Zeil am Main
Kegeln

Kegeln: Unterschiedliche Vorzeichen in der 2. Bundesliga

Die 2. Bundesliga nimmt am Wochenende ihren Spielbetrieb auf. Für den SKK Gut Holz Zeil ist es das schwere zweite Jahr. Die übrigen neun Mannschaften gehen mit unterschiedlichen Zielen in die Saison.
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Der Zeiler Holger Jahn (rechts) duellierte sich in der Vorsaison mit dem Schweinfurter Edwin Bischoff. Doch dazu wird es in der neuen Spielzeit nicht mehr kommen. Bischoff wechselte in die zweite Mannschaft des SKC Staffelstein. Foto: Ralf Naumann
Der Zeiler Holger Jahn (rechts) duellierte sich in der Vorsaison mit dem Schweinfurter Edwin Bischoff. Doch dazu wird es in der neuen Spielzeit nicht mehr kommen. Bischoff wechselte in die zweite Mannschaft des SKC Staffelstein. Foto: Ralf Naumann

Für den SKK Gut Holz Zeil beginnt am Samstag die zweite Saison in der 2. Bundesliga. Neun weitere Mannschaften nehmen mit den Zeilern den Kampf um die Plätze auf.

Wie auch schon in der abgelaufenen Saison werden die "Gallier" vom TSV Großbardorf wieder ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen. Mit dem Abstieg, auch wenn dieser in der kommenden Saison nach der Ligenreform geballt auf die Teams zukommen könnte, wird der TSV nichts zu tun haben. Als Saisonziel haben die Großbardorfer den Titel und den Aufstieg in die 1. Bundesliga ausgegeben.

Die abgelaufene Saison verlief aus Sicht der TSG Kaiserslautern alles andere als zufriedenstellend. Die Pfälzer ließen vor allem in der Vorrunde unnötig viele Punkte liegen und landeten am Ende nur auf Rang 3. Nun unternehmen sie am Fuße des Betzenbergs einen Anlauf auf den Titel. Perspektivisch würde die TSG gerne in der 1. Bundesliga im Konzert der Großen mitspielen.

Hinter Gut Holz Zeil kam in der Spielzeit 2018/2019 der FSV Erlangen-Bruck auf Platz 5 ins Ziel. Personell haben die Macher der Mittelfranken auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen und mit dem Tschechen Radek Dvorak einen ehemaligen Spieler des SKC Kasendorf an Bord geholt. Mit einer Mischung aus Nachwuchstalenten und Routiniers hat Erlangen wieder eine starke Mannschaft zusammengestellt. Die Mittelfranken schielen auf eine Platzierung unter den ersten fünf Teams.

Immer wieder schwer auszurechnen ist die Reserve des Bundesligatraditionsvereins SKC Victoria Bamberg. Die Aufstellung der Zweitligamannschaft ist abhängig von der Personaldecke des Bundesligateams, weshalb es äußerst schwierig erscheint, einen festen Kader der Reserve auszumachen.

Im vergangenen Jahr sorgte der SKC GH SpVgg Weiden für positive Überraschungen und schloss die Saison auf dem siebten Platz ab. Besonders die Heimstärke auf der heimischen Anlage am Wasserwerkstadion war die Grundlage des Erfolges der Oberpfälzer. Mit Marco Maier haben die Verantwortlichen einen jungen Spieler vom Aufsteiger SC Luhe-Wildenau nach Weiden gelotst und den Kader in der Breite besser aufgestellt.

Schweinfurt komplettiert Trio

Der ESV Schweinfurt komplettiert das unterfränkische Main-Rhön-Trio und geht nach dem knapp entgangenen Abstieg in der Vorsaison wieder in der 2. Bundesliga an den Start. Auch in dieser Saison kann für den ESV nur der Klassenerhalt das Ziel sein. Das wird angesichts der verschärften Abstiegssituation kein leichtes Unterfangen, nachdem mit Edwin Bischoff ein erfahrener Spieler den Verein in Richtung SKC Staffelstein II verlassen hat.

Nach dem Erfolg beim Aufstiegsturnier in Ludwigshafen ist der Bayernligameister SC Luhe-Wildenau zurück in der 2. Bundesliga. Den Oberpfälzern gelang nach dem Abstieg 2018 der direkte Wiederaufstieg. Im zweiten Anlauf wollen sie es besser machen und die Klasse halten.

Neben dem SC Luhe-Wildenau schaffte der SKV Old School Kaiserslautern den Aufstieg. Damit müssen alle Mannschaften zweimal in die pfälzische Universitätsstadt fahren. Die Kaiserslauterer waren bislang im Spielsystem mit 200 Wurf aktiv, weshalb abzuwarten bleibt, wie sich der Aufsteiger in der Liga etablieren kann.

Der zehnte Verein in der 2. Bundesliga ist der dritte Aufsteiger KV Liedolsheim. Dieser musste wie Luhe-Wildenau vergangenes Jahr den Abstieg hinnehmen, kehrte aber umgehend zurück. Ein Wiedersehen für die Zeiler wird es beim Aufeinandertreffen mit den Badenern mit dem Ex-Zeiler Stefan Seitz (früher Schneidawind) geben, der seit einigen Jahren die Kugeln für den KV Liedolsheim rollen lässt. Auch für den Verein aus dem Landkreis Karlsruhe wird es in erster Linie um den Klassenerhalt gehen.

Holger Jahn im Kurzinterview

Der in Haßfurt geborene Holger Jahn ist ein Aushängeschild der Zeiler Kegler. Bereits seit 1983 ist der Kfz-Servicetechniker für den SKK Gut Holz Zeil aktiv. Mit 1022 Kegeln auf 200 Wurf war Jahn viele Jahre Bahnrekordhalter auf der Zeiler Sportkegelanlage, ehe er von seinen Teamkollegen Olaf Pfaller (1035) und Patrick Löhr (1048) überflügelt wurde. Wenige Tage vor dem Saisonstart gibt der 47-Jährige im Kurzinterview eine Einschätzung über die Ziele des Teams ab. Welche Gedanken haben Sie zur bevorstehenden Saison ?

Holger Jahn: Nachdem wir uns in der ersten Saison in der 2. Bundesliga mit Platz 4 recht gut geschlagen haben, wartet nun die zweite und bekanntlich schwerste Saison auf uns. Dazu kommt, dass die Gegner der Liga mittlerweile auch unsere Bahnen kennen und sich besser darauf einstellen können. Welches Ziel hat die Mannschaft in der neuen Saison?

Das Ziel ist der Klassenerhalt, was heuer durch die Reduzierung von vier auf drei 2. Bundesligen und der verschärften Abstiegsregelung nicht einfach werden wird. Aus diesem Grund streben wir einen Platz unter den ersten Fünf an, um nichts mit den möglichen Abstiegsszenarien zu tun zu haben. Ein positives Punktekonto wäre hierfür hilfreich.

Was nehmen Sie sich persönlich für die neue Saison vor?

Ich möchte auf jeden Fall weiterhin konstante Leistungen zeigen. Dies wird aufgrund meines fortschreitenden Alters von Jahr zu Jahr immer schwerer, aber ich bin zuversichtlich, dass mir das gelingen wird. Auf der einen oder anderen Auswärtsbahn möchte ich eine noch bessere Leistung bringen als in der Vorsaison. Dann kann ich zufrieden sein.

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