in 48:11 Minuten.

Dass die Zabelstein Runners viel Wert auf die Nachwuchsarbeit legen, konnte man schon an den vielen Teilnehmern im Kinder- und Jugendbereich ersehen. Mit großer Begeisterung gingen 55 Bambinis auf ihre Strecke um das Sportgelände, 61 Schüler und Jugendliche absolvierten ihre 2,5-Kilometer-Strecke.

Aber auch nach oben gibt es anscheinend so gut wie keine Altersgrenze. Älteste Teilnehmer beim Halbmarathon waren Dieter Probst (Jahrgang 1952) vom ASC Boxdorf und Erwin Hartmann (1953) von der LG Würzburg.

Begeisterung mit 84 Jahren

Dies wurde nur noch gedopt vom ältesten Teilnehmer aller Wettbewerbe. Dies war der 84-jährige Alfred Zach von der TS Lichtenfels. Seine Begeisterung sah man ihm trotz des Alters an. Er war von den Zabelstein-Runners und Westheim ganz angetan. "Dies ist eine tolle Organisation. Für mich ist die Hauptsache, dass die Gelenke mitmachen und ich Spaß habe."

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