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Volleyball

Heitec Volleys Eltmann sind bei Topteam zu Gast

Meister gegen Aufsteiger: Die Heitec Volleys sind am Mittwoch in Berlin um ihren russischen Superstar zu Gast - und rechnen sich nach dem ersten Bundesliga-Sieg zumindest eine kleine Chance aus.
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Zuspieler Rafal Prokopczuk will in Berlin auch mit dem einen oder anderen Fan abklatschen.  Foto: Daniel Löb für Heitec Volleys
Zuspieler Rafal Prokopczuk will in Berlin auch mit dem einen oder anderen Fan abklatschen. Foto: Daniel Löb für Heitec Volleys

Der Druck ist raus - zumindest ist die Frage mit ja zu beantworten, ob denn die Heitec Volleys in die Bundesliga gehören. Nach dem 3:0-Sieg am Sonntagabend in der Brose Arena will sich Headcoach Marco Donat jedoch nicht zurücklehnen. Er hat klare Vorstellungen zum Debüt um 19.30 Uhr in der Max-Schmeling- Halle. "Natürlich freuen wir uns, dass wir gegen Giesen gewonnen haben. Berlin ist ein Highlight für jeden Volleyballbegeisterten: Die BR Volleys sind Meister geworden und auch in der neuen Saison ein Top-Team, von dem man nur träumen kann. Coach Cédric Enard hat eine Mannschaft zusammengestellt, die gespickt ist mit internationalen Stars wie Sergey Grankin, Pujol und Benjamin Patch. Trotzdem fahren wir in die Hauptstadt, um zu gewinnen - in jedem Fall an Erfahrung."

Berlin mit Sergey Grankin

Erfahrung haben die Spieler an der Spree genug, und doch sticht einer im Team deutlich hervor: Mit sieben Jahren kam der russische Zuspieler Sergey Grankin zum Volleyball, seine Vita ist eine endlose Reihenfolge von Erfolgen. Junioren-Weltmeister, World-League-Sieger, Vize-Europameister, World- Cup-Vizemeister, Champions- League-Finalist, russischer Meister und Pokalsieger, Olympia Bronze 2008 in Peking. Die Liste scheint endlos. Und 2012 die höchste aller Weihen: Der Ausnahme-Zuspieler holte bei den Olympischen Spielen in London mit Russland die Gold-Medaille.

Nach Querelen mit seinem Klub Dynamo Moskau wurde Grankin im Januar in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von BRV-Macher Kaweh Niroomand in den Westen geholt. Der Russe macht dann im fünften Spiel der Play-off-Finals den Coup perfekt: Vor den Augen der 3800 Friedrichshafener Fans gewannen die BR Volleys mit 16:14 im fünften Satz und krönten sich am Bodensee zum neuen und alten deutschen Meister.

Grankin beim Spielen zuzusehen sei ein Hochgenuss, meint Coach Donat. "In ihm vereinen sich Spielbegabung und analytische Fähigkeiten in Perfektion. Es scheint fast so, als würde er mehrere Züge im Voraus denken. Wenn der gegnerische Angreifer den Ball schlägt, ist Grankin schon auf Position. Was er dann als Zuspieler abwehrt, ist phänomenal."

Trotz aller Lobgesänge auf die Gastgeber möchte Donat, dass seine Spieler nach dem starken 3:0 selbstbewusst auftreten. "Du spielst halt gegen Bayern München, da brauchst du einen Sahnetag, um was Zählbares mitzunehmen. Aber kein Team ist unbesiegbar." Seinen Spielern hat er gesagt, dass man nicht nach Berlin fahre, sich die Stadt anschaue und einplane, die drei Punkte liegen zu lassen. "Wir werden kämpfen, das ist unser Anspruch. Und wir spielen, um zu gewinnen - egal wie der Gegner heißt." red

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