Eltmann
Volleyball

Heitec Volleys sind in Berlin ohne Chance, Friedrichshafen vor der Brust

Die Heitec Volleys verlieren beim deutschen Meister im Berlin erwartungsgemäß mit 0:3. Am Samstag wartet im Pokal in Friedrichshafen eine nicht minder schwere Aufgabe auf die Eltmanner.
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Nach Irfan Hamzagic war Carlos Antony, hier am Ball, der erfolgreichste Heitec-Spieler. Foto: E. Herfet, BR Volleys
Nach Irfan Hamzagic war Carlos Antony, hier am Ball, der erfolgreichste Heitec-Spieler. Foto: E. Herfet, BR Volleys

Nichts zu holen gab es für die Heitec Volleys in der Hauptstadt. Der Aufsteiger aus Eltmann unterlag beim deutschen Meister Berlin Recycling Volleys klar mit 0:3 (23:25, 18:25, 19:25. Vor 2816 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle schnupperten die Unteranken nur im ersten Durchgang an einem Satzgewinn.

"Heute wollten wir im Aufschlag zu viel, aber gegen Berlin musst du Druck machen, sonst buttern sie dich gnadenlos unter. Daher Kompliment an das Team, ein 23:25 gegen den Meister, das ist eine wirkliche Steigerung. Im zweiten und dritten Satz hat uns BRV-Zuspieler Pierre Pujol leider entzaubert, das ist schon Wahnsinn, wie variabel und geschickt er seine Angreifer ansetzt", sagte der Eltmanner Trainer Marco Donat. Er wählte den Berliner Zuspieler Pierre Pujol zum Gold-MVP-Spieler. Die Silber-MVP-Medaille vergab Berlins Co-Trainer Lucio Oro an Heitec-Volleys-Außenangreifer Mircea Peta.

Viel Druck im Aufschlag

Die Gäste starteten gut und ließen sich zunächst nicht abschütteln. Als Berlin erstmals mit drei Punkten führte (11:8), nahm Donat seine erste Auszeit. Die Heitec Volleys hatten zwar viel Druck im Aufschlag, aber auch einige Fehler. Beide Teams boten den Zuschauern Power-Volleyball, Berlin war aber einen Tick abgezockter. Zwar verkürzte Eltmann auf 21:22, aber nach einer Auszeit hatte Berlin das Momentum auf seiner Seite und gewann den ersten Satz mit 25:23. Im zweiten Satz zeigte der Meister seine Klasse. Über 8:4, 12:8 und 16:9 baute er seinen Vorsprung aus. Beim 22:10 schien die Messe für die Heitec Volleys gelesen, aber sie machten vier Punkte in Folge. Doch die Hauptstädter berappelten sich und machten mit 25:18 den Satz zu.

Im dritten Abschnitt setzten die Gäste immer wieder Akzente, so beim 11:9, als Antony sensationell abwehrte.Wiederholt sorgten starke Ballwechsel für Begeisterung. Die Heitec Volleys verkürzen auf 16:17, doch immer wieder schaffen es die Gastgeber, den Franken zu enteilen. Der Satz ging mit 25:18 an die Berliner, die ihre weiße Weste behielten. Doch die Eltmanner haben keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Gegen den deutschen Meister haben sie gut gekämpft und die phasenweisen Schwächen der Hauptstädter zu ihren Gunsten genutzt. "Insgesamt haben wir uns gut verkauft, als Vorbereitung für das anstehende Pokalmatch gegen Friedrichshafen war das eine phasenweise sehr starke Leistung", sagte Donat.

Am Samstag um 19.30 Uhr sind die Eltmanner zum zweiten Mal in Friedrichshafen zu Gast. Nach dem 0:3 zum Bundesliga-Auftakt treffen beide Teams nun im Achtelfinale des DVV-Pokals aufeinander. Mit dem sechsten Spiel in nur drei Wochen gehen die Heitec-Volleys an noch ungewohnte Belastungsgrenzen. Dazu nun das Déjà-vu gegen die "Häfler": Gaben sich Mitte Oktober die Franken eher verkrampft und angespannt, ist dieses Gefühl einem gesunden Selbstvertrauen gewichen. Der Franko-Brasilianer Carlos "Cadu" Antony gibt sich entsprechend kämpferisch: "Es wird ein sehr schweres Spiel, aber ich denke, wir sind jetzt in einer dynamischen Phase, wir werden uns deutlich besser darstellen als zum Saisonstart."

Werner erkennt Fortschritte

Für Manager Rolf Werner sind die Fortschritte im Team und in der Umsetzung erkennbar: "Wir fahren zum Achtelfinale des DVV Pokals nach Friedrichshafen und das mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen. Das Spiel am Mittwoch in Berlin war ordentlich und stabil, wenn man von den noch zu vielen Aufschlagfehlern absieht." red

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