Haßfurt

Hawks feiern knappen Heimsieg gegen den EHC Bad Aibling

Der ESC Haßfurt gewinnt in der Landesliga-Aufstiegsrunde knapp gegen den EHC Bad Aibling.
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Immer wieder herrschte vor dem Gehäuse der Gäste die höchste Alarmstufe. Die Scheibe wollte aber , wie auch in dieser Szene, häufig nicht über die Linie. Die Haßfurter um Michael Stach und David Franek (von rechts, ) scheiterten immer wieder an EHC-Torwart Kai Klimesch. Foto: Ralf Naumann
Immer wieder herrschte vor dem Gehäuse der Gäste die höchste Alarmstufe. Die Scheibe wollte aber , wie auch in dieser Szene, häufig nicht über die Linie. Die Haßfurter um Michael Stach und David Franek (von rechts, ) scheiterten immer wieder an EHC-Torwart Kai Klimesch. Foto: Ralf Naumann

Keine Frage: "Natürlich" würden es die Hawks noch unter die "Top 4 " schaffen. Für Domantas Cypas, Neuzugang vom ERV Schweinfurt, war die erste Partie im Trikot der Haßfurter auch der Startschuss für eine erfolgreiche Aufholjagd. Dabei bekam der 23-jährige Verteidiger beim knappen, aber hochverdienten 5:4-Erfolg über die bis zum Schlusspfiff äußerst kampfstarken Aibdogs des EHC Bad Aibling gleich die Härte in dieser Landesliga-Aufstiegsrunde zu spüren. ESC Haßfurt - EHC Bad Aibling 5:4 (0:2, 3:0, 2:2) Doch die leicht blutende Lippe nahm Cypas bei seiner gelungenen Premiere - er erzielte seinen ersten Treffer und gab zudem zwei Assists - nur grinsend zur Kenntnis. Viel wichtiger waren für den jungen Litauer die drei Punkte, die Haßfurt weiter im Rennen halten. Tatsache ist, dass sich der junge Litauer ebenso wie seine beiden Ex-Schweinfurter Mitstreiter Kevin Faust und Maurice Köder als gute Verstärkung erwiesen.

Und trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von erneut fünf Spielern - neben Matthias Kohl standen auch Pascal Marx, Christian Masel sowie Georg Lang nicht im Kader, während Alexander Stahl nach dem Aufwärmen passen musste - hatte der Haßfurter Trainer Volker Hartmann noch drei Reihen zur Verfügung.

Wer von den 453 Zuschauern im Stadion Am Großen Anger vor dem Anpfiff aber gedacht hatte, dass gegen die gerade einmal elf Feldspieler seines Kollegen Manfred Sassjadvolk ein deutlicher Heimsieg herausspringen würde, wurde schnell auf den harten Boden der Realität zurückgeholt.

Die oberbayerische Rumpftruppe erwies sich vielmehr als äußert zäh und robust und nutzte zu Beginn zwei ihrer wenigen Chancen eiskalt aus: Andreas Eickmann (2.) und Matthias Ahrens (4.) sorgten mit ihren Treffern nicht nur für einen 0:2-Rückstand, sondern gleichzeitig für einen herben Dämpfer für die äußerst optimistischen Hawks.

Chancenflut der Hawks

Resignation war freilich ein Fremdwort, vielmehr wurde das Bemühen immer größer, schnellstmöglich das Ruder wieder herumzureißen. Regelrechte Angriffslawinen rollten quasi im Sekundentakt auf EHC-Torwart Kai Klimesch zu, der insgesamt mehr als 50 Schüsse abwehren musste und mit Hilfe seiner Vorderleute sowie mit viel Glück auch abwehren konnte. Hinzu kam eine Portion Glück, schließlich scheiterte alleine Michal Babkovic mehrere Male am Pfosten oder der Latte.

Die Früchte für ihr unermüdliches Anrennen ernteten Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen deshalb erst im zweiten Abschnitt. Groß war der Jubel beim hochverdienten 1:2-Anschlusstreffer durch David Franek (33.), noch größer beim 2:2-Ausgleich nur eine Minute später - Torschütze war David Hornak, 35. - und riesig die Erleichterung über die erstmalige ESC-Führung, für die Jan Trübenekr erneut zwei Minuten später sorgte (37.). Die Hawks hatten die Partie gedreht.

ESC-Treffer wird aberkannt

Der Aiblinger Widerstand war aber selbst nicht gebrochen, als Domantas Cypas - gleich zum "Spieler des Tages" gewählt - kurz nach dem zweiten Seitenwechsel auf 4:2-erhöht hatte (42.). Vielleicht gab auch der vermeintliche 2:5-Rückstand den Ausschlag, dass das Bemühen, sich zumindest einen Punkt zu sichern, nicht nachließ: Schiedsrichter Maximilian Reitz nahm den zweiten Treffer von Cypas nach Gesprächen mit beiden Mannschaften wieder zurück: Es handelte sich nämlich um ein "Phantomtor", nachdem der Puck durch ein Loch in den Maschen in den "Innenraum" rutschte.

Bad Aibling macht es spannend

Somit blieb es bis zum Ende spannend, weil die Gäste noch zwei Mal dem für Timo Jung nach den ersten 20 Minuten eingewechselten "Hexer" Martin Hildenbrand das Nachsehen gaben (49./53.). Auf der anderen Seite schloss nur Michal Babkovic eine seiner unzähligen Möglichkeiten nicht mit einem weiteren Lattenschuss ab. Nach einem Alleingang lupfte er die Scheibe vielmehr souverän in den Winkel zum 5:3 (48.).

"Nein, wirklich nicht", rechnete Hartmann im Vorfeld "nicht mit so viel Gegenwehr" der wenigen Bad Aiblinger. "Ich habe gedacht, dass es eine klare Sache wird, nachdem sie auch mit so wenigen Feldspielern gekommen sind. Aber so ist es im Sport. Es muss erst einmal gespielt werden." Für den Bayreuther war es aber "das wichtigste, das wir gewonnen haben. Die drei Punkte sind das Beste. Wir tun uns derzeit schwer mit der Chancenverwertung. Aber es gibt solche Phasen, da müssen wir durch", ist er fest davon überzeugt, dass die Abgebrühtheit vor des Gegners Tor wieder zurückkommt. "Wir werden weiter daran arbeiten. Ich hoffe, das war der Anfang der benötigten Serie."

Statistik des Spiel

ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Thebus, Stahl, Köder, Cypas, Faust, Breyer - Hornak, Stach, Persch, Trübenekr, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer / Zuschauer: 453 / Schiedsrichter: M. Reitz - Bösl/Schnabel / Tore: 0:1 (2.) Eickmann (Schulz, Glass), 0:2 (4.) Ahrens (Meyer, Glass), 1:2 (33.) Franek (Cypas, Babkovic), 2:2 (35.) Hornak (Hora, Trübenekr), 3:2 (37.) Trübenekr (Babkovic, Breyer), 4:2 (42.) Cypas (Trübenekr, Hora), 4:3 (49.) Meyer (Schulz), 5:3 (48.) Babkovic (Cypas, Hildenbrand), 5:4 (53.) Neumaier (Glass) / Strafzeiten: Haßfurt 16 / Bad Aibling 12.

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