Haßfurt
Eishockey

"Hawks" präsentieren sich gegen die Kissinger "Wölfe" gut aufgelegt

Der Landesligist ESC Haßfurt verliert sein Testspiel auf eigenem Eis mit 3:6.
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Der Haßfurter Jan Trübenekr (rechts) kann den Kissinger Jona Schneider mit einer Körpertäuschung abhängen. Der junge Tscheche erzielte den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Foto: Ralf Naumann
Der Haßfurter Jan Trübenekr (rechts) kann den Kissinger Jona Schneider mit einer Körpertäuschung abhängen. Der junge Tscheche erzielte den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Foto: Ralf Naumann

Die Zahlen 3 und "5" waren letztlich ausschlaggebend, dass die "Hawks" des ESC Haßfurt auch im zweiten Heimspiel gegen die Kissinger "Wölfe" binnen fünf Tagen das Nachsehen hatten. Eine weitere deutliche 1:7-Niederlage gab es am Freitagabend aber nicht. ESC Haßfurt -

Bad Kissinger "Wölfe" 3:6

(2:3, 1:1, 0:2) Beim 3:6 wäre sogar mehr möglich gewesen, doch ausgerechnet bei einer 5-3-Überzahlsituation für die Hausherren schnappte sich Kissingens Topangreifer Anton Seewald die Scheibe und sorgte trotz heftiger Gegenwehr abgebrüht für eine 5:3-Führung. Anschließend, es lief gerade die 54. Spielminute, war der bis dato großartige Widerstand des Landesligisten gebrochen. Auch die Herausnahme des bravourös haltenden ESC-Keepers Timo Jung, der aufgrund vieler Glanztaten einen Sahnetag erwischt hatte, zugunsten eines weiteren Feldspielers, brachte nicht den gewünschten Effekt. Im Gegenteil: Erneut Anton Seewald markierte 36 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Schuss aufs verwaiste Tor den 3:6-Endstand.

Volker Hartmann war mit dem für ihn zweitrangigen Ergebnis freilich nicht zufrieden, wohl aber mit der Spielweise seiner Mannschaft, die erneut personell stark gehandicapt auflief und auf einen kompletten Block verzichten musste. Neben Torwart Martin Hildenbrand fehlten auch die kranken Pascal Marx und der etatmäßige Kapitän Christian Dietrich sowie Georg Lang, Marvin Deske und Michael Babkovic. Ebenso der eigentlich wiedergenesene Adrian Persch, der nach einem Schlagschuss im Training, als er den Puck auf das Bein bekam, nun mit einem Gips gleich mehrere Wochen ausfällt.

Umso erstaunlicher, dass die "Hawks" aufgrund der personellen Voraussetzungen von Beginn an eine durchaus ansehnliche Partie ablieferten und - was für Trainer Volker Hartmann ebenso wichtig war wie für die Haßfurter Anhänger unter den 329 Zuschauern - den Gästen diesmal bis fast zum Ende Paroli boten.

Hochspannend und unterhaltsam

Bis zum 3:5 - für Haßfurt waren bis dato Lukas Kratschmer, Jan Trübenekr und David Hornak erfolgreich (7./13./34.), während für die Kurstädter Daniel Amost, Anton Zimmer und Anton Seewald trafen (2./12./16./30./55.) - war die Begegnung jedenfalls hochspannend und sehr unterhaltsam.

"Im Großen und Ganzen war ich zufrieden, auch mit der Einstellung", meinte der Bayreuther deshalb. "Wir haben heute mehr die Beine bewegt." Mit der 5-3-Überzahlsituation ("das haben wir Anfang der Woche noch trainiert") jedoch nicht, denn "da waren wir einfach nicht clever genug", wurmte Hartmann die vertane Großchance, den 4:4-Ausgleich zu erzielen. "So ist der Sport. Das passiert einfach. Wir haben jedenfalls wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht."

"Wir haben uns diesmal um einiges schwerer getan. Wir haben nicht die Leistung gebracht wie beim ersten Spiel", sagte derweil Jungs Gegenüber Benjamin Dirksen. Eine mögliche Ursache sah der 31-jährige "Wölfe"-Schlussmann in der Tatsache, dass er und seine Teamkollegen lediglich eine weitere Trainingseinheit absolvieren konnten. "Da spielt sich eine Mannschaft halt gar nicht ein." Nichtsdestotrotz habe sich Haßfurt aus seiner Sicht glänzend geschlagen in einer Partie, die "immer auf Augenhöhe" war. "Es war spannend. Ich habe es anders erwartet. Diesmal war schon einiges mehr los", rechnete Dirksen im Vorfeld nicht mit so viel Arbeit. Sein Fazit: "Es hat Spaß gemacht. So muss es sein."

Eine positive Personalie gibt es für die "Hawks" doch noch: Angreifer Michael Stach ist wieder an Bord und gab gegen Bad Kissingen seinen Einstand.

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung - Hora, Thebus, Hornak, Stahl - Düsel, Trübenekr, Franek, Schubert, Zürcher, Finzel, Müller, Kratschmer, Breyer, Stach / EC Bad Kissingen: Dirksen, Franz - Eirenschmalz, Schneider, Kröber, Pfister, Millers - Nemirowsky, Revaj, Nold, Bär, Seewald, Zimmer, Marquardt, Lenk, Heps, Schuler, Akers, Amost / Schiedsrichter: Voit - Laudenbach/Graf / Zuschauer: 329 / Tore: 0:1 (2.) Amost, 1:1 (7.) Kratschmer (Thebus, Franek), 1:2 (12.) Zimmer (Nemirowsky, Seewald); 2:2 (13.) Trübenekr (Hornak, Zürcher), 2:3 (16.) Seewald (Nemirowsky) 4-5, 2:4 (30.) Seewald; 3:4 (34.) Hornak, 3:5 (55.) Seewald 5-3, 3:6 (60.) Seewald - Empty net / Strafzeiten: Haßfurt 14 / Bad Kissingen 14 plus 10 gegen Marquardt.

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