Eltmann

Heitec Volleys Eltmann gelingt die Überraschung gegen den VfB Friedrichshafen

Mit einer couragierten Leistung schlagen die Heitec Volleys den großen Favoriten VfB Friedrichshafen in fünf Sätzen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Heitec Volleys Eltmann um ihren Trainer Marco Donat (Bildmitte) durften jubeln. Gegen den VfB Friedrichshafen gelang ein überraschender Sieg. Ryan Evans
Die Heitec Volleys Eltmann um ihren Trainer Marco Donat (Bildmitte) durften jubeln. Gegen den VfB Friedrichshafen gelang ein überraschender Sieg. Ryan Evans

Die Heitec Volleys Eltmann bleiben in der heimischen Georg-Schäfer-Halle ungeschlagen. Am Mittwochabend gelang dem Team von Trainer Marco Donat in der Volleyball-Bundesliga ein hart erkämpfter Fünf-Satz-Sieg gegen die Spitzenmannschaft des VfB Friedrichshafen. Dabei ließen sich die Eltmanner auch nicht von einem 1:2-Satzrückstand aus der Ruhe bringen.

Die Anfangsphase war von Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten geprägt. So leisteten die Eltmanner durch Tomas Halanda, Rafal Prokopczuk und Carlos Antony jeweils Angabenfehler und verhalfen den Gästen zu einfachen Punkten. Dass sie es aber auch offensiv können, zeigte Irfan Hamzagic mit seinen gefährlichen Angriffsbällen. Bis zur technischen Auszeit waren die Heitec Volleys in Reichweite (6:8). Danach schafften es die Friedrichshafener vermehrt, am Eltmanner Block vorbeizukommen und setzten sich erstmals ein wenig ab (13:8).

Donat reagierte mit einer Auszeit, herankämpfen konnte sich seine Mannschaft jedoch nicht. Bei der zweiten technischen Auszeit betrug der Gästevorsprung weiter fünf Zähler (16:11). Das Spiel der Friedrichshafener war nicht fehlerfrei, doch ihre Variabilität im Angriff sorgte dafür, dass ihr Vorsprung nicht in Gefahr geriet. Mit 25:16 ging der erste Durchgang an das Team vom Bodensee.

Eltmann ist wacher

Im zweiten Satz waren die Eltmanner von Beginn an wacher. Luuc van der Ent war am Netz zur Stelle, Shunsuke Watanabe steigerte sich bei der Annahme. Zwar unterliefen hin und wieder leichte Fehler, doch wie schon im ersten Durchgang agierten die Heitec Volleys auf Augenhöhe (8:8). Die Eltmanner erarbeiten sich sogar einen kleinen Vorsprung (10:8), den sie bis zur zweiten technischen Auszeit dank eines Angabenfehlers der Gäste aufrecht erhielten (16:14).

Drei Eltmanner Punkte in Folge vergrößerten den Vorsprung auf 19:15. Gästetrainer Michael Warm nahm die Auszeit, ehe der zweite Durchgang in die entscheidende Phase ging. Der VfB versuchte noch einmal heranzukommen, doch die Heitec Volleys hielten dagegen und erarbeiteten sich sechs Satzbälle (24:18). Den ersten wehrten die Gäste noch ab, doch die zweite Chance nutzte Antony zum umjubelten Ausgleich (25:19).

Friedrichshafen legt wieder vor

Die Friedrichshafener legten im dritten Satz mit drei schnellen Punkten vor, doch Leichtsinnsfehler der Gäste hielten die Eltmanner im Spiel. Die Anfangsphase überstanden sie daher schadlos (4:4). Dass ein Spitzenteam wie die Gäste nicht einen Fehler nach dem anderen produzieren würde, dürfte klar gewesen sein. Mit vier Punkten in Folge bauten sich die Friedrichshafener ein Polster auf (8:4). Doch die Heitec Volleys ließen sich nicht abschütteln und antworteten mit einem 3:0-Lauf. Der Ausgleich gelang nicht, da Hamzagic einen Schmetterball ins Aus hämmerte.

Stattdessen holten sich die Gäste den Vorsprung zurück (12:8, 15:11). Die Eltmanner punkteten mit Angriffsschlägen und guter Blockarbeit und brachten sich wieder in Lauerstellung (18:19). Die Gäste zeigten sich jedoch unbeeindruckt, machten drei Punkte am Stück und erspielten sich damit genügend Vorsprung, um den dritten Satz einzutüten. Nikola Gjorgiev sorgte mit seinem Angriffsball für die erneute Satzführung des VfB (25:21).

Heitec Volleys drehen die Partie

Irfan Hamzagic zeigte im vierten Durchgang, dass er nicht nur offensive Qualitäten besitzt, sondern auch mit seiner Blockarbeit punkten kann (3:0). Die Eltmanner agierten aggressiv und bestimmten den Satz bis zur ersten technischen Auszeit (8:6). Einen zwischenzeitlichen Vier-Punkte-Rückstand (8:12) dämmten die Gäste wieder ein (13:13).

Vor allem im Angriffsspiel legten sie in dieser Phase zu. VfB-Diagonalspieler Gjorgiev bescherte seinem Team erstmals die Führung in Satz 4 (15:14). Doch Eltmann kämpfte und lag bis zum 19:18 vorne, ehe Friedrichshafen wieder in Führung ging. Bis zum 23:23 erspielte sich kein Team einen entscheidenden Vorteil. Halanda mit einem Schmetterball und Antony mit einem Blockpunkt brachten den zweiten Eltmanner Satz unter Dach und Fach (25:23). Damit hatten die Heitec Volleys zumindest schon einmal einen Punkt auf ihrer Habenseite.

Eltmann mit dominantem fünften Satz

Antony, Hamzagic und wieder Antony brachten die Eltmanner im fünften Satz mit drei Punkten in Folge auf 5:3 in Führung. Mathäus Jurkovics mit einem Blockpunkt und ein Fehler der Friedrichshafener vergrößerten den Vorsprung auf 7:3. Die Eltmanner waren in den entscheidenden Situationen wacher und erhöhten auf 10:5. Der Vorsprung sollte reichen: Mit 15:11 holten sich die Heitec Volleys den Zusatzpunkt. Der Jubel in der Georg-Schäfer-Halle war dementsprechend groß. reu

Die Stastitik

Heitec Volleys Eltmann - VfB Friedrichshafen 3:2 (16:25, 25:19, 21:25, 25:23, 15:11)

Eltmann: Watanabe - van der Ent, Krüger, Hamzagic, Antony, Jurkovics, Prokopczuk, Halanda, Filho.

Friedrichshafen: Steuerwald - Janouch, Malescha, Menner, Spät-Westerhold, Worsley, Balean, Schmidt, Gjorgiev, Krisko, Mote.

Schiedsrichter: Arsic (Mühlheim), Bösenberg (Jena). - Zuschauer: 356. - Gold-MVP: Antony (Eltmann) - Silber-MVP: Worsley (Friedrichshafen).

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren