Ebelsbach
Fußball-Kreisliga Schweinfurt 2

Kaiser: "Wollen uns oben etablieren"

Derbysieg gegen Neubrunn, das Nachbarschaftsduell mit Eltmann vor der Brust: Ebelsbachs Spielertrainer Harald Kaiser im Interview.
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"Da geht's lang": Harald Kaiser, hier mit Oliver Wacker, gibt beim SV Rapid  Ebelsbach die Richtung vor.  Foto: Ralf Naumann
"Da geht's lang": Harald Kaiser, hier mit Oliver Wacker, gibt beim SV Rapid Ebelsbach die Richtung vor. Foto: Ralf Naumann
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Neubrunn, Eltmann, Steinbach - der SV Rapid Ebelsbach hat in der Fußball-Kreisliga einige heiße Duelle zu bestreiten. Das erste hat die Mannschaft von Spielertrainer Harald Kaiser bereits erfolgreich absolviert. Was er sich gegen Eltmann erwartet, warum der Sieg gegen Neubrunn nicht überbewertet werden sollte und wo es überhaupt mit dem Rapid hingeht, erzählt der 32-Jährige im Interview.

Zum Auftakt ein Unentschieden gegen Aufsteiger Aidhausen. Wie gut tut da ein 6:1-Kantersieg im Derby gegen Neubrunn?
Harald Kaiser: Der Derbysieg war natürlich ein schönes Erlebnis. Allerdings darf man das deutliche Ergebnis auch nicht zu hoch hängen. Dem FC Neubrunn hat an diesem Tag Daniel Hümmer gefehlt, Fabian Schmitt ist zu Saisonbeginn nach Krum gegangen. Zwei wichtige Stützen der Mannschaft waren also nicht dabei.

Trotzdem sprechen sechs Tore eine deutliche Sprache.
Das schon, aber wir haben Neubrunn einfach auf dem falschen Fuß erwischt und unsere Chancen genutzt.

Felix Große hat drei Mal getroffen. Die Stürmerposition war bisher das Manko beim Rapid. Kann er die Lücke schließen?
Ich hoffe es. Felix entwickelt sich stetig weiter und wird in dieser Saison auch sicher noch mehrere Tore für uns schießen. Außerdem hat er hinter sich mit Luka Hornung einen Spieler, der ihm die idealen Bälle serviert.

Wie wichtig ist es für das Team, dass Luka Hornung wieder zurück in Ebelsbach ist?
Mit Luka bekommt unser Offensivspiel mehr Qualität. Die Last im Angriff ist jetzt auf mehrere Schultern verteilt, die Offensivabteilung bekommt Unterstützung. Das ist schon richtig gut, dass er nach fünf Jahren in Sand wieder hier in Ebelsbach ist. Außerdem ist er einfach ein super Typ.

Ist er der ideale Zehner?
Luka ist im Offensivbereich vielseitig einsetzbar. Aber ja, die Zehn ist schon seine Lieblingsposition, in der ich ihn auch vorrangig sehe. Wobei er auch auf den Außenbahnen oder auf der Acht spielen könnte - in Ausnahmefällen.
Oliver Wacker ist momentan auf Weltreise und wird voraussichtlich im Winter zurückkehren. Ist er für die Rückrunde eingeplant?
Wir rechnen mit seiner Rückkehr frühestens im Winter. Und dann planen wir ihn auch wieder für den Kader der ersten Mannschaft ein (lacht).
Es ist ihr zweites Jahr in Ebelsbach, vor einiger Zeit wurde der Schlachtruf "Rapid 2020" ausgegeben. Was hat es damit auf sich?
Wir wollen uns oben in der Kreisliga etablieren und uns dauerhaft dort ansiedeln. Es ist nicht die höchste Priorität, in die Bezirksliga aufzusteigen. Wehren würden wir uns dagegen natürlich auch nicht. Aber ob so ein Coup gelingt, hängt von vielen Faktoren ab.

Die da wären?
Da muss alles stimmen. Die Jungs müssen verletzungsfrei bleiben, enge Spiele für uns laufen. Die Bezirksliga ist sportlich hochinteressant, gerade für unser junges Team. Aber wie schon gesagt: Das ist nicht das absolute Ziel. Wir wollen eine schlagkräftige Kreisligamannschaft sein.

Wer sind dann die Kandidaten für den Aufstieg?
In erster Linie der TSV Knetzgau als Absteiger. Hätten die in der vergangenen Saison nicht so ein Verletzungspech gehabt, wäre der Abstieg sicher vermeidbar gewesen. Außerdem sehe ich noch den FC Haßfurt und die Sportfreunde Steinbach ganz oben. Gerade Steinbach hat sich mit Nicolai Schwinn und Toni Jilke sehr gut verstärkt. In Kombination mit einem fitten Stefan Seufert ist das eine echt starke Truppe.

Blick nach unten: Welche Teams werden sich schwer tun?
Das ist eine schwierige Frage. Für die SG Eltmann wird es eine harte Saison, wahrscheinlich auch für den FC Neubrunn. Wenn sie noch einmal personell nachlegen, kann sich das aber schnell ändern. Aber auch für Prappach, Hofheim, Sennfeld, Sylbach oder Aidhausen könnte es schwierig werden.

Das ist ja fast die halbe Liga.
Ja, so würde ich das einschätzen. Ich denke, dass fast die Hälfte der Liga recht lange mit dem Abstieg zu tun haben wird. Da geht es eng zu, die Unterschiede sind minimal. Die Form wird entscheidend sein. Diese Teams haben das Potenzial für eine gute Saison. Mit Pech könnten sie aber auch ganz unten rein rutschen.

Mit dem Rückenwind vom Derbysieg in Neubrunn geht es ins nächste Nachbarschaftsduell. Am Sonntag ist die SG Eltmann zu Gast. Was rechnet sich der Rapid aus?
Das ist ein Derby zu Hause, natürlich rechnen wir uns einiges aus. Ein Selbstläufer wird es aber nicht. Eltmann steht zwar noch ohne Sieg da, allerdings haben wir erst zwei Spieltage hinter uns. Das ist also wenig aussagekräftig. Zu sagen, dass wir haushoher Favorit sind, wäre vermessen. Aber eins ist sicher: Derby ist Derby.


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