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Volleyball

Heitec Volleys schlagen sich in Friedrichshafen achtbar

Beim VfB Friedrichshafen unterliegen die Heitec Volleys im Achtelfinale des Pokals mit 1:3, agieren aber auf Augenhöhe.
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Spielte stark auf: Heitec-Mittelblocker Mathäus Jurkovics (in der Mitte des Blocks) bekam auch Lob von seinem Trainer: "Er hat sehr gut aufgeschlagen, das gegnerische Spiel gut gelesen und eine tolle Arbeit am Netz abgeliefert", sagte Donat über den Österreicher.  Foto: Günter Kram, VfB Friedrichshafen
Spielte stark auf: Heitec-Mittelblocker Mathäus Jurkovics (in der Mitte des Blocks) bekam auch Lob von seinem Trainer: "Er hat sehr gut aufgeschlagen, das gegnerische Spiel gut gelesen und eine tolle Arbeit am Netz abgeliefert", sagte Donat über den Österreicher. Foto: Günter Kram, VfB Friedrichshafen

Die Heitec Volleys Eltmann haben im Pokal-Achtelfinale eine Überraschung verpasst. Nach großem Kampf musste sich das Team von Trainer Marco Donat beim Favoriten VfB Friedrichshafen mit 1:3 (27:25, 23:25, 25:21, 32:30) geschlagen geben. "Wir hätten es verdient gehabt, noch den Tiebreak zu spielen", sagte Donat.

Die Eltmanner erwischten vor 1515 Zuschauern allerdings keinen guten Start und lagen schnell in Rückstand. Erst nach der technischen Auszeit beim Stand von 8:4 für die Gastgeber steigerten sich die Gäste. Die Heitec Volleys erzielten drei Punkte in Folge und verkürzten auf 12:13 aus Gästesicht. Die Eltmanner drehten sogar das Spiel und führten zwischenzeitlich mit zwei Punkten Vorsprung (20:18), doch Friedrichshafen hatte den längeren Atem und holte sich den ersten Satz. Zwar wehrte das Donat-Team zwei Sätzbälle ab, den Satzverlust verhinderte es letztlich aber nicht mehr. Mit 27:25 ging der Durchgang an den VfB.

Nervenstark zum Ausgleich

Der zweite Satz startete mit unkonzentrierten Friedrichshafenern und aggressiv auftretenden Eltmannern. Die Heitec Volleys gingen mit einer 8:3-Führung in die technische Auszeit. Auch ein kurzes Zwischenhoch der Gastgeber blieb zunächst folgenlos. Eltmann brachte fünf Punkte in Folge auf die Anzeigetafel und vergrößerte seinen Vorsprung auf 16:7. Dann starteten die Friedrichshafener ihren zweiten Lauf - und wie. Begünstig von einigen Abstimmungsfehlern der Eltmanner kam der VfB immer näher und schließlich zum Ausgleich (19:19). Doch statt eines 2:0 in den Sätzen bewiesen die Heitec Volleys Nervenstärke und stellten durch Luuc van der Ent auf 1:1.

Auch der dritte Satz blieb umkämpft, beide Mannschaften gaben keinen Ball verloren. Die Eltmanner führten mit 3:1, ehe die Gastgeber anzogen und die Partie drehten (7:5). Ihren Vorsprung bauten die Friedrichshafener bis zur zweiten technischen Auszeit aus (16:12). In dieser Phase half dem VfB sein risikoreiches Aufschlagsspiel. Zwar gelang den Heitec Volleys noch einmal ein Zwischenspurt, aber näher als auf zwei Punkte (18:16, 22:20) kamen sie nicht mehr heran.

Eltmann vergibt Satzbälle

Satz 4 begann ausgeglichen. Bei 6:4 erspielte sich Eltmann erstmals zwei Punkte Vorsprung. Die Führung hatte zunächst Bestand (8:5, 10:7), aber Friedrichshafen schlug zurück und kam zum Ausgleich (12:12). Und es blieb eng: Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Die Eltmanner vergaben schließlich drei Satzbälle, während die Friedrichshafener ihren fünften Matchball nutzten. "Es war ein toller Kampf", sagte Heitec-Trainer Marco Donat. "Wir haben mit viel Aufschlagdruck gearbeitet und waren mit Friedrichshafen auf Augenhöhe." Sein Gegenüber, VfB-Trainer Michael Warm, sah es ähnlich: "Eltmann hat uns ganz schön gefordert. Wir sind froh, dass wir das Spiel gewonnen haben."

Warm wählte den Eltmanner Irfan Hamzagic zum Silber-MVP, während Donats Wahl als Gold-MVP auf den Friedrichshafener Nikola Gjorgiev fiel. Trotz der Niederlage war Heitec-Manger Rolf Werner sehr zufrieden. "Wir haben zuvor in sechs Jahren Bundesliga noch nie einen Satz gegen den VfB gewinnen können", sagte Werner. "Die Leistung lässt für die kommenden Spiele einiges erhoffen." In der Bundesliga geht es für die Heitec Volleys am nächsten Sonntag weiter, wenn sie bei den Alpen Volleys in Herrsching zu Gast sind.

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