Sand am Main
Fußball

Hoffen auf letzte Chance bei den Fußballern des FC Sand II

Nach dem 0:1 beim TSV Münnerstadt geht es für den FC Sand II nun gegen die FVgg Bayern Kitzingen im Kampf um einen Platz in der Bezirksliga Unterfranken.
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Der Münnerstadter will dem Sander Lukas Hager (links) den Ball abjagen. Foto: Ryan Evans
Der Münnerstadter will dem Sander Lukas Hager (links) den Ball abjagen. Foto: Ryan Evans

Erst 2:2 zu Hause im Seestadion, 0:1 dann am Samstag beim TSV Münnerstadt durch ein spätes Gegentor von Sebastian Blank in der 90. Minute: Den Fußballern des Kreisliga-Zweiten FC Sand II bleibt nun noch eine Chance, sich doch noch für die Bezirksliga zu qualifizieren. Am Mittwoch (18.30 Uhr) geht es auf dem Platz des SC Brünnau gegen die FVgg Bayern Kitzingen. TSV Münnerstadt - FC Sand II 1:0

Die Münnerstadter spielen auch in der nächsten Saison in der Bezirksliga, die Sander "Zweite" eventuell auch, muss dafür aber am Mittwoch in Brünnau Bayern Kitzingen bezwingen. "Ein fünftes Spiel ist uns gottseidank erspart geblieben", meinte nicht nur TSV-Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh, der zusammen mit den 407 Zuschauern zuvor ein spannendes Match erlebt hatte. Spannend deswegen, weil den Gästen nach dem 2:2-Hinspiel schon ein 1:0 zum Aufstieg gereicht hätte, "und so ein Gegentreffer kann immer fallen", so TSV-Coach Klaus Keller. Um diesen Gefährdungen zu entgehen, drückten die Gastgeber gleich aufs Gaspedal, waren auf eine Vorentscheidung erpicht und drängten die Schützlinge von Christian Michl in deren Hälfte zurück.

Münnerstadt vergibt Chancen

Früh wurde aber auch klar, dass auch in dieser gutklassigen und fairen Begegnung, die in Steffen Ehwald (Geldersheim) einen wenig geforderten Unparteiischen hatte, das Manko der Münnerstadter offenbar wurde. Wie schon in der gesamten Saison wurden zwar wieder hochklassige Möglichkeiten herausgespielt, doch deren Verwertung war mäßig. Vor der Pause bewahrte FC-Keeper Felix Schneider sein Team vor einem Rückstand. "Unser Plan, an die starke zweite Halbzeit vom Hinspiel anzuknüpfen, ging nicht auf, weil wir den schnellen Ballstafetten des Gegners nicht nachkamen und ein erster Substanzverlust nach fünf Spielen in zwei Wochen erkennbar war", so der Gäste-Trainer, dessen Hoffnung auf den Aufstieg sich da schon auf den Ausgang der Partie SV Erlenbach - Baiersdorfer SV (0:2) beschränkte. Doch aus Erlenbach kamen da schon keine guten Nachrichten, weil die Gastgeber in Rückstand lagen, "was ich einkalkuliert hatte und die Spieler darauf eingeschworen hatte, sich aus eigener Kraft in der Bezirksliga zu halten", so nach dem Abpfiff Klaus Keller.

Diese hielten ihre offensive Marschroute auch im zweiten Durchgang durch, allerdings auch die Kunst, tolle Gelegenheiten zu versieben. So tauchte Janik Markert nach Coprak-Flanke völlig frei vor dem Sander "Goalie" auf, der den unplatzierten Kopfball von der Torlinie zerrte (52.). Fünf Minuten später gelangte ein langer Schlag von Philipp Müller zu Fleischmann, der sich das Eck hätte aussuchen können, doch genau auf Schneider zielte.

Sander setzen auf Konter

Von den Gästen kam in der Offensive weiter wenig, sie brachten frische Kräfte, die zunächst mit Defensivarbeiten beschäftigt waren. Zum Beispiel in der 73. Minute, als ein Pass von Tobias Kröckel zum durchstartenden Coprak gelangte, dessen Schuss vom Torhüter durch einen Handreflex die Geschwindigkeit genommen wurde, der zurückgeeilte Luca Zeiß schlug das Leder dann von der Torlinie.

Nach dieser Szene wurde die Michl-Elf aktiver, versuchte sich nun mit Kontern, bei einem musste TSV-Keeper Patrick Balling durch rechtzeitiges Herausstürzen Kopf und Kragen gegen den einschussbereiten Lukas Hager riskieren (75.). Großes Kopfschütteln in der 80. Minute, als die Platzherren drei Riesenchancen im Sekundentakt liegen ließen, "da kann man schon einmal einen reinmachen", so der neutrale Zuschauer Peter Kohlhepp, der dann doch noch den entscheidenden Treffer sah.

Nach einer feinen Einzelaktion von Lukas Katzenberger, der einen Slalomlauf durch die Sander Deckung gestartet hatte, gelangte dessen präziser Rückpass zum kurz zuvor eingewechselten Sebastian Blank, der den Ball überlegt ins lange Eck schlenzte. Nach dem Abpfiff herrschte Freude im Münnerstadter Lager. "Den Klassenerhalt hat sich die Mannschaft verdient, weil sie nie locker gelassen und den Gegner beschäftigt hat, was insgesamt zur Gesamtbeurteilung führt, dass sich ehrliche Arbeit auch im Fußball lohnt", so Rainer Schmittzeh. Derweil klatschte Coach Keller seine Schützlinge ab, war froh, dass er in seinem letzten Coaching zum Klassenerhalt beitragen konnte, "was aber insgesamt ein Verdienst der Mannschaft und des Umfeldes war, das immer mitgezogen hat". Den Sieg bezeichnete er als verdient. Sein Sander Kollege Michl gratulierte zum Erfolg, "der nach dem Spielverlauf absolut okay ist. Wir haben das Weiterkommen im Hinspiel verpasst."

Die Statistik

TSV Münnerstadt: Balling - Müller, Weber, L. Schmittzeh, Halupczok - Markart, Kröckel (80. Bott), Fleischmann (83. Blank), Markert - Katzenberger, Coprak (92. J. Schmittzeh) / FC Sand II: Schneider - Moser, Zeiß (74. Haupt), Wagner, Röder, Kurtanovic, Krines, Hager, Krug (65. Pencz), Fischer, Flachsenberger (46. Oppelt) / SR: Ehwald (Geldersheim) / Zuschauer: 407 / Tor: 1:0 Blank (90.)

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