Haßfurt
Eishockey

Kantersieg gegen Vilshofen - Niederlage trotz Aufholjagd am Freitag

Der ESC Haßfurt schießt den ESC Vilshofen aus dem Stadion und gewinnt zweistellig. Die Partie am Freitag gab der ESC trotz Aufholjagd ab.
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Jan Trübenekr traf in Buchloe drei Mal.  Foto: Ralf Naumann
Jan Trübenekr traf in Buchloe drei Mal. Foto: Ralf Naumann

Mit Timo Jung zwischen den Pfosten besiegte der Eishockey-Landesligist ESC Haßfurt den ESC Vilshofen deutlich mit 12:2. Die wegen einer defekten Scheibe mit Verspätung angepfiffene Partie begann für den ESC nach Maß: Beim Stand von 4:0 ging es für die Hawks in die Drittelpause.

Im zweiten Spielabschnitt bauten die Hausherren die Führung aus, ehe Vilshofen per Doppelschlag auf die Anzeigetafel kam. Im Schlussdrittel legte Haßfurt vier weitere Tore nach. Michal Babkovic steuerte vier Treffer bei. Jan Trübenekr, Michael Breyer und David Franek je zwei. Jakub Sramek und Daniel Hora trafen je ein Mal. Ein ausführlicher Bericht folgt morgen.

Das Freitagsspiel

"Man hat wieder einmal gesehen, dass man in dieser Runde von Anfang an hellwach sein muss", sagt Andreas Kurz. Das waren die Haßfurter Hawks am Freitagabend bei der Verzahnungsrundenpartie in Buchloe nicht. Zwar ging das Spiel knapp mit 8:7 verloren, doch für den Sprecher des ESC-Gesamtvorstandes kein Grund für einen Vorwurf an die Mannschaft. Im Gegenteil: "Ich bin zufrieden und auch ein wenig stolz auf die Jungs, wie sie versucht haben, ein bereits verlorenes Spiel noch zu drehen."

ESV Buchloe - ESC Haßfurt 8:7

(5:0, 1:5, 2:2)

Der Reihe nach: Die Partie war nach 23 Minuten eigentlich "schon durch", wie Haßfurts Trainer Martin Reichert ernüchtert feststellte. Immerhin markierte Buchloes Alexander Krafczyk nach zwei Minuten und 51 Sekunden im zweiten Abschnitt bereits die 6:0-Führung für die Piraten. Und die 15 mitgereisten Haßfurter Fans unter den 244 Zuschauern befürchteten eine neuerliche Klatsche nach der 8:1-Packung in Geretsried vor einer Woche.

"Zu viele individuelle Fehler"

"Da waren wir noch nicht wach, haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht und haben auch noch kuriose Tore bekommen", analysierte Reichert in der Pressekonferenz nach der Partie. Sein Buchloer Kollege Alexander Wedl, der seinerseits von "einer glücklichen, überraschend deutlichen Führung sprach", stimmte ihm zu. Es hatte seltsamerweise den Anschein, als ob die Haßfurter im ersten Drittel noch gedanklich im Bus saßen und nicht in der Sparkassen-Arena auf dem Eis standen.

Doch noch einmal wollte sich das Team um Kapitän Christian Dietrich - erst recht nach dem überzeugenden Auftritt gegen Dorfen - nicht die Blöße geben. Nachdem die Hausherren das halbe Duzend voll gemacht hatten, übernahmen die Hawks mehr und mehr das Kommando. Sie spielten Buchloe nun förmlich an die Wand. Die Vorderleute des eingewechselten Timo Jung (er stand ab dem Mittelabschnitt für Martin Hildenbrand zwischen den Pfosten) trafen zwischen der 24. und 35. Minute fünf Mal ins Schwarze. Michal Babkovic (24./26.) und Jan Trübenekr (26./35.) jeweils per Doppelschlag und Jakub Sramek (33.), und schafften bis zur zweiten Pausensirene tatsächlich den 6:5-Anschluss.

Ausgeglichenes Schlussdrittel

Die letzten 20 Minuten - mittlerweile hatte auch Buchloe seinen Torwart gewechselt - verliefen dann auf Augenhöhe. Die Gastgeber hatten Chancen auf weitere Treffer, die Hawks die Möglichkeit zum Ausgleich. "Zwei Überzahltreffer haben uns das Genick gebrochen und wir haben ein Spiel verloren, in dem wir stark zurückgekommen sind", zeigte sich Reichert nach den Gegentreffern 7 und 8 frustriert.

Simon Beslic sowie David Vycichlo schossen binnen 53 Sekunden erneut einen Drei-Tore-Vorsprung heraus (50./51.), den erneut das topaufgelegte Duo Michal Babkovic (55.) und Jan Trübenekr (58.) mit ihrem jeweils dritten Treffer nur noch auf 8:7 verkürzen konnte. Bereits vier Minuten vor dem Ende hatte derweil Timo Jung sein Tor für einen weiteren Feldspieler geräumt. Trotz mehrerer Ausgleichschancen des ESC blieb es aber beim knappen Buchloer Heimsieg.

Hoffen auf schnelle Entscheidung

"Im Interesse aller" hofft Andreas Kurz bezüglich des Kontingentspielerstreits zwischen dem ESC Haßfurt und dem Bayrischen Eissportverband (BEV) mit einer Entscheidung "in den nächsten drei bis vier Wochen". Bis dahin werden alle Partien mit Beteiligung der Hawks, die wie angekündigt wieder mit ihren vier ausländischen EU-Akteuren aufliefen, für den Gegner gewertet. bislang immer mit 0:5 Toren und drei Punkten. Ausnahme ist die 8:1-Niederlage bei den Riverrats in Geretsried.

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Ribarik, Marx, Bates - Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Zösch, Kratschmer, Breyer / SR: Vorgeitz - Daumann, Zeck / Zuschauer: 244 (15 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: 6:1 (24.) Babkovic (Franek, Zösch), 6:2 (27.) Trübenekr (Sramek, Lang), 6:3 (26.) Babkovic (Zösch), 6:4 (33.) Sramek (Stahl, Hora), 6:5 (35.) Trübenekr (Sramek), 8:6 (55.) Babkovic, 8:7 (59.) Trübenekr (Hora, Babkovic) / Strafminuten: Buchloe 14 / Haßfurt 14

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