Haßfurt
Eishockey-Landesliga

Kämpferherz wird diesmal nicht belohnt

Der ESC Haßfurt lässt sich gegen Amberg auch von Rückstanden nicht aus der Ruhe bringen, verliert die enge Begegnung aber doch.
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Drei von vier Toren gehen wieder auf das Konto von Jakub Sramek. Trotzdem konnte auch er die knappe 4:5-Niederlage der Haßfurter Hawks beim ERSC Amberg am Freitag nicht verhindern. Ralf Naumann
Drei von vier Toren gehen wieder auf das Konto von Jakub Sramek. Trotzdem konnte auch er die knappe 4:5-Niederlage der Haßfurter Hawks beim ERSC Amberg am Freitag nicht verhindern. Ralf Naumann

s war wieder eine knappe Angelegenheit: Erst 4:36 Minuten vor der Schlusssirene sorgte Bernhard Keil für die Entscheidung zugunsten der Wild Lions aus Amberg. Sein Treffer zum 5:4 gegen die Haßfurt Hawks war der Schlusspunkt eine tollen und spannenden Partie in der Eishockey-Landesliga. ERSC Amberg - ESC Haßfurt 5:4 (2:1, 2:2, 1:1) Das Spiel fand "stets auf Augenhöhe" statt, wie Haßfurts Sportvorstand Andreas Kurz betonte: "Beide Mannschaften haben sich gegenseitig neutralisiert und sich alles abverlangt", sagte er. Zugleich räumte er aber ein, dass Amberg "dieses eine Tor besser" war. "Glücklich gewonnen, aber nicht unverdient, nachdem wir ein paar zu viele individuelle Fehler gemacht haben", lautete sein Fazit.

"Die Mannschaft hat super gekämpft und bis zum Ende alles gegeben", hatte auch Trainer Martin Reichert trotz der vierten Saisonniederlage gegen seinen persönlichen Meisterfavoriten nichts auszusetzen. Ihn freute es vielmehr, dass sich die Hawks selbst durch den dreimaligen Zwei-Tore-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließen und weiter alles gaben. "Wir sind Gott sei Dank immer wieder zurückgekommen", sagte der Sylbacher. Zwar gingen die von Anfang sehr druckvollen Löwen nach Toren von Dan Heilmann (8.) und Thomas Schreier (9.) mit 2:0 in Führung, doch Jakub Sramek sorgte noch vor der ersten Pausensirene für den Anschluss (11.).

Der ESC-Torjäger war es auch, der nach dem 3:1 durch Vaclav Benak (30.) und Daniel Vlach (37.) jeweils die passenden Antworten hatte und mit seinen Saisontreffern 23 (35.) und 24 (40.) die Spannung aufrecht erhielt. Als Michael Stach im Schlussdrittel auf Zuspiel von Michal Babkovic sogar der 4:4-Ausgleich gelang (48.), war die hochklassige und diesmal faire Partie sogar wieder völlig offen. Die knapp 60 Haßfurter Schlachtenbummler unter den 577 Zuschauern schöpften jedenfalls neue Hoffnung. Letztlich gelang Bernhard Keil, nachdem Amberg den Druck nochmals erhöht hatte und den Sieg in der regulären Spielzeit erzwingen wollte, kurz vor Ende doch der Siegtreffer zum 5:4.

Reichert konnte aufgrund einer Strafzeit gegen Michael Breyer, der bis eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene auf der Strafbank saß, erst spät mit sechs Feldspielern (Goalie Martin Hildenbrand war längst vom Eis gegangen) seine Schlussoffensive starten. Vergeblich.

"Das ist natürlich unglücklich und schade, wenn du am Ende noch ein Gegentor kriegst. Aber das muss man auch hinnehmen", hätte sich Reichert über das Erreichen der Verlängerung gefreut, was zumindest mit einem Punkt belohnt worden wäre. "Schade, dass wir nichts mitnehmen konnten, es war auf alle Fälle möglich. Aber wer nach 60 Minuten vorne liegt, der hat so ein Spiel im Endeffekt verdient gewonnen."

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Marx, Rambacher, Bates - Kurz, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Stach, Zösch, Breyer / SR: Schmidt - Fiala, Kaderabek / ZS: 577 (60 aus Haßfurt) / Tore: 1:0 (8.) Heilman (Hendrikson, Vlach), 2:0 (9.) Schreier (Köbele), 2:1 (11.) Sramek, 3:1 (30.) Benak (Heilman, Keil), 3:2 (35.) Sramek (Hora, Stahl) 4-5, 4:2 (37.) Vlach (Benak, Keil) 5-4, 4:3 (40.) Sramek, 4:4 (48.) Stach (Babkovic, Max Hildenbrand), 5:4 (56.) Keil (Hendrikson, Benak) / Strafzeiten: Amberg 16 / Haßfurt 10.

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